Blasenentzündungen mit homöopathischen Mitteln behandeln
veröffentlicht am: Dienstag, den 13. Oktober
Nun, der Sommer hat sich verabschiedet und langsam
geht die Jahreszeit bereits in den Winter über - aber
gerade dieses Wetter, bei dem wir dazu tendieren uns
witterungsunangepasst oft noch zu dünn zu kleiden
weil wir den Sommer noch fest halten wollen oder uns
bei gedacht warmem Wetter auf kalte Unterlagen
setzen, führt oft zu Reizungen des Harnsystems mit
den entsprechenden Folgen. Nicht jeder mag hier
gleich reagieren, aber gerade Frauen mit ihren
entwicklungsgeschichtlich doch deutlich zu kurzen
Harnröhren (hat Gott hier konstruktiv geschlampt?)
haben mitunter schneller eine Blasenentzündung als
ihnen lieb ist.
Fangen wir bei den medizinischen Sachverhalten an - was ist eine Blasenentzündung also überhaupt, was spielt sich dabei pathophysiologisch im Körper ab?
Wie schon angedeutet - eine Blasenentzündung betrifft meist Frauen, weil Frauen eine kürzere Harnröhre haben als Männer und allein schon durch ihre anatomische Gestaltung eher von Keimen besiedelt werden kann und die dann in die Blase und eventuell auch in Richtung Niere wandern können. Bei Männern tritt eine Ballenentzündung in Folge einer Prostata-Vergrösserung, bei Blasentumoren oder Blasensteinen auf oder auch, sehr selten, bei einer ererbten Fehlbildung der Blase oder der Harnröhre.
Der Begriff „Blasenentzündung“ wird oft recht unexakt im Zusammenhang mit mehreren Störungen, welche allerdings ähnliche Symptome haben, verwendet: einmal der häufige Harndrang, dann bei Auffälligkeiten des Urins wie z.B. übler Geruch oder Trübung des Urins und schliesslich auch bei Unterbauchbeschwerden. Ähnliche Beschwerden können auch durch andere Faktoren ausgelöst werden, so z.B. Antibiotika, bestimmte Formen der Antibaby-Pille, hormonelle Störungen, Stress, Ernährungsfaktoren, Nahrungsmittelallergien, hygienische Problemedie eigentliche Zystitis ist eine Entzündung der Blase in Folge einer Infektion, meist verursacht durch Eindringen von Bakterien wie E. coli.
Die Symptome einer Blasenentzündung bestehen in ständigem Harndrang, auch nachts, Druckgefühl in der Blase und Schmerzen im Unterbauch, der Harnröhre, evtl. im Genitalbereich, der Urin ist trübe, hat schleimige, evtl. auch blutige Beimengungen und riecht unangenehm. Eine Blaseninfektion neigt dazu, immer wieder aufzutreten. Bei einer chronischen Zystitis findet man dann Unterbauchbeschwerden, ständiges Druckgefühl in der Blase.
Wenn solche Beschwerden länger als 48 h anhalten, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Der Arzt wird sicher Antibiotika verordnen, aber Antibiotika sind per se nichts Schlechtes und machen -zum richtigen Zeitpunkt angewandt und bei der richtigen Indikation verordnet- ihren Sinn. Antibiotika sollte man auch exakt nach Vorgabe einnehmen und nicht bei der ersten Besserung der Beschwerden wieder absetzen, weil man nun meint, die restliche Heilung liefe dann schon von alleine weiter.
Doch machen wir uns ein paar Gedanken darum, welche Rolle eine Blasenentzündung im Gesamtorganismus überhaupt spielt:
Die Blase gehört zu den Ausscheidungsorganen. Alle diesen Organe filtern Dinge, die der Körper nicht verträgt und die er wieder los werden will - die Blase steht dabei am Ende der Kette. Gleichzeitig ist die Blase Teil des so genannten Urogenitalsystems, eines Systems, das eine Einheit bildet und das Geschlechtssystem mit den Ausscheidungsfunktionen der Niere verbindet. Wir können dies oft daran nachvollziehen, wenn gerade junge Frauen bei Liebesproblemen Blasenreizungen bekommen (man spricht dann von der so genannten „Honeymoon-Zystitis“). Bildlich gesprochen könnte man den vermehrten Urinfluss in einer solchen Situation mit dem Tränenfluss vergleichen - die Blase fängt an zu weinen.
Eine anderer Gesichtspunkt findet sich dort, wo wir an den Druck in der Blase denken, der uns letztlich zum Urinieren veranlasst. Wird der psychische Druck zu gross, muss der Mensch den Druck abbauen - eine klare Analogie zur Blasenfunktion. Soweit der pathophysiologische Zusammenhang auf der körperlichen Ebene wie auch der Ebene der psychoorganischen Verknüpfung.
Die Möglichkeiten einer an bloss klinischen Symptomen ausgerichteten homöopathischen Therapie sind begrenzt. Versuchen kann man die nachfolgenden Mittel, wenn die Symptomatik passt - allerdings sollte man sich im Klaren darüber sein, das Homöpathie keine diagnoseorientierte, sondern eine beschwerdeorientierte Therapie ist. Und man sollte ein wenig Wissen über Potenzen und Mittelgabe haben - wenn nicht, lässt man besser die Finger davon
Nachfolgende homöopathische Mittel könnten bei Blasenentzündungen passen (gewählt wird das Mittel, bei welchem die Beschreibung am Ehesten auf das Patientenproblem zutrifft; dabei stehen die häufigsten Mittel bei dieser Indikation jeweils am Anfang. Wenn sich dadurch keine Verbesserungen einstellen, sollte man jedoch einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen, auch können viele Beschwerden erfolgreich mit Osteopathie, Chiropraktik, Akupunktur oder Physiotherapie behandelt werden) - aufgezählt seine die allerwichtigsten Mittel, die die Homöopathie bei diesen Problemen zu bieten hat .
Trotzdem noch einmal der Warnhinweis: Wenn solche Beschwerden länger als 48 h anhalten, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Auch ein Heilpraktiker ist dann nicht mehr die richtige Anlaufstelle, denn ein Heilpraktiker kann keine Antibiotika verordnen. Und Antibiotika verhindern ein Aufsteigen des Infektes in Richtung Niere. Passiert dass, sollte man sich durchaus schon einmal mit dem Begriff „Dialyse“ bekannt machen...
Aber soweit wollen wir es ja mit Hilfe der Homöopathie oder Naturheilkunde ja erst gar nicht kommen lassen.
sind zum Beispiel die, die man unten stehend finden kann:
Grundsätzlich kann man dies machen:
Hygienische Massnahmen bei einer Blasenentzündung
Ernährungsweise:
Nahrungsergänzungen:
Phytotherapie:
Biochemie nach Schüssler:
Aromatherapie:
Farbtherapie:
Physikalische Therapien, Anwendungen etc.:
die Sicht der Schulmedizin
Fangen wir bei den medizinischen Sachverhalten an - was ist eine Blasenentzündung also überhaupt, was spielt sich dabei pathophysiologisch im Körper ab?
Wie schon angedeutet - eine Blasenentzündung betrifft meist Frauen, weil Frauen eine kürzere Harnröhre haben als Männer und allein schon durch ihre anatomische Gestaltung eher von Keimen besiedelt werden kann und die dann in die Blase und eventuell auch in Richtung Niere wandern können. Bei Männern tritt eine Ballenentzündung in Folge einer Prostata-Vergrösserung, bei Blasentumoren oder Blasensteinen auf oder auch, sehr selten, bei einer ererbten Fehlbildung der Blase oder der Harnröhre.
Der Begriff „Blasenentzündung“ wird oft recht unexakt im Zusammenhang mit mehreren Störungen, welche allerdings ähnliche Symptome haben, verwendet: einmal der häufige Harndrang, dann bei Auffälligkeiten des Urins wie z.B. übler Geruch oder Trübung des Urins und schliesslich auch bei Unterbauchbeschwerden. Ähnliche Beschwerden können auch durch andere Faktoren ausgelöst werden, so z.B. Antibiotika, bestimmte Formen der Antibaby-Pille, hormonelle Störungen, Stress, Ernährungsfaktoren, Nahrungsmittelallergien, hygienische Problemedie eigentliche Zystitis ist eine Entzündung der Blase in Folge einer Infektion, meist verursacht durch Eindringen von Bakterien wie E. coli.
