Arzneimittelbild: Sulfur
veröffentlicht am: Mittwoch, den 02. Mai
Sulfur ist ein ungeheuer wichtiges Arzneimittel
in der Homöopathie. Leider ist es so bekannt und so
gut beschireben, dass man sehr schwer bestimmen kann,
wann es wirklich sinnvoll ist, weil eigentlich jede
Krankheit irgendetwas mit Sulfur zu tun hat.
Sulfur ist eines der am Besten dokumentierten homöopathischen Mittel, James T. Kent beschreibt Sulf als den Philosophen in Lumpen, an anderer Stelle wird Sulfur als Erfinder mit Juckreiz beschrieben. Ravi Roy schreibt davon, dass es die zentrale Aufgabe von Sulfur sei, den Dingen Struktur zu verleihen; Sulfur bereite den Boden für eine Heilung.
Sulfur kommt als Schwefelblüte in der Nähe von Vulkanen und heissen Quellen vor; in der Medizin kennt man Schwefeldioxid v.a. als Desinfektionsmittel. Die Hauptmenge des Schwefels wurde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts auf Sizilien gewonnen durch Ausschmelzen des schwefelhaltigen Gesteins. Heute wird der grösste Teil in Nordamerika gewonnen.
Schwefel ist elementarer Bestandteil des Körperaufbaus, es ist Bauteil von wichtigen Aminosäuren; hoher Gehalt v.a. im Hautepithel, dem portalen Blut, der Galle dem Stuhl; tonisierende Wirkung auf die Kapillargefässe, erschlaffende Wirkung auf die grösseren (venösen) Gefässe.
Listen wir hier erst einmal ein paar wichtige Leitsymptome von Sulfur auf:
Kommen wir dann zu den Modalitäten:
Konstitutionelle Merkmale sind:
Oft finden wir bei richtigen Sulfur-Typen relativ zum restlichen Körper einen zu grossem Kopf mit knochigen Gesichtszügen, einer ausgeprägten Nase, einem breiten Kinn und leuchtend roten Lippen; die Körperhaltung ist schlecht mit hängenden Schultern; die Pat. kleiden sich eher auffallend bis exzentrisch, aber durchaus nachlässig.
Die Pat. haben Abneigung gegen Waschen und Wasser.
Es sind relativ dickfällige Menschen; oder aber egozentrische, aufbrausende, leicht beleidigte Typen mit verletztem Stolz, die an allem etwas auszusetzen haben; voller Selbstmitleid und Zukunftsängsten; unordentliche, erfindungsreiche Planer, phantasiebegabter Träumer mit vielen Ideen mit Neigung zum Fanatismus
Die Pat. neigen auf der körperlichen Ebene zu Hauterkrankungen jeder Art, sie vertragen keine Wolle auf der Haut, sie haben trockene, harte Haare
Meist sind es eher Männer (vergleichbare Frauen sind oft eher extrovertierte Nat-m- oder auch Psor-Typen)
Sulf-Kinder sind warmblütige, hungrige Babies, die ihre Bettdecke wegtreten und sich nicht zudecken lassen wollen; die Kinder sind hungrig und stecken alles in den Mund, sie beobachten Jeden beim Essen; sie haben einen aufgetriebenen Bauch, sind aber sonst mager; ihr Aussehen ist schmutzig, sie hassen Baden und Waschen. Als Kind zerstören sie alles, was sie in die Hand nehmen. Sehr starker eigener Wille. Sie weigern sich, Spielsachen wegzuräumen, sind unordentlich und haben Freude, Mitmenschen zu ärgern. Inkonsequenz in der Erziehung wird rasch ausgenützt, sie brauchen eine «kurze Leine». Es gibt zwei Typen:
Sulfur-Tiere sind schlank bis mager, sie sind immer hungrig, denn ihre Verdauung ist schlecht. Sie sind eher unordentlich, unsauber und verschmutzt, sind aber trotzdem empfindlich gegen schlechte Gerüche; ihre Ausdünstungen sind übelriechend. Oft haben sie (z.B. durch Liegen) oder Verhornungen. Sie sind leicht erregbare und nervöse Alpha-Typen. Das Sulfur-Tier erträgt keine Hitze und auch keine Kälte, will aber immer trotzdem lieber an die frische Luft.
