was ist eigentlich Krankheit?

Krankheiten sind Störungen der körperlichen und/oder seelischen Funktionen, die einen Grad erreichen, der die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden eines Lebewesens subjektiv oder intersubjektiv wahrnehmbar negativ beeinflussen. Soweit halboffizielle -oder zumindest etablierte Ansichten über den Krankheitsbegriff.

Noch reduktionistischer mögen Definitionen z.B. der Sozialversicherungen sein: Hiernach gilt als Krankheit nur das, was eine medizinische Therapie oder Krankenpflege erfordert und/oder eine Arbeitsunfähigkeit nach sich zieht - also nur das, was die Versicherung bezahlen muss.

Ähnlich wenig aussagekräftig ist diese Definition: Krankheit ist Abwesenheit von Gesundheit - Aha!

Krankheitsursachen sind mannigfaltig: So kann zwischen angeborenen und erworbenen Krankheiten, sowie inneren und äusseren Krankheitsursachen unterschieden werden. Bei der Mehrzahl der Krankheiten kann man allerdings keine einzelne Ursache dingfest machen, so dass man Risikofaktoren herauszuarbeiten versucht (siehe z.B. Herzinfarkt). Mittels Symptomatologie und verschiedensten Diagnoseverfahren wird in der etablierten Schulmedizin versucht, ein spezifisches oder auch unspezifisches Beschwerdebild einer Diagnose zu zuzuführen.

Der Krankheit selbst geht eine Vorgeschichte voraus. Krankheit führt - behandelt oder unbehandelt - zu Heilung, Remission, einem Rezidiv (oder mehreren Rezidiven), Leiden oder Tod.

Nach der allgemein weit verbreiteten und etablierten Auffassung ist eine Erkrankung somit ein Konglomerat von Erscheinungen des Körpers und unserer Psyche, an denen wir leiden und die unser Leben erschweren.