Die Symptome einer Blasenentzündung bestehen in ständigem Harndrang, auch nachts, Druckgefühl in der Blase und Schmerzen im Unterbauch, der Harnröhre, evtl. im Genitalbereich, der Urin ist trübe, hat schleimige, evtl. auch blutige Beimengungen und riecht unangenehm. Eine Blaseninfektion neigt dazu, immer wieder aufzutreten. Bei einer chronischen Zystitis findet man dann Unterbauchbeschwerden, ständiges Druckgefühl in der Blase.
Wenn solche Beschwerden länger als 48 h anhalten, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Der Arzt wird sicher Antibiotika verordnen, aber Antibiotika sind per se nichts Schlechtes und machen -zum richtigen Zeitpunkt angewandt und bei der richtigen Indikation verordnet- ihren Sinn. Antibiotika sollte man auch exakt nach Vorgabe einnehmen und nicht bei der ersten Besserung der Beschwerden wieder absetzen, weil man nun meint, die restliche Heilung liefe dann schon von alleine weiter.
eine etwas ganzheitlicher Zugang
Doch machen wir uns ein paar Gedanken darum, welche Rolle eine Blasenentzündung im Gesamtorganismus überhaupt spielt:
Die Blase gehört zu den Ausscheidungsorganen. Alle diesen Organe filtern Dinge, die der Körper nicht verträgt und die er wieder los werden will - die Blase steht dabei am Ende der Kette. Gleichzeitig ist die Blase Teil des so genannten Urogenitalsystems, eines Systems, das eine Einheit bildet und das Geschlechtssystem mit den Ausscheidungsfunktionen der Niere verbindet. Wir können dies oft daran nachvollziehen, wenn gerade junge Frauen bei Liebesproblemen Blasenreizungen bekommen (man spricht dann von der so genannten „Honeymoon-Zystitis“). Bildlich gesprochen könnte man den vermehrten Urinfluss in einer solchen Situation mit dem Tränenfluss vergleichen - die Blase fängt an zu weinen.
Eine anderer Gesichtspunkt findet sich dort, wo wir an den Druck in der Blase denken, der uns letztlich zum Urinieren veranlasst. Wird der psychische Druck zu gross, muss der Mensch den Druck abbauen - eine klare Analogie zur Blasenfunktion. Soweit der pathophysiologische Zusammenhang auf der körperlichen Ebene wie auch der Ebene der psychoorganischen Verknüpfung.
der Lösungsansatz der Homöopathie - ganz praktisch
Die Möglichkeiten einer an bloss klinischen Symptomen ausgerichteten homöopathischen Therapie sind begrenzt. Versuchen kann man die nachfolgenden Mittel, wenn die Symptomatik passt - allerdings sollte man sich im Klaren darüber sein, das Homöpathie keine diagnoseorientierte, sondern eine beschwerdeorientierte Therapie ist. Und man sollte ein wenig Wissen über Potenzen und Mittelgabe haben - wenn nicht, lässt man besser die Finger davon
Nachfolgende homöopathische Mittel könnten bei Blasenentzündungen passen (gewählt wird das Mittel, bei welchem die Beschreibung am Ehesten auf das Patientenproblem zutrifft; dabei stehen die häufigsten Mittel bei dieser Indikation jeweils am Anfang. Wenn sich dadurch keine Verbesserungen einstellen, sollte man jedoch einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen, auch können viele Beschwerden erfolgreich mit Osteopathie, Chiropraktik, Akupunktur oder Physiotherapie behandelt werden) - aufgezählt seine die allerwichtigsten Mittel, die die Homöopathie bei diesen Problemen zu bieten hat .
