Arzneimittelbild: Causticum
veröffentlicht am: Donnerstag, den 24. Juli
Causticum kommt in der Natur originär nicht vor,
sondern es handelt sich um den frisch gebrannten
Marmorkalk, der nach Hahnemanns Vorschrift mit
schwefelsaurem Kalium verarbeitet wird
Chemisch ist Causticum ist ein Destillat aus Calciumoxid und Kaliumhydrogenphosphat, enthalten sind sowohl Kalium- als auch Ammonium-Verbindungen. Da die in den Ausgangsstoffen enthaltenen Elemente sich bei der Herstellung des Causticums unlöslich niederschlagen und dieser Niederschlag abgeschieden wird, wurde immer wieder behauptet worden, dass Causticum nichts als Wasser enthalte. In der homöopathischen Anwendung lässt sich jedoch eine deutliche Wirksamkeit nachweisen.
Zu den wichtigsten körperlichen Leitsymptomen von Causticum zählen Lähmungen einzelner Körperteile, sowie Krämpfe. Man sieht Progrediente Lähmungen, Gelenk- und Sehnenschmerzen, trockener, krampfhafter Husten. Oder aber es fallen Warzen an Fingerspitzen, Augenlidern, Nase und Wangen auf.
Oft handelt es sich um entkräfteter, körperlich und psychisch erschöpfte Patienten; krankhaft empfindliche Typen, die leicht frieren. Oft gehen diesen Causticum-Zuständen lang dauernde emotionale Belastung voraus gehend. Caust erschöpft das Nervensystem, entsprechend müde und ausgelaugt sind Pat. in einem Caust-Zustand.
Die Patienten sind intellektuelle Idealisten, sie sind überkritisch und starr in ihrem Denken; oft sind sie in ärgerlicher, reizbarer Stimmung, aber wir finden sie auch weinerlich. Sie sind warmherzig mit grossem Mitgefühl für Andere, brauchen aber auch selbst Zuwendung; romantisch; ängstlich;
Ursache bzw. Auslöser von Causticum-Pathologien sind oft lang anhaltende psychische, aber auch körperliche Überlastungen; lang bestehender Kummer haben zu Hoffnungslosigkeit und lähmender Angst geführt. Caust ist ein perfektionistischer Idealist, der alles sehr ernst nimmt, der Angst vor Fehlern hat und daher erst handelt, wenn alles überschaubar geworden ist; schliesslich entsteht aus dieser Angst allgemeine Lähmung. Er/sie kämpft gegen die unerträgliche Ungerechtigkeit, wird dabei zum revoltierenden Einzelgänger und überfordert sich damit. Caust-Menschen machen sich das Leben schwer, sind oft ein Einzelgänger mit Tendenz zur Revolte (ein Zerrbild eines Causticum-Typus mag vielleicht Che Guevara gewesen sein). Im Sozialverhalten stehen einerseits das Mitgefühl mit der leidenden Kreatur im Vordergrund, andererseits das rigide Einfordern von Gehorsam.
Meist sind es Männer (Frauen sind weniger idealistisch und analytisch; sie wirken sensibel, ängstlich, leicht zu Tränen gerührt, sind aber doch nicht sehr emotional)
Nur selten wird Caust ein Akutmittel sein.
Im Vordergrund stehen Störungen des neuromuskulären Systems und Gelenk- und Sehnenschmerzen, aber auch der typische Causticum-Husten: Wir haben Lähmungen z.B. im Blasen- oder Gesichtsbereich, z.B. Lähmungen der Stimmbänder, aber auch andree generaliserte Lähmungen wie z.B. MS. Die Beschwerden entwickeln sich langsam. Causticum kann das passende Mittel bei bestimmten Ausprägungen von Husten sein, bei Problemen im Bereich Rektum und Blase, sowie der Haut und den Augen.
Die Beschwerden von Caust (“Ätzkalk“!) sind v.a. brennend, aber auch reissend und ziehend - so als habe man rohes Fleisch an sich.
