wozu eigentlich Potenzierung?
veröffentlicht am: Montag, den 14. Mai
In der Homöopathie gibt man vorzugsweise
potenzierte Mittel. Nun gibt es hier zwei grosse
Missverständnisse. Das eine Missverständnis kursiert
in Kreisen von Homöopathie-Anhängern selbst und der
andere Holzweg wird allzu gerne von den
Homöopathie-Gegnern begangen:
Homöopathie-Anhänger meinen oft, das ein Mittel potenziert sein müsse, um als homöopathisches Mittel genutzt werden zu können. Das aber ist falsch - und es gibt selbst Therapeuten, die das nicht wirklich begriffen haben. Homöopathie ist eine Heilmethode, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip vorgeht - was genau das ist, steht im Lexikon. Und da ist es erst einmal schnurzpiepegal, ob das Mittel nun potenziert ist oder nicht. Ich kann auch ein nicht potenziertes Mittel ohne Weiteres nach dem homöopathischen Prinzip anwenden, weil es in der Homöopathie um Ähnlichkeiten zwischen Mittelwirkung und Krankheitsprozess geht.
Das andere Problem haben die Gegner dieser schönen Heilmethode: Standardbeispiel ist der Tropfen Tinktur, der in den Bodensee geträufelt wird und der dann keine nennenswerten therapeutischen Effekte bewirkt, obwohl doch halb Baden-Würrtemberg per Trinkwasser aus dem Bodensee von diesem so hergestellten Heilmittel profitieren müsste. Ist aber nicht so - weder Schwaben noch die Badener sind deutlich gesünder wie der bundesrepublikanische Rest.
Warum ist das so?
Ganz einfach: Bei der Potenzierung geht es um rhythmische Verschüttelung und nicht (oder zumindest erst sekundär) um eine Verdünnung. Der Homöopath (sorry, die schlaue Homöopathin natürlich auch...) würde vielleicht erklären, es ginge darum, die eigentliche Heilkraft eines Heilmittels durch eine rhythmische Verschüttelung peu-a-peu von ihrem materiellen Träger zu trennen. Also nix da mit einfacher Verdünnung. So einfach ist das...
Die Potenzierung ist neben dem Ähnlichkeitsprinzip das grosse Mysterium der Homöopathie. Eigentlich ist nicht klar, wie Samuel Hahnemann seinerzeit auf die Potenzierung gekommen ist, er schreibt nichts dazu - er schreibt nur, wie's geht, nicht warum. Jedenfalls nicht wirklich. Hahnemann hatte im Vorfeld grosse Erfahrung mit immer weiter verdünnten (sic!) Stoffen gesammelt, aber anfangs verschüttelte er sie nicht, sondern es blieb bei reiner Verdünnung. Seine Beobachtung dabei war, dass ein verdünnter Stoff ggfs. ganz anders wirkt wie ein nicht verdünnter Stoff.
Beispiel: Früher nutzte man Quecksilber für die Behandlung der Syphilis - das klappte auch begrenzt gut, nur trugen die Patienten nachher handfeste Quecksilbervergiftungen davon. Da homöopathische Mittel ab einer bestimmten Verschüttelungs- und Verdünnungsstufe, also Potenzierung, keine materiellen Wirkstoffe mehr enthält, kann es auch keine Nebenwirkungen geben, wie wir sie von schulmedizinischen Mitteln her kennen, Vergiftungen und andere chemisch definierten Überraschungen sind ab einer bestimmten Potenz ausgeschlossen.
Hahnemann entdeckte, um beim Beispiel des Quecksilbers zu bleiben, dass eben dieses Gift in immer weiter verdünnter Form durchaus auch heilende Effekte hatte, die sich durchaus unterschieden von den Effekten, die sich durch die Gabe der Reinsubstanz einstellten. Oder anders: Je mehr er seine Mittel verdünnte, desto geringer war der toxische Effekt und desto grösser der Heilungseffekt.
Wie Hahnemann dann aber auf das Verschütteln gekommen ist, bleibt im Dunkeln - da gibt es verschiedene Ammenmärchen, die man nun glauben kann oder nicht. Einige behaupten, Hahnemann wäre auf die Idee der Verschüttelung gekommen, weil er gerne reiste und auf den holperigen Wegen, die er zurück legte, habe er beobachtet, dass seine Mittel immer wirkungsfähiger wurden. Nun ja....
Sei's drum, der grosse Meister entdeckte eines schönen Tages die Verschüttelung und paarte sie zusammen mit der stufenweisen Verdünnung zur Potenzierung. Wie eine Potenzierung im Rahmen der Herstellung eines homöopathischen Mittels abläuft, beschreibt das Movie, das ich letzt hier einstellte, recht anschaulich - ich will das also nicht noch einmal schildern. Was genau bei der Potenzierung geschieht, weiss man nicht - eine Idee ist, dass dabei der Trägerstubstanz (z.B. Zuckerkügelchen) die heilende Information aufgeprägt wird, die man durch den Potenzierungsprozess aus dem Heilmittel heraus gelöst hat. Und diese Heilinformation heilt dann beim Patienten nicht selbst und direkt, sondern sie ist im Stande, beim Patienten einen Heilungsprozess anzuregen. Letztlich ist ist es aber nicht das Mittel, das den Patienten heilt, sondern die Selbstheilungskräfte des Patienten bekommen durch das homöopathische Mittel einen kräftigen Schubs.