- Arsenicum album: brennende Beschwerden im Unterbauch; ängstliche Ruhelosigkeit; Frieren
- Lycopodium: vermehrter Harndrang; Rückenschmerzen in der Nierengegend, die etwas besser durch Urinieren werden;beim und nach dem Urinieren schmerzhaftes Brennen in der Harnröhre; rotes Sediment; scharfer Uringeruch
- Cantharis: unaufhörlicher Harndrang; Unfähigkeit, die Blase vollständig zu entleeren; Brennen vor und nach dem Urinieren; heftige, tropfenweiser, auch unwillkürlicher Urinabgang; brennende, schneidende Schmerzen in der Harnröhre und im Unterbauch; Schmerzen im unteren Rücken, die v.a. am Nachmittag schlimmer werden; Blut im Urin; grosse Berührungsempfindlichkeit; Reizbarkeit
- Nux vomica: Druck in der Harnblase, häufiges Wasserlassen, aber es kommt jedes Mal nur eine kleine Menge; schlechter nach geistiger Anstrengung, nach Kaffee und anderen Stimulanzien, im Freien
- Therebinthia: Harndrang; brennende Beschwerden nach dem Urinieren, Schmerzen im unteren Rückenbereich; Blut im Urin; Prickeln im Auge; Schläfrigkeit, aber Ruhe verschlimmert die Beschwerden; spazieren Gehen an der frischen Luft bessert die Beschwerden
- Sepia: unkontrollierter Urinabgang beim Lachen, Husten, Niesen; Harndrang; Beschwerden schlimmer nachts und nach Geschlechtsverkehr
- Aconitum: schmerzhaftes Urinieren in kleinen Mengen; Beschwerden schlimmer mit stärker werdendem Harndrang; innere Unruhe; Gefühl von Hitze; Durst
- Chimophila: empirisch bei Zystitis mit stinkendem Urin, v.a. bei Prostatikern und Diabetikern; schleimig-eitriges Sediment
- Mercurius sublimatus corrosivus: entzündete Harnröhre mit eitrigem Sekret; ständiger schmerzhafter Harndrang; tropfenweiser Abgang blutigen, eitrigen Schleims; Beschwerden nachts schlimmer
- Tarantula: hohes Fieber; heftigste Schmerzen in der Blasengegend; Blasengegend geschwollen und hart; starke Ruhelosigkeit, grosse hast und Eile
- Apis: scharfe, stechende Schmerzen im Unterbauch; häufiger Harndrang; trüber, heisser und blutiger Urin; Beschwerden schlechter durch Wärme und besser durch Kälte; Stimmung schwankt zwischen Reizbarkeit und Apathie; durstlos; Abneigung gegen eng anliegende Kleidung; Abneigung gegen Wärme
- Dulcamara: Blasenbeschwerden nach Einwirkung feuchter Kälte, v.a. im Herbst; häufiges Wasserlassen; schmerzende Harnröhre während des Wasserlassens; blutiger Urin; chronisch gereizte Blase; Beschwerden besser durch Wärme
- Capsicum: vergeblicher Harndrang; Blasenschmerzen; Stechen und Brennen in der vorderen Harnröhre, v.a. während und nach dem Urinieren; berührungsempfindliche Blasengegend
- Belladonna: brennende Beschwerden im Harnröhrenverlauf; plötzlicher Harndrang, der auch nach dem Urinieren weiter besteht; Blase empfindlich gegen Erschütterung; hellroter Urin mit kleinen Blutkoageln darin; Hitzewallungen, Schweissausbrüche; grosse innere Unruhe; v.a. bei beginnender Blasenentzündung
- Berberis: schleimiger Urin; brennende, ausstrahlende Schmerzen, die nach dem Wasser lassen und durch Ruhe schlimmer werden
- Causticum: häufiger Harndrang, aber nichts kommt; dann aber ca. 15 Minuten später unfreiwilliger Urinabgang, Harndrang beim Husten und Schnäuzen schlimmer; stechende Schmerzen beim Öffnen der Harnröhre starke Kälteempfindlichkeit
- Mercurius solubilis: unwiderstehlicher Harndrang; Schmerzen in der Harnröhre und an den äusseren Geschlechtsteilen während und nach dem Urinieren; Beschwerden nachts schlimmer; übel riechender Schweiss, Nachtschweiss; empfindlich gegen Temperaturschwankungen
Trotzdem noch einmal der Warnhinweis: Wenn solche Beschwerden länger als 48 h anhalten, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Auch ein Heilpraktiker ist dann nicht mehr die richtige Anlaufstelle, denn ein Heilpraktiker kann keine Antibiotika verordnen. Und Antibiotika verhindern ein Aufsteigen des Infektes in Richtung Niere. Passiert dass, sollte man sich durchaus schon einmal mit dem Begriff „Dialyse“ bekannt machen...
Aber soweit wollen wir es ja mit Hilfe der Homöopathie oder Naturheilkunde ja erst gar nicht kommen lassen.
die Möglichkeiten naturheilkundlicher Selbsthilfe
sind zum Beispiel die, die man unten stehend finden kann:
Grundsätzlich kann man dies machen:
- Um die Keime auszutreiben und den Urin zu alkalisieren, sollte man alle 20 Minuten einen 1/4 l Wasser mit einem Zusatz an Bicarbonat (z.B. Basica-granulat®) trinken (den Bicarbonat-Zusatz aber bitte nicht überdosieren, 1 Teel. innerhalb von 3 h reicht).