Wichtige, im Vordergrund stehende Leitsymptome von Causticum-Pathologien sind:
Wichtige Indikationen für Causticum sind z.B:
Bewegungssystem:
Verdauungssystem:
Harnsystem:
Geschlechtssystem:
Atmungssystem:
Nervenssystem:
Augen / Sehen:
Ohren / Hören
Haut / Haare:
Psyche
Pädiatrie
Differentialdiagnostisch sollte man Causticum abgrenzen gegen Kalium carbonicum, wlches Caust oft ersetzen oder ergänzen kann, gerade bei Atemwegserkrankungen aber auch bei Bescherden mit prämenstrueller Verschlimmerung kommt es in Frage. Phosphorus ist wie auch Caust ein wichtiges Mittel bei entzündlichen Atemwegsprozessen, andere Mittel wären hier Ammonium carbonicum, Iodum, Kalium bichomicum. An Gelsemium sollte man bei Lähmungen denken
Causticum gibt man eher in höheren Potenzen, ggfs. wiederholt bis zu 2x in der Woche
Wer mehr zu homöopathischen Arzneimittelbildern wissen will, schaut sich mal meine Arzneimittelbildsammlung auf CD an...
Chemisch ist Causticum ist ein Destillat aus Calciumoxid und Kaliumhydrogenphosphat, enthalten sind sowohl Kalium- als auch Ammonium-Verbindungen. Da die in den Ausgangsstoffen enthaltenen Elemente sich bei der Herstellung des Causticums unlöslich niederschlagen und dieser Niederschlag abgeschieden wird, wurde immer wieder behauptet worden, dass Causticum nichts als Wasser enthalte. In der homöopathischen Anwendung lässt sich jedoch eine deutliche Wirksamkeit nachweisen.
Zu den wichtigsten körperlichen Leitsymptomen von Causticum zählen Lähmungen einzelner Körperteile, sowie Krämpfe. Man sieht Progrediente Lähmungen, Gelenk- und Sehnenschmerzen, trockener, krampfhafter Husten. Oder aber es fallen Warzen an Fingerspitzen, Augenlidern, Nase und Wangen auf.
Oft handelt es sich um entkräfteter, körperlich und psychisch erschöpfte Patienten; krankhaft empfindliche Typen, die leicht frieren. Oft gehen diesen Causticum-Zuständen lang dauernde emotionale Belastung voraus gehend. Caust erschöpft das Nervensystem, entsprechend müde und ausgelaugt sind Pat. in einem Caust-Zustand.
Die Patienten sind intellektuelle Idealisten, sie sind überkritisch und starr in ihrem Denken; oft sind sie in ärgerlicher, reizbarer Stimmung, aber wir finden sie auch weinerlich. Sie sind warmherzig mit grossem Mitgefühl für Andere, brauchen aber auch selbst Zuwendung; romantisch; ängstlich;
Ursache bzw. Auslöser von Causticum-Pathologien sind oft lang anhaltende psychische, aber auch körperliche Überlastungen; lang bestehender Kummer haben zu Hoffnungslosigkeit und lähmender Angst geführt. Caust ist ein perfektionistischer Idealist, der alles sehr ernst nimmt, der Angst vor Fehlern hat und daher erst handelt, wenn alles überschaubar geworden ist; schliesslich entsteht aus dieser Angst allgemeine Lähmung. Er/sie kämpft gegen die unerträgliche Ungerechtigkeit, wird dabei zum revoltierenden Einzelgänger und überfordert sich damit. Caust-Menschen machen sich das Leben schwer, sind oft ein Einzelgänger mit Tendenz zur Revolte (ein Zerrbild eines Causticum-Typus mag vielleicht Che Guevara gewesen sein). Im Sozialverhalten stehen einerseits das Mitgefühl mit der leidenden Kreatur im Vordergrund, andererseits das rigide Einfordern von Gehorsam.
Meist sind es Männer (Frauen sind weniger idealistisch und analytisch; sie wirken sensibel, ängstlich, leicht zu Tränen gerührt, sind aber doch nicht sehr emotional)
Nur selten wird Caust ein Akutmittel sein.