Wichtige Indikationen für Sulfur sind:
Zu beachten sind die bei Verabreichung von Sulfur relativ häufig auftretenden Erstverschlimmerungen, speziell bei Hauptproblemen. Erstverschlimmerungen sind normalerweise ein gutes Zeichen, denn sie zeigen, dass das Mittel wirkt. Sie treten bevorzugt bei Gabe einer nicht geeigneten Potenzhöhe auf.
Zusammen gefasst lässt sich sagen:
Sulf ist ein umfassend wirkendes Mittel, welches auf allen körperlichen Organisationebenen seine Wirkung zeigt. Ein wichtiger Manifestationsort kann (muss aber nicht) die Haut sein. Wir sehen zahlreiche, meist fötide Hautprozesse, die mit Juckreiz verbunden sind. Sulf ist eher mit Hitze und Wärme verbunden, Sulf verlangt daher nach frischer Luft.
Das zentrale Thema auf der psychischen Ebene ist eine Art kreativer Depression: Sulf verfällt in Melancholie, weil seine grossen Ziele nie umgesetzt werden. Sulf ist geradezu arrogant auf sich selbst bezogen; eigentlich geistig sehr leistungsfähig herrscht Lethargie und Initiativlosigkeit vor.
Sulfur ist eines der am Besten dokumentierten homöopathischen Mittel, James T. Kent beschreibt Sulf als den Philosophen in Lumpen, an anderer Stelle wird Sulfur als Erfinder mit Juckreiz beschrieben. Ravi Roy schreibt davon, dass es die zentrale Aufgabe von Sulfur sei, den Dingen Struktur zu verleihen; Sulfur bereite den Boden für eine Heilung.
Sulfur kommt als Schwefelblüte in der Nähe von Vulkanen und heissen Quellen vor; in der Medizin kennt man Schwefeldioxid v.a. als Desinfektionsmittel. Die Hauptmenge des Schwefels wurde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts auf Sizilien gewonnen durch Ausschmelzen des schwefelhaltigen Gesteins. Heute wird der grösste Teil in Nordamerika gewonnen.
Schwefel ist elementarer Bestandteil des Körperaufbaus, es ist Bauteil von wichtigen Aminosäuren; hoher Gehalt v.a. im Hautepithel, dem portalen Blut, der Galle dem Stuhl; tonisierende Wirkung auf die Kapillargefässe, erschlaffende Wirkung auf die grösseren (venösen) Gefässe.
Listen wir hier erst einmal ein paar wichtige Leitsymptome von Sulfur auf:
- Ungesund aussehende, fettige Haut
(wie ungewaschen)
- Ekzeme, trocken, stark juckend,
Wasser verschlimmert
- Juckreiz
- fötide, wundmachende Absonderungen
- Verlangen nach Süssigkeiten, nach
Gewürztem
- Alle Körperöffnungen rot (z.B.
Lippen
- Fuss-Sohlen heiss und brennend
(Füsse werden zum Abkühlen unter der Bettdecke
hervorgestreckt)
- Hunger um 11 h vormittags
(Elendgefühl)
- Verl. nach frischer Luft
Kommen wir dann zu den Modalitäten:
- Verschlimmerung:
- durch Bettwärme
- durch Nässe, v.a. durch kalte
Nässe, nass-kaltes Wetter, durch Nässe
überhaupt, auch und besonders durch Waschen und
Aufenthalt am Meer
- durch Ruhe, aber auch durch
Stehen (Venenschwäche)
- durch Stehen
- durch Alkohol und andere
Genussgifte
- am späten Vormittag ((Elendgefühl durch Hunger durch BZ-Abfall)
- durch Bettwärme
- Besserung:
- durch Wärme und trockenes
Wetter
- an der frischen Luft
- Die Beschwerden sind meist brennend
- durch Wärme und trockenes
Wetter
Konstitutionelle Merkmale sind:
Oft finden wir bei richtigen Sulfur-Typen relativ zum restlichen Körper einen zu grossem Kopf mit knochigen Gesichtszügen, einer ausgeprägten Nase, einem breiten Kinn und leuchtend roten Lippen; die Körperhaltung ist schlecht mit hängenden Schultern; die Pat. kleiden sich eher auffallend bis exzentrisch, aber durchaus nachlässig.