- Erhöhung der Trinkmenge: Man sollte mindestens
3 l Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Der Urin
sollte klar fliessen. Dem Getränk kann man
Bicarbonat zusetzen (s.o.) - es kann auch eine
Kräutertee sein - siehe unter „Phytotherapie“
Hygienische Massnahmen bei einer Blasenentzündung
- Toilettenpapier immer nur in der Richtung von vorne nach hinten benutzen - eine Grundregel nicht nur bei akuten Infektionen
- Hände nach dem Toilettengang waschen
- Intimtoilette mit zusatzfreien, pH-neutralen Waschlotionen; keine Intimdeos usw. verwenden
- Intimregion unbedingt trocken halten, eventuell nach dem Waschen föhnen, dabei Einmalwaschutensilien verwenden
- regelmässige Sitzbäder mit desinfizierenden Stoffen, evtl. Verwendung eines Bidets
- Baumwollunterwäsche verwenden und täglicher Wäschewechsel; Wäsche mit biologischem Waschmittel waschen
- auf die Benutzung von Tampons zeitweise
verzichten - sie reizen zu sehr und schwächen die
physiologischen Verhältnisse in der Intimregion
noch weiter
Ernährungsweise:
- Bevorzugung von vegetarischer Kost, zumindest Erhöhung der Aufnahme von Obst und Gemüsen (diese alkalisieren das Körpermilieu)
- Trinken von Preiselbeer-Saft und Gerstenwasser - beide enthalten Stoffe, die ähnlich wie Antibiotika wirken
- Meidung bestimmter Gemüse, da sie bekannt dafür sind, dass sie Blasenbeschwerden verschlimmern können: v.a. Spargel, Spinat, rote Bete, Möhren, Kartoffeln und Tomaten sind gut, ebenso Zitrusfrüchte, Erdbeeren. Meidung von Fleisch, von Milchprodukten und jeglichem Junk-Food.
- Nach Abschluss einer evtl. Antibiotika-Behandlung isst man grössere Mengen an Naturjoghurt für etwa eine Woche zu sich nehmen um die Darmflora wieder aufzubauen.
Nahrungsergänzungen:
- Methionin-Präparate zur Harnansäuerung - in der
Apotheke kann man sich hierzu beraten lassen (wenn
man das Glück hat einen Apotheker zu finden, der
Ahnung davon hat)
Phytotherapie:
- Odermennigtee (Agrimoniae herb.)
- Brennnesseltee (Urticae herb.)
- Schafgarbentee (Millefolii flos. v. herb.)
- Bärentraubenblättertee (Uvae ursi fol.)
- Wacholderbeerentee (Juniperi fruct.)
Biochemie nach Schüssler:
- Ferrum phosphoricum
- Kalium chloratum
- Silicea
- Magnesium phosphoricum
- Biochemie nach Schüssler ist KEINE Homöopathie
- auch wenn diese Mittel potenziert sind. Trotzdem
sollte man eine gewisse Grundkenntnis besitzen, wie
diese Mittel ausgewählt und gegeben werden
Aromatherapie:
- Zedernhölz-, Neroli- und Teebaumöl
- Diese Mittel lassen sich zur Raumbedampfung mit
den üblichen Aromalampen nutzen, aber auch
Sitzbäder kann man mit Zugabe einiger Tropfen der
Öle machen
Farbtherapie:
- eine Bestrahlung der Blasenregion mit
orangefarbenem Licht wirkt sich heilend aus
Physikalische Therapien, Anwendungen etc.:
- Ansteigende Fuss- und Sitzbäder.
- Kälte- oder Wärmeanwendungen auf dem Unterbauch
- Nun noch ein paar Übungen zur Vorbeugung:
- Ganz wichtig ist so genanntes „Miktionstraining“ (Miktion = Vorgang des Urinlassens): langsames Training eines normalen Rhythmus zum Wasserlassen; d.h. dem Drang nicht sofort nachgeben, sondern die Blase trainieren, auch einem grossen Druck stand zu halten; es sollte erreicht werden, mindestens 4 h ohne Toilettengang auszukommen. Im Prinzip geht es um Beckenbodengymnastik - genauso wie es Frauen aus der Schwangerschaftsgymnastik kennen.