wie lange dauert denn meine Therapie?
veröffentlicht am: Mittwoch, den 27. Februar
Homöopathische Therapien können dauern...
...oder auch nicht.
Menschen sind individuelle und auch ihre Krankheiten sind individuell - nicht zuletzt ist es genau diese Individualität, die die Homöopathie als ihren Grundpfeiler erhebt. Und da die Individualität im Zentrum steht, lassen sich auch keine Pauschalaussagen darüber machen, wann eine Therapie nun erfolgreich abgeschlossen sein wird. Trotzdem ist eine der ersten fragen, die ein Therapeut gestellt bekommt, die Frage nach der möglicherweise zu erwartenden Therapiedauer (und damit verbunden und oft unausgesprochen auch die Frage, welche Kosten damit auf den Patienten zukommen).
Eine homöopathische Therapie funktioniert nicht nach dem Muster "Laborcheck > Mittelgabe > erneuter Laborcheck > Patient für geheilt befunden > Rechnung gestellt > Fall abgeschlossen". Eine homöopathische Therapie ist doch bedeutend komplexer und verändert sich mit dem Patienten. Im Laufe einer homöopathischen Therapie entwickelt sich der Patient und das ist auch gewollt so - damit muss sich aber auch die Therapie entwickeln und auf veränderte Bedingungen eingehen und Fragestellungen antworten können.
Man kann sich das etwa so vorstellen: Ein Patient kommt mit einer konkreten Fragestellung und der Therapeut sucht nach einem passenden Mittel, mit dem er initial in eine therapeutische Begegnung mit dem Patienten einsteigt. Nachfolgend wird dann ggfs. Schicht um Schicht abgetragen - und ein solcher Prozess kann u.U. Jahre dauern, kann Pausen erfordern. Eigentlich ist er nie abgeschlossen, wenn nicht der Patient irgendwann für sich selbst die Entscheidung trifft "jetzt reicht mir die therapeutische Begleitung" und ich möchte nun auf eigenen Beinen stehen".
Trptzdem gibt es ein paar Faktoren, die nicht direkt aus der Therapeut-Patienten-Beziehung heraus entstehen, sondern die als Rahmenbedingungen in diese Beziehung eingehen. Solche Faktoren, die einen Einfluss auf die Therapiedauer haben sind:
Dies sind nur ein paar Beispiele, die darauf hinweisen, dass eine Hoppladihopp-Voraussage, wann den nun eine Therapie erfolgreich beendet sein wird, nicht möglich sein wird: Vielleicht stellt sich das eher akute Problem als Ausdruck einer tiefen chronischen Störung heraus, die langwieriger Arbeit bedarf, um den gordischen Knoten zu entwirren. Vielleicht stellt sich ein Problem aber auch relativ einfach durch veränderte Lebensführung lösbar heraus und der Homöopath wird seine Aufgabe schnell für beendet erklären.
Immer wird man sich in einer Patient-Therapeuten-Beziehung erst einmal Zeit nehmen müssen, um einander näher zu kommen.
...oder auch nicht.
Menschen sind individuelle und auch ihre Krankheiten sind individuell - nicht zuletzt ist es genau diese Individualität, die die Homöopathie als ihren Grundpfeiler erhebt. Und da die Individualität im Zentrum steht, lassen sich auch keine Pauschalaussagen darüber machen, wann eine Therapie nun erfolgreich abgeschlossen sein wird. Trotzdem ist eine der ersten fragen, die ein Therapeut gestellt bekommt, die Frage nach der möglicherweise zu erwartenden Therapiedauer (und damit verbunden und oft unausgesprochen auch die Frage, welche Kosten damit auf den Patienten zukommen).
Eine homöopathische Therapie funktioniert nicht nach dem Muster "Laborcheck > Mittelgabe > erneuter Laborcheck > Patient für geheilt befunden > Rechnung gestellt > Fall abgeschlossen". Eine homöopathische Therapie ist doch bedeutend komplexer und verändert sich mit dem Patienten. Im Laufe einer homöopathischen Therapie entwickelt sich der Patient und das ist auch gewollt so - damit muss sich aber auch die Therapie entwickeln und auf veränderte Bedingungen eingehen und Fragestellungen antworten können.
Man kann sich das etwa so vorstellen: Ein Patient kommt mit einer konkreten Fragestellung und der Therapeut sucht nach einem passenden Mittel, mit dem er initial in eine therapeutische Begegnung mit dem Patienten einsteigt. Nachfolgend wird dann ggfs. Schicht um Schicht abgetragen - und ein solcher Prozess kann u.U. Jahre dauern, kann Pausen erfordern. Eigentlich ist er nie abgeschlossen, wenn nicht der Patient irgendwann für sich selbst die Entscheidung trifft "jetzt reicht mir die therapeutische Begleitung" und ich möchte nun auf eigenen Beinen stehen".
Trptzdem gibt es ein paar Faktoren, die nicht direkt aus der Therapeut-Patienten-Beziehung heraus entstehen, sondern die als Rahmenbedingungen in diese Beziehung eingehen. Solche Faktoren, die einen Einfluss auf die Therapiedauer haben sind:
- die Stärke der Lebenskraft, hier v.a. auch das Alter des Patienten: Je jünger Patenten sind, desto grösser ist die Chance einer schnellen und umfassenden Heilung
- das Lebensumfeld und die Art und Weise der Lebensführung: Homöopathische Therapien sind kein Ersatz für ungesunde Lebensführung - sowohl auf der körperlichen wie auf der psychischen Ebene
- die Reaktionsfähigkeit des Organismus, d.h. die Fähigkeit des Organismus, auf therapeutische Reize zu antworten: Chronisch kranke Menschen mit vielen voraus gegangenen Therapien haben oft ihre Reaktionsfähigkeit verloren und sind in eine Regulationsstarre hinein geraten, die erste einmal aufgebrochen werden muss
- die Krankheitsprozess selbst; eine Heftigkeit, seine voran gehende Dauer, die Frage, wie tief er bereits den Organismus geschädigt hat
- erbliche und konstitutionelle Faktoren - manche Menschen haben ein ganzes Paket an gesundheitlichen Belastungen von den Ahnen mitbekommen, hier bedarf es oft langer Vorarbeit bis man endlich an den Kern der Problematik heran kommt
- die störenden Einflüsse, z.B. durch falsch gelaufene Therapien (auch homöopathische!), aber auch durch andere Lebensumstände. Eine besondere Rolle spielen hier Impfungen, aber auch Psychopharmaka
- die Frage, ob der Patient überhaupt gesund werden will und nicht vielleicht Profit aus seiner Krankheit zieht (ja, auch das gibt es!)
- das Eingebettetsein in einen stützenden sozialen Kontext: Jemand der von einer intakten Partnerschaft oder Familie aufgefangen, aber durchaus auch -im positiven Sinne- gefordert wird, hat grössere Chancen auf eine schnelle Heilung
Dies sind nur ein paar Beispiele, die darauf hinweisen, dass eine Hoppladihopp-Voraussage, wann den nun eine Therapie erfolgreich beendet sein wird, nicht möglich sein wird: Vielleicht stellt sich das eher akute Problem als Ausdruck einer tiefen chronischen Störung heraus, die langwieriger Arbeit bedarf, um den gordischen Knoten zu entwirren. Vielleicht stellt sich ein Problem aber auch relativ einfach durch veränderte Lebensführung lösbar heraus und der Homöopath wird seine Aufgabe schnell für beendet erklären.
Immer wird man sich in einer Patient-Therapeuten-Beziehung erst einmal Zeit nehmen müssen, um einander näher zu kommen.