Die Pat. haben Abneigung gegen Waschen und Wasser.
Es sind relativ dickfällige Menschen; oder aber egozentrische, aufbrausende, leicht beleidigte Typen mit verletztem Stolz, die an allem etwas auszusetzen haben; voller Selbstmitleid und Zukunftsängsten; unordentliche, erfindungsreiche Planer, phantasiebegabter Träumer mit vielen Ideen mit Neigung zum Fanatismus
Die Pat. neigen auf der körperlichen Ebene zu Hauterkrankungen jeder Art, sie vertragen keine Wolle auf der Haut, sie haben trockene, harte Haare
Meist sind es eher Männer (vergleichbare Frauen sind oft eher extrovertierte Nat-m- oder auch Psor-Typen)
Sulf-Kinder sind warmblütige, hungrige Babies, die ihre Bettdecke wegtreten und sich nicht zudecken lassen wollen; die Kinder sind hungrig und stecken alles in den Mund, sie beobachten Jeden beim Essen; sie haben einen aufgetriebenen Bauch, sind aber sonst mager; ihr Aussehen ist schmutzig, sie hassen Baden und Waschen. Als Kind zerstören sie alles, was sie in die Hand nehmen. Sehr starker eigener Wille. Sie weigern sich, Spielsachen wegzuräumen, sind unordentlich und haben Freude, Mitmenschen zu ärgern. Inkonsequenz in der Erziehung wird rasch ausgenützt, sie brauchen eine «kurze Leine». Es gibt zwei Typen:
- das lebhafte, kräftige, gutgenährte
Kind mit immer warmen Händen und Füssen.
- und das etwas vornüber gebeugte, schmächtige, magere Kind mit blasser Haut und grossem Kopf.
Sulfur-Tiere sind schlank bis mager, sie sind immer hungrig, denn ihre Verdauung ist schlecht. Sie sind eher unordentlich, unsauber und verschmutzt, sind aber trotzdem empfindlich gegen schlechte Gerüche; ihre Ausdünstungen sind übelriechend. Oft haben sie (z.B. durch Liegen) oder Verhornungen. Sie sind leicht erregbare und nervöse Alpha-Typen. Das Sulfur-Tier erträgt keine Hitze und auch keine Kälte, will aber immer trotzdem lieber an die frische Luft.
Wichtige Indikationen für Sulfur sind:
- Chronische Erkältungen mit
ständigen Rückfällen
- Hautprozesse, v.a. Akne, Pickel,
Pusteln, Furunkel, (speziell bei generell unreiner
Haut); Juckreiz (Kratzen lindert, geht jedoch in
Brennen über)
- Verstopfung mit grossen,
schmerzhaften Stühlen; aber genauso auch
Chronischer Durchfall, morgens aus dem Bett
treibend (gelb/stinkend)
- venöse Schwäche mit Krampfadern und Hämorrhoiden, brennend und juckend
Zu beachten sind die bei Verabreichung von Sulfur relativ häufig auftretenden Erstverschlimmerungen, speziell bei Hauptproblemen. Erstverschlimmerungen sind normalerweise ein gutes Zeichen, denn sie zeigen, dass das Mittel wirkt. Sie treten bevorzugt bei Gabe einer nicht geeigneten Potenzhöhe auf.
Zusammen gefasst lässt sich sagen:
Sulf ist ein umfassend wirkendes Mittel, welches auf allen körperlichen Organisationebenen seine Wirkung zeigt. Ein wichtiger Manifestationsort kann (muss aber nicht) die Haut sein. Wir sehen zahlreiche, meist fötide Hautprozesse, die mit Juckreiz verbunden sind. Sulf ist eher mit Hitze und Wärme verbunden, Sulf verlangt daher nach frischer Luft.
Das zentrale Thema auf der psychischen Ebene ist eine Art kreativer Depression: Sulf verfällt in Melancholie, weil seine grossen Ziele nie umgesetzt werden. Sulf ist geradezu arrogant auf sich selbst bezogen; eigentlich geistig sehr leistungsfähig herrscht Lethargie und Initiativlosigkeit vor.