Und genau das kann ein schulmedizinisches Medikament nicht.
Homöopathie-Anhänger meinen oft, das ein Mittel potenziert sein müsse, um als homöopathisches Mittel genutzt werden zu können. Das aber ist falsch - und es gibt selbst Therapeuten, die das nicht wirklich begriffen haben. Homöopathie ist eine Heilmethode, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip vorgeht - was genau das ist, steht im Lexikon. Und da ist es erst einmal schnurzpiepegal, ob das Mittel nun potenziert ist oder nicht. Ich kann auch ein nicht potenziertes Mittel ohne Weiteres nach dem homöopathischen Prinzip anwenden, weil es in der Homöopathie um Ähnlichkeiten zwischen Mittelwirkung und Krankheitsprozess geht.
Das andere Problem haben die Gegner dieser schönen Heilmethode: Standardbeispiel ist der Tropfen Tinktur, der in den Bodensee geträufelt wird und der dann keine nennenswerten therapeutischen Effekte bewirkt, obwohl doch halb Baden-Würrtemberg per Trinkwasser aus dem Bodensee von diesem so hergestellten Heilmittel profitieren müsste. Ist aber nicht so - weder Schwaben noch die Badener sind deutlich gesünder wie der bundesrepublikanische Rest.
Warum ist das so?
Ganz einfach: Bei der Potenzierung geht es um rhythmische Verschüttelung und nicht (oder zumindest erst sekundär) um eine Verdünnung. Der Homöopath (sorry, die schlaue Homöopathin natürlich auch...) würde vielleicht erklären, es ginge darum, die eigentliche Heilkraft eines Heilmittels durch eine rhythmische Verschüttelung peu-a-peu von ihrem materiellen Träger zu trennen. Also nix da mit einfacher Verdünnung. So einfach ist das...
Die Potenzierung ist neben dem Ähnlichkeitsprinzip das grosse Mysterium der Homöopathie. Eigentlich ist nicht klar, wie Samuel Hahnemann seinerzeit auf die Potenzierung gekommen ist, er schreibt nichts dazu - er schreibt nur, wie's geht, nicht warum. Jedenfalls nicht wirklich. Hahnemann hatte im Vorfeld grosse Erfahrung mit immer weiter verdünnten (sic!) Stoffen gesammelt, aber anfangs verschüttelte er sie nicht, sondern es blieb bei reiner Verdünnung. Seine Beobachtung dabei war, dass ein verdünnter Stoff ggfs. ganz anders wirkt wie ein nicht verdünnter Stoff.
Beispiel: Früher nutzte man Quecksilber für die Behandlung der Syphilis - das klappte auch begrenzt gut, nur trugen die Patienten nachher handfeste Quecksilbervergiftungen davon. Da homöopathische Mittel ab einer bestimmten Verschüttelungs- und Verdünnungsstufe, also Potenzierung, keine materiellen Wirkstoffe mehr enthält, kann es auch keine Nebenwirkungen geben, wie wir sie von schulmedizinischen Mitteln her kennen, Vergiftungen und andere chemisch definierten Überraschungen sind ab einer bestimmten Potenz ausgeschlossen.
Hahnemann entdeckte, um beim Beispiel des Quecksilbers zu bleiben, dass eben dieses Gift in immer weiter verdünnter Form durchaus auch heilende Effekte hatte, die sich durchaus unterschieden von den Effekten, die sich durch die Gabe der Reinsubstanz einstellten. Oder anders: Je mehr er seine Mittel verdünnte, desto geringer war der toxische Effekt und desto grösser der Heilungseffekt.
Wie Hahnemann dann aber auf das Verschütteln gekommen ist, bleibt im Dunkeln - da gibt es verschiedene Ammenmärchen, die man nun glauben kann oder nicht. Einige behaupten, Hahnemann wäre auf die Idee der Verschüttelung gekommen, weil er gerne reiste und auf den holperigen Wegen, die er zurück legte, habe er beobachtet, dass seine Mittel immer wirkungsfähiger wurden. Nun ja....
Sei's drum, der grosse Meister entdeckte eines schönen Tages die Verschüttelung und paarte sie zusammen mit der stufenweisen Verdünnung zur Potenzierung. Wie eine Potenzierung im Rahmen der Herstellung eines homöopathischen Mittels abläuft, beschreibt das Movie, das ich letzt hier einstellte, recht anschaulich - ich will das also nicht noch einmal schildern. Was genau bei der Potenzierung geschieht, weiss man nicht - eine Idee ist, dass dabei der Trägerstubstanz (z.B. Zuckerkügelchen) die heilende Information aufgeprägt wird, die man durch den Potenzierungsprozess aus dem Heilmittel heraus gelöst hat. Und diese Heilinformation heilt dann beim Patienten nicht selbst und direkt, sondern sie ist im Stande, beim Patienten einen Heilungsprozess anzuregen. Letztlich ist ist es aber nicht das Mittel, das den Patienten heilt, sondern die Selbstheilungskräfte des Patienten bekommen durch das homöopathische Mittel einen kräftigen Schubs.
Und genau das kann ein schulmedizinisches Medikament nicht.