Im Vordergrund stehen Störungen des neuromuskulären Systems und Gelenk- und Sehnenschmerzen, aber auch der typische Causticum-Husten: Wir haben Lähmungen z.B. im Blasen- oder Gesichtsbereich, z.B. Lähmungen der Stimmbänder, aber auch andree generaliserte Lähmungen wie z.B. MS. Die Beschwerden entwickeln sich langsam. Causticum kann das passende Mittel bei bestimmten Ausprägungen von Husten sein, bei Problemen im Bereich Rektum und Blase, sowie der Haut und den Augen.
Die Beschwerden von Caust (“Ätzkalk“!) sind v.a. brennend, aber auch reissend und ziehend - so als habe man rohes Fleisch an sich.
Wichtige, im Vordergrund stehende Leitsymptome von Causticum-Pathologien sind:
- allmähliche Lähmung auf allen Ebenen
- körperliche Ebene: Lähmende Müdigkeit; Blasen-, Gesichts-, Stimmbandlähmung
- emotionale Ebene: Lähmung vor Angst, inneres Leid wird zurück gehalten; Leiden in Folge von Kummer)
- geistige Ebene: Caust hat starre Ansichten, zeigt aber auch u.U. Gleichgültigkeit; Caust leidet unter Gedächtnisstörungen
- Caust kann Ungerechtigkeiten nicht ertragen, zeigt deutliche Autoritätsprobleme und eine Neigung zu Idealismus und Revolte
- Depression, Hysterie, Ängstlichkeit
- krampfartiger Reizhusten mit Rauheit und Kribbeln im Hals; harter, trockener Husten
- Gelenk- und Sehnenschmerzen mit brennenden Schmerzen
- Kälte, trockene und kalte Luft, bei klarem und schönem Wetter, am Abend, Durchnässung
- bei Regenwetter
- durch kleine Schlucke kalten Wassers
Wichtige Indikationen für Causticum sind z.B:
Bewegungssystem:
- Gelenk- und Rückenschmerzen / Arthritis / Arthrose
- rheumatische Beschwerden mit reissenden oder ziehenden Schmerzen, Steifheit und Schwellung
- Schulter-Arm-Syndrom
- Dupuytren-Kontaktur / Karpaltunnel-Syndrom
Verdauungssystem:
- Obstipation
Harnsystem:
- Inkontinenz / Blasenatonie
Geschlechtssystem:
- Dysmenorrhoe
- Fluor vaginalis
Atmungssystem:
- Bronchitis
- Schnupfen / Rhinitis
- Laryngitis
- Stimmbandlähmungen
Nervenssystem:
- Kopfschmerzen / Migräne
- Schwindel
- Lähmungen
- Gesichtsneuralgie
Augen / Sehen:
- entzündliche Augenerkrankungen (Konjunktivitis / Blepharitis)
- Ptosis
Ohren / Hören
- Otitiden
Haut / Haare:
- trockene Ekzeme
- Verbrennungen / Verbrühungen / Sonnenbrand / Erfrierungen
- Warzen
- Herpesinfektionen
Psyche
- Angst
- Depression / Traurigkeit / Trauer / Suizidalität
Pädiatrie
- Bettnässen
Differentialdiagnostisch sollte man Causticum abgrenzen gegen Kalium carbonicum, wlches Caust oft ersetzen oder ergänzen kann, gerade bei Atemwegserkrankungen aber auch bei Bescherden mit prämenstrueller Verschlimmerung kommt es in Frage. Phosphorus ist wie auch Caust ein wichtiges Mittel bei entzündlichen Atemwegsprozessen, andere Mittel wären hier Ammonium carbonicum, Iodum, Kalium bichomicum. An Gelsemium sollte man bei Lähmungen denken
Causticum gibt man eher in höheren Potenzen, ggfs. wiederholt bis zu 2x in der Woche
Wer mehr zu homöopathischen Arzneimittelbildern wissen will, schaut sich mal meine Arzneimittelbildsammlung auf CD an...