das britische Unterhaus wendet sich gegen die Homöopathie
veröffentlicht am: Sonntag, den 28. Februar
In einem Gutachten kommt ein Ausschuss des britischen
Unterhauses zu dem Ergebnis, dass homöopathische
Arzneien nichts weiter als ein Placebo seien. Der
Gesetzgeber wird nun aufgefordert, die Mittel aus dem
Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitsdienstes
(National Health Service, NHS) zu streichen. Der
Unterhausausschuss forderte zudem die
Zulassungsbehörde MHRA auf, homöopathische Arzneien
nur noch zuzulassen, wenn die Wirksamkeit in
randomisierten klinischen Studien belegt sei. Von
weiterer Forschung riet der Ausschuss ab, die Belege
zur Unwirksamkeit seien zu massiv. In Großbritannien
läuft seit geraumer Zeit eine Kampagne gegen die
Homöopathie. An vorderster Stelle agiert die Gruppe
Sense about Science. Nach Recherchen des Journalisten
Claus Fritzsche ist sie „eine fantasievolle
Inszenierung“ der Pharmalobby. Zu den Finanziers
gehören unter anderem GlaxoSmithKline, Pfizer und die
Association of the British Pharmaceutial Industry
(ABPI).
Die Aussagen deuten darauf hin, dass die Grundlage des Papiers die Meta-Analyse von Shang et al Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? ist. Auch der Lancet stützte sich 2005 auf diese, wie es hieß, größte Homöopathie-Studie aller Zeiten und postulierte das Ende der Homöopathie. Heute wissen wir, die Studie ist fehlerhaft, es wurden „Äpfel mit Birnen“ verglichen. Zwei Studien aus dem Jahr 2008 widerlegen Shang et al und werfen den Forschern grobe handwerkliche Fehler vor – sie widersprachen nicht (Studien siehe unten).
Curt Kösters, 1. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), hält es für „ein ehrenwertes Unterfangen, wenn das Parlament nichts mehr bezahlen will, was nicht evidenzbasiert ist“, allerdings müsse dann die „konventionelle Medizin weitestgehend abgeschafft werden“, befürchtet Kösters. Er verweist beispielhaft auf die unsichere Datenlage bei Grippeimpfungen, in der Chirurgie, der Psychotherapie, vor allem aber auch im großen Bereich der Behandlung multimorbider Patienten: „Belegt durch Doppelblindstudien ist immer nur der Idealfall einer Monotherapie, für die real existierende Polypharmakotherapie gibt es nur eine sehr geringe Evidenz.“ Die Homöopathie ist eine Arzneitherapie, in der immer nur ein Wirkstoff zum Einsatz kommt und hier für „gibt es eine Evidenz in Form von Studien“, so Kösters.
Zu einem völlig anderen Ergebnis als die britische Untersuchung kam 2006 der HTA-Bericht (Health Technology Assessment) zur Homöopathie, den die Schweizer Regierung im Rahmen eines Programms zur Evaluation der Komplementärmedizin (PEK) in Auftrag gegeben hatte: Die Wirksamkeit der Homöopathie kann unter Berücksichtigung von internen und externen Validitätskriterien als belegt gelten, die professionelle sachgerechte Anwendung als sicher.
Die Aussagen deuten darauf hin, dass die Grundlage des Papiers die Meta-Analyse von Shang et al Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? ist. Auch der Lancet stützte sich 2005 auf diese, wie es hieß, größte Homöopathie-Studie aller Zeiten und postulierte das Ende der Homöopathie. Heute wissen wir, die Studie ist fehlerhaft, es wurden „Äpfel mit Birnen“ verglichen. Zwei Studien aus dem Jahr 2008 widerlegen Shang et al und werfen den Forschern grobe handwerkliche Fehler vor – sie widersprachen nicht (Studien siehe unten).
Curt Kösters, 1. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), hält es für „ein ehrenwertes Unterfangen, wenn das Parlament nichts mehr bezahlen will, was nicht evidenzbasiert ist“, allerdings müsse dann die „konventionelle Medizin weitestgehend abgeschafft werden“, befürchtet Kösters. Er verweist beispielhaft auf die unsichere Datenlage bei Grippeimpfungen, in der Chirurgie, der Psychotherapie, vor allem aber auch im großen Bereich der Behandlung multimorbider Patienten: „Belegt durch Doppelblindstudien ist immer nur der Idealfall einer Monotherapie, für die real existierende Polypharmakotherapie gibt es nur eine sehr geringe Evidenz.“ Die Homöopathie ist eine Arzneitherapie, in der immer nur ein Wirkstoff zum Einsatz kommt und hier für „gibt es eine Evidenz in Form von Studien“, so Kösters.
Zu einem völlig anderen Ergebnis als die britische Untersuchung kam 2006 der HTA-Bericht (Health Technology Assessment) zur Homöopathie, den die Schweizer Regierung im Rahmen eines Programms zur Evaluation der Komplementärmedizin (PEK) in Auftrag gegeben hatte: Die Wirksamkeit der Homöopathie kann unter Berücksichtigung von internen und externen Validitätskriterien als belegt gelten, die professionelle sachgerechte Anwendung als sicher.
Pressemittteilung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte