ich bin zu fett!
veröffentlicht am: Donnerstag, den 24. September
O.K. - ich bin in die Jahre gekommen. Und jedes Jahr,
das ich hinter mich gebracht habe, hat Suren
hinterlassen - Spuren in Form von deutlich sichtbaren
Pölsterchen. Im Sommer waren diese Dinger besonders
augenfällig und nun müssen sie weg. Nur wie...?
Einfach nur weniger essen ist es wohl nicht. da kriege ich nur Hunger. Fettaugen zählen bringt es auch nicht, denn Fett ist ja eigentlich gesund. Vielleicht liegt's ja an den Kohlehydraten - doch was mache ich dann mit den Gummibärchen...?
“Fett macht fett” war gestern. Heute wird den Kohlenhydraten der Krieg erklärt. Eine Diät mit viel Fleisch und Eiern, dafür "low-carb" – wenig Kohlenhydrate. Den Big-Mac gibt’s nur noch ohne Brötchen. Denn Brot gehört bei dieser Diät zu den Dickmachern. Ebenso wie Kartoffeln, Nudeln, Reis. Auch Obst steht nicht auf diesem Speiseplan. Eine Revolution unserer Ernährung ?
Tatsächlich konnte man feststellen, dass eine Verschiebung der Kalorienaufnahme von Fetten zugunsten von Kohlehydraten langfristig zu mehr statt zu weniger Gewicht führt oder aber Leute die nur einfach Fett reduzieren nehmen nicht dauerhaft ab.
Gegessen werden also nur noch "low-carb"-Nudeln, -Pizza, -Brot, -Schokolade mit extra wenig Kohlenhydraten. In den USA bereits ein Milliardengeschäft - doch wie bei so vielen eigentlich guten Ansätzen wird mit der low-carb-Hype schnell das Kind mit dem Bade ausgekippt.
Doch jetzt mal langsam: Machen Kohlenhydrate wirklich dick?
Das ist der teuflische Mechanismus des Dickwerdens mit kohlehydratbasierter Abnehmerei: Wir denken, Fett sei böse, also lassen wir soviel wie möglich weg. Nun macht Fett aber satt und weil wir nichts davon essen, haben wir bleibenden Hunger. Den ersetzen wir mit Kohlehydraten (sagt ja auch Herr Pudel und seine Freunde). Kohlehydrate kurbeln aber den Insulinstoffwechsel an, der Körper schüttet Insulin ins Blut aus um die Kohlehydrate zu verarbeiten. Das passiert auch mehr oder minder schnell - und dann...? Dann fällt der Insulinspiegel wieder ab. Und ein niedriger Insulin-Spiegel macht Hunger. Und dieses Karussell dreht sich umso schneller, je “raffinierter” die Kohlehydrate sind - und die Mehrzahl der Kohlehydrate, die wir als moderne Menschen so futtern, sind raffiniert. Oder anders: Kohlehydrate machen Hunger, machen dick - aber leider nicht richtig satt.
Was lernen wir daraus?
Fett macht zugebenermassen dick (aber das macht alles was wir essen). Wenn wir weniger dick machendes Fett essen wollen dürfen wir nicht den Fehler begehen, Fett durch Kohlehydrate zu ersetzen - sonst wird das nix. Aber genau diesen Fehler begehen nicht wenige unserer Diät-Fanatiker.
“Die Frage ist, gibt es tatsächlich Kohlenhydrate, die günstiger sind im Sinne von slow-carb, also langsamen Kohlenhydraten, gegenüber low-carb, also wenig Kohlenhydraten. Ich würde mich eher für das slow-carb aussprechen als für low-carb. Ich denke, bei low-carb wird man auf die Dauer einen Mangel an einigen Nährstoffen haben, mit ziemlicher Sicherheit sogar, insbesondere auch an Vitaminen und anderen Komponenten, die man braucht für eine gesunde Ernährung.”, so Professor Dr. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung
Was wir aber wirklich tun können ist dies: Erst mal mehr bewegen und weniger essen (daran führt einfach kein Weg vorbei). Und das, was wir dann essen, sollte einen geringeren Kohlehydratanteil haben - wobei ich gleich sagen möchte, dass die Low-carb-Hype, die von unseren amerikanischen Freunden herüber schwappt auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Wie eben bei den meisten Diäten (und Atkins, die Diät ganz ohne Kohlehydrate ist eh Mist).
Wenn wir schon Kohlehydrate essen wollen, dann bitte solche, die nicht gleich verstoffwechselt sind. Und das heisst in der Praxis: Viel frisches Gemüse und viel Obst - keine Gummibärchen und auch keine Nudeln, wenig Brot etc. Auf Fleisch zu verzichten macht nicht schlank, sondern kann aus ganz anderen Gründen sinnvoll sein - aber das ist ein anderes Thema.
Also: Slow-carb, Wir kennen Vergleichbares bei der so genannten Glyx-Diät. Das Prinzip heisst also nicht “low” – wenig Kohlehydrate, sondern vor Allem “slow” - langsame Kohlenhydrate. Die langsamen Kohlehydrate haben einen niedrigen “glykämischen Index”. Gut sind demnach Fleisch oder Nüsse, verboten dagegen Bananen, Kartoffeln und Wassermelone. Gemüse ist erlaubt und auch manches Süsse, bei der "low-carb-Diät" streng verboten.:
...und da haben die Gummibärchen kaum eine Chance.
Irgendwo musste doch ein Haken an der Sache sein!
Einfach nur weniger essen ist es wohl nicht. da kriege ich nur Hunger. Fettaugen zählen bringt es auch nicht, denn Fett ist ja eigentlich gesund. Vielleicht liegt's ja an den Kohlehydraten - doch was mache ich dann mit den Gummibärchen...?
“Fett macht fett” war gestern. Heute wird den Kohlenhydraten der Krieg erklärt. Eine Diät mit viel Fleisch und Eiern, dafür "low-carb" – wenig Kohlenhydrate. Den Big-Mac gibt’s nur noch ohne Brötchen. Denn Brot gehört bei dieser Diät zu den Dickmachern. Ebenso wie Kartoffeln, Nudeln, Reis. Auch Obst steht nicht auf diesem Speiseplan. Eine Revolution unserer Ernährung ?
Tatsächlich konnte man feststellen, dass eine Verschiebung der Kalorienaufnahme von Fetten zugunsten von Kohlehydraten langfristig zu mehr statt zu weniger Gewicht führt oder aber Leute die nur einfach Fett reduzieren nehmen nicht dauerhaft ab.
Gegessen werden also nur noch "low-carb"-Nudeln, -Pizza, -Brot, -Schokolade mit extra wenig Kohlenhydraten. In den USA bereits ein Milliardengeschäft - doch wie bei so vielen eigentlich guten Ansätzen wird mit der low-carb-Hype schnell das Kind mit dem Bade ausgekippt.
Doch jetzt mal langsam: Machen Kohlenhydrate wirklich dick?
Das ist der teuflische Mechanismus des Dickwerdens mit kohlehydratbasierter Abnehmerei: Wir denken, Fett sei böse, also lassen wir soviel wie möglich weg. Nun macht Fett aber satt und weil wir nichts davon essen, haben wir bleibenden Hunger. Den ersetzen wir mit Kohlehydraten (sagt ja auch Herr Pudel und seine Freunde). Kohlehydrate kurbeln aber den Insulinstoffwechsel an, der Körper schüttet Insulin ins Blut aus um die Kohlehydrate zu verarbeiten. Das passiert auch mehr oder minder schnell - und dann...? Dann fällt der Insulinspiegel wieder ab. Und ein niedriger Insulin-Spiegel macht Hunger. Und dieses Karussell dreht sich umso schneller, je “raffinierter” die Kohlehydrate sind - und die Mehrzahl der Kohlehydrate, die wir als moderne Menschen so futtern, sind raffiniert. Oder anders: Kohlehydrate machen Hunger, machen dick - aber leider nicht richtig satt.
Was lernen wir daraus?
Fett macht zugebenermassen dick (aber das macht alles was wir essen). Wenn wir weniger dick machendes Fett essen wollen dürfen wir nicht den Fehler begehen, Fett durch Kohlehydrate zu ersetzen - sonst wird das nix. Aber genau diesen Fehler begehen nicht wenige unserer Diät-Fanatiker.
“Die Frage ist, gibt es tatsächlich Kohlenhydrate, die günstiger sind im Sinne von slow-carb, also langsamen Kohlenhydraten, gegenüber low-carb, also wenig Kohlenhydraten. Ich würde mich eher für das slow-carb aussprechen als für low-carb. Ich denke, bei low-carb wird man auf die Dauer einen Mangel an einigen Nährstoffen haben, mit ziemlicher Sicherheit sogar, insbesondere auch an Vitaminen und anderen Komponenten, die man braucht für eine gesunde Ernährung.”, so Professor Dr. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung
Was wir aber wirklich tun können ist dies: Erst mal mehr bewegen und weniger essen (daran führt einfach kein Weg vorbei). Und das, was wir dann essen, sollte einen geringeren Kohlehydratanteil haben - wobei ich gleich sagen möchte, dass die Low-carb-Hype, die von unseren amerikanischen Freunden herüber schwappt auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Wie eben bei den meisten Diäten (und Atkins, die Diät ganz ohne Kohlehydrate ist eh Mist).
Wenn wir schon Kohlehydrate essen wollen, dann bitte solche, die nicht gleich verstoffwechselt sind. Und das heisst in der Praxis: Viel frisches Gemüse und viel Obst - keine Gummibärchen und auch keine Nudeln, wenig Brot etc. Auf Fleisch zu verzichten macht nicht schlank, sondern kann aus ganz anderen Gründen sinnvoll sein - aber das ist ein anderes Thema.
Also: Slow-carb, Wir kennen Vergleichbares bei der so genannten Glyx-Diät. Das Prinzip heisst also nicht “low” – wenig Kohlehydrate, sondern vor Allem “slow” - langsame Kohlenhydrate. Die langsamen Kohlehydrate haben einen niedrigen “glykämischen Index”. Gut sind demnach Fleisch oder Nüsse, verboten dagegen Bananen, Kartoffeln und Wassermelone. Gemüse ist erlaubt und auch manches Süsse, bei der "low-carb-Diät" streng verboten.:
- Gut sind demnach Fleisch oder Nüsse, ebenso sind Gemüse erlaubt und auch manches Süsse (was bei low-carb streng verboten ist)
- Verboten dagegen sind z.B. Bananen, Kartoffeln und Wassermelone
...und da haben die Gummibärchen kaum eine Chance.
Irgendwo musste doch ein Haken an der Sache sein!