Aggravation
siehe unter "Verschlechterung"
Ähnlichkeitsgesetz
Ähnlichkeit ist der Dreh- und Angelpunkt der Homöopathie. Das Wort "Homöopathie" kommt aus dem Griechischen und heisst nicht Anderes als "durch Ähnliches heilen".
Es geht um eine Ähnlichkeit zwischen einer vorliegenden Krankheitssymptomatik und der Symptomatik, die ein Arznei- oder Heilmittel in den speziellen Forschungen zur Mittelwirkung zeigen kann. Dabei interessieren nicht nur die etwas "gröberen" Beobachtungen, wie wir sie aus der naturwissenschaftlichen Forschung kennen, sondern es geht um eine sehr differenzierte Beobachtung der Veränderungen - sowohl auf der Seite des untersuchten Heilmittels, wie auf der seite des zu behandlenden Patienten.
Das Mittel, dessen Wirkungssysmptomatik in der Untersuchung des Mittels der Krankheitssymptomatik des zu behandelnden Patienten am nächsten kommt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Mittel sein, das die Krankheit heilt.
Ganz wichtig: Ein homöopathisches Mittel ist nicht deshalb homöopathisch, weil es potenziert ist, oder weil "DHU" drauf steht, sondern weil eben diese Ähnlichkeitsbeziehung zwischen Mittel und Krankheit besteht. Prinzipiell kann, obwohl homöopathische Mittel in aller Regel potenziert gegeben werden, auch ein unpotenziertes Mittel (z.B. ein phytotherapeutisches Heilmittel) nach den Gesetzmässigkeiten der Homöopathie gegeben werden.
Es geht um eine Ähnlichkeit zwischen einer vorliegenden Krankheitssymptomatik und der Symptomatik, die ein Arznei- oder Heilmittel in den speziellen Forschungen zur Mittelwirkung zeigen kann. Dabei interessieren nicht nur die etwas "gröberen" Beobachtungen, wie wir sie aus der naturwissenschaftlichen Forschung kennen, sondern es geht um eine sehr differenzierte Beobachtung der Veränderungen - sowohl auf der Seite des untersuchten Heilmittels, wie auf der seite des zu behandlenden Patienten.
Das Mittel, dessen Wirkungssysmptomatik in der Untersuchung des Mittels der Krankheitssymptomatik des zu behandelnden Patienten am nächsten kommt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Mittel sein, das die Krankheit heilt.
Ganz wichtig: Ein homöopathisches Mittel ist nicht deshalb homöopathisch, weil es potenziert ist, oder weil "DHU" drauf steht, sondern weil eben diese Ähnlichkeitsbeziehung zwischen Mittel und Krankheit besteht. Prinzipiell kann, obwohl homöopathische Mittel in aller Regel potenziert gegeben werden, auch ein unpotenziertes Mittel (z.B. ein phytotherapeutisches Heilmittel) nach den Gesetzmässigkeiten der Homöopathie gegeben werden.
Akkordpotenz
Ein solches Produkt enthält ein Mittel in verschiedenen Potenzen (z.B. in D12, D15, D30). Man verspricht sich davon eine deutlichere Wirkung, aber man vermeidet dieses Vorgehen in der klassischen Homöopathie eher, da man eher auf die Gabe einer einzelnen passenden Potenz ausgerichtet ist.
Akute Krankheiten
Akute Krankheiten sind in der Betrachtungsweise homöopathischer Theorie solche Erkrankungen, die durch den kurzlebigen Ausbruch einer latenten miasmatischen Belastung auf Grund irgendeines Auslösers entsteht und die folgende Eigenschaften aufweist:
- plötzlicher Beginn
- schneller Krankheitsverlauf
- beendet ihren Verlauf mehr oder weniger schnell
- bestimmte und geringe Krankheitsdauer.
- endet auch ohne Medikamente selbständig in Form der Genesung oder auch durch den Tod
akutes Miasma
Die Postulierung eines akuten Miasma geht auf Sankaran zurück:
Sankanran sieht im akuten Miasma den Patienten ein gesundheitliches Problem als etwas temporäres aber plötzliches, gefährliches und lebensbedrohliches erfahren. Es gibt viel Hoffnung auf Wiederherstellung des Normalzustandes, aber gleichzeitig besteht eine Bedrohung für das Leben. Panik ist das Reaktionsmuster. Es kommt entweder zu einem instinktiven, reflexartigem Kampf, oder einer Fluchtreaktion.
Sankanran sieht im akuten Miasma den Patienten ein gesundheitliches Problem als etwas temporäres aber plötzliches, gefährliches und lebensbedrohliches erfahren. Es gibt viel Hoffnung auf Wiederherstellung des Normalzustandes, aber gleichzeitig besteht eine Bedrohung für das Leben. Panik ist das Reaktionsmuster. Es kommt entweder zu einem instinktiven, reflexartigem Kampf, oder einer Fluchtreaktion.
Allen; Timothy Field
Timothy Field Allen (1837-1902) wurde in Vermont/USA als Sohn eines Arztes geboren, Er besuchte das Amherst College und erlangte 1861 an der New York University einen medizinischen Grad.
In Brooklyn studierte er Homöopathie. 1867 lehrte er Anatomie am New York Homœopathic Medical College. Er war Professor für Therapie und vier Jahre später für Materia medica, für 11 Jahre (von 1882 bis 1893) war er Präsident des Collleges. Er war Mitherausgeber des US Medical and Surgical Journal von 1867 bis 1870, ebenso des New York Journal of Homœopathy von 1873 bis 74. Ausserdem war er Direktor einer Armenklinik in Middletown, New York, das für Jahrzehnte das Zentrum homöopathischer Forschung und Praxis war.
Über 10 Jahre lang arbeitete er an einer 12bändigen Encyclopedia of Pure Materia Medica, welche ein komplettes Verzeichnis aller homöopathischen Arzneimittelprüfungen darstellte, ausserdem schrieb er eine ganze Anzahl von Büchern.
Andere Interessen Allens widmeten sich der Musik und der Botanik; er war als Or´ganist und als Komponist bekannt und leitete die New York Botanical Gardens.
Sein Sohn, Paul Allen, erlangte seinen Doktorgrad am New York Medical College 1889. Er lehrte dann dort Materia Medica und praktizierte über 40 Jahre lang als homöopathischer Arzt.
Wichtige Veröffentlichungen:
Allen ergänzte die drei klassischen Miasmen um die „Pseudo-Psora (=tuberkulinisches Miasma) Allen fokussierte sein Engagement auf die verborgenen Vorgänge im Organismus, welche in dessen Tiefe zur Krankheit führen. Chronische Krankheiten werden als von Miasmen verursacht angesehen, von welchen sich ein Mensch nicht alleine befreien kann. Das Gleichgewicht im Organismus wird trotz vorhandener Krankheit aufrecht erhalten, indem die Miasmen äusserlich wahrnehmbare Symptome produziere. Wird nur diese Oberfläche behandelt, geht der tiefer liegende eigentliche Krankheitsprozesse auf zentralere Organisationstrukturen über, die miasmatische Schädigung schreitet damit voran. Alle chronischen, d.h. miasmatisch versachten Krankheiten laufen in aufeinander folgenden Stadien mit einer nicht vorhersagbaren Symptomatik ab. Eine homöopathische Therapie ermöglicht eine Umkehr dieses Prozesses im Sinne einer „retrograden Metamorphose“, dazu ist es jedoch vonnöten die Charakteristik des jeweils aktiven Miasmas zu erfassen und eben dieses zu behandeln.
In Brooklyn studierte er Homöopathie. 1867 lehrte er Anatomie am New York Homœopathic Medical College. Er war Professor für Therapie und vier Jahre später für Materia medica, für 11 Jahre (von 1882 bis 1893) war er Präsident des Collleges. Er war Mitherausgeber des US Medical and Surgical Journal von 1867 bis 1870, ebenso des New York Journal of Homœopathy von 1873 bis 74. Ausserdem war er Direktor einer Armenklinik in Middletown, New York, das für Jahrzehnte das Zentrum homöopathischer Forschung und Praxis war.
Über 10 Jahre lang arbeitete er an einer 12bändigen Encyclopedia of Pure Materia Medica, welche ein komplettes Verzeichnis aller homöopathischen Arzneimittelprüfungen darstellte, ausserdem schrieb er eine ganze Anzahl von Büchern.
Andere Interessen Allens widmeten sich der Musik und der Botanik; er war als Or´ganist und als Komponist bekannt und leitete die New York Botanical Gardens.
Sein Sohn, Paul Allen, erlangte seinen Doktorgrad am New York Medical College 1889. Er lehrte dann dort Materia Medica und praktizierte über 40 Jahre lang als homöopathischer Arzt.
Wichtige Veröffentlichungen:
- Ophthalmic Therapeutics (1874)
- The Encyclopedea of Pure Materia medica 1874-1879
- The Symptom Register (1880)
- Handbook of Materia Medica and Homeopathic Therapeutics (1889)
- Boenninghausen's Therapeutic Pocket Book translator (1891)
- A Primer of Materia Medica (1892)
- Pocket Characteristics (1894)
Allen ergänzte die drei klassischen Miasmen um die „Pseudo-Psora (=tuberkulinisches Miasma) Allen fokussierte sein Engagement auf die verborgenen Vorgänge im Organismus, welche in dessen Tiefe zur Krankheit führen. Chronische Krankheiten werden als von Miasmen verursacht angesehen, von welchen sich ein Mensch nicht alleine befreien kann. Das Gleichgewicht im Organismus wird trotz vorhandener Krankheit aufrecht erhalten, indem die Miasmen äusserlich wahrnehmbare Symptome produziere. Wird nur diese Oberfläche behandelt, geht der tiefer liegende eigentliche Krankheitsprozesse auf zentralere Organisationstrukturen über, die miasmatische Schädigung schreitet damit voran. Alle chronischen, d.h. miasmatisch versachten Krankheiten laufen in aufeinander folgenden Stadien mit einer nicht vorhersagbaren Symptomatik ab. Eine homöopathische Therapie ermöglicht eine Umkehr dieses Prozesses im Sinne einer „retrograden Metamorphose“, dazu ist es jedoch vonnöten die Charakteristik des jeweils aktiven Miasmas zu erfassen und eben dieses zu behandeln.
Allgemeinsymptom
Allgemeinsymptome sind typische Veränderungen des Allgemeinbefindens die Krankheitszuständen begleiten. Bei der Mittelfindung spielen sie eine eher tertiäre Rolle.
Alternativmedizin
siehe unter "Komplementärmedizin"
alternierende Krankheiten
Alternierende Krankheiten sind im Wechsel auftretende Krankheiten (Beispiel: Abwechseln von Asthma bronchiale und Hautproblemen).
Anthroposophische Homöopathie
Die anthroposophische Homöopathie ist ein Ansatz zum homöopathischen Mittel, der sich ein wenig vom klassischen Verständnis unterscheidet.
Die Arzneimittelbilder unserer Materia medica beruhen auf Wahrnehmung. Bei Arzneimittelprüfungen werden die Symptome, die durch den eingenommenen Stoff verursacht werden, wahrgenommen und gewissenhaft notiert. Die Anthroposophen haben eine anders geschulte Wahrnehmung, ihr Ziel bei der Arzneimittelbeurteilung ist es können wir als Heilmittel verwendbare Stoffe "von innen" zu begreifen. Die homöopathischen Mittel bekommen somit eine andere Dimension, im Zentrum steht weniger die Arzneimittelprüfung, sondern viel eher die Signatur des Stoffes.
Anthroposophische Homöopathen geben ungern Potenzen oberhalb der C 30, da sie der Meinung sind, dies würde zu tief in das Wesen des Menschen eingreifen.
Die Arzneimittelbilder unserer Materia medica beruhen auf Wahrnehmung. Bei Arzneimittelprüfungen werden die Symptome, die durch den eingenommenen Stoff verursacht werden, wahrgenommen und gewissenhaft notiert. Die Anthroposophen haben eine anders geschulte Wahrnehmung, ihr Ziel bei der Arzneimittelbeurteilung ist es können wir als Heilmittel verwendbare Stoffe "von innen" zu begreifen. Die homöopathischen Mittel bekommen somit eine andere Dimension, im Zentrum steht weniger die Arzneimittelprüfung, sondern viel eher die Signatur des Stoffes.
Anthroposophische Homöopathen geben ungern Potenzen oberhalb der C 30, da sie der Meinung sind, dies würde zu tief in das Wesen des Menschen eingreifen.
Antidotierung / Antidot
Antidote sind aktive Behinderungen einer homöopathischen Wirkung (siehe auch unter dem Stichwort "Blockade").
Antidote heben die momentane Wirkung eines homöopathischen Mittels auf der Basis des Simile-Prinzips auf. Damit eine antidotierende Wirkung statt finden kann, muss das ursprüngliche Mittel überhaupt ein Wirkung haben.
Will man ein bestimmtes Homöopathikum antidotieren, sucht man einen zu dessen Mittelbild möglichst passendes anderes Mittel und verwendet dieses als Antidot. Antidote können indiziert sein bei unerwünschten Wirkungen eines gegebenen Mittels, welche man aufheben will. Das optimale Antidot ist hierbei weniger das schematisch nach Katalog gegebene Antidot, sondern das anhand der neue entstandenen Symptomatik ausgesuchte Mittel.
Ein Antidot ist mittelbezogen (vgl. mit der Blockade).
Antidote heben die momentane Wirkung eines homöopathischen Mittels auf der Basis des Simile-Prinzips auf. Damit eine antidotierende Wirkung statt finden kann, muss das ursprüngliche Mittel überhaupt ein Wirkung haben.
Will man ein bestimmtes Homöopathikum antidotieren, sucht man einen zu dessen Mittelbild möglichst passendes anderes Mittel und verwendet dieses als Antidot. Antidote können indiziert sein bei unerwünschten Wirkungen eines gegebenen Mittels, welche man aufheben will. Das optimale Antidot ist hierbei weniger das schematisch nach Katalog gegebene Antidot, sondern das anhand der neue entstandenen Symptomatik ausgesuchte Mittel.
Ein Antidot ist mittelbezogen (vgl. mit der Blockade).
Antimiasmatische Mittel
Wichtige antimiasmatische Mittel sind:
Antipsorica:
Agar, Alum, Amm-c, Amm-m, Anac, Ant-t, Apis, Arg-m, Arg-n, Ars, Aur, Bar-c, Borx, Calc, Calc-p, Carb-an, Carbo-v, Caust, Clem, Con, Cupr, Dig, Dulc, Euph, Ferr, Fl-ac, Graph, Guaj, Hep, Iod, Kali-c, Kali-i, Kali-n, Lach, Lyc, Mag-c, Mag-m, Mang-ac, Mez, Mur-ac, Nat-c, Nat-m, Nit-ac, Petr, Phos-ac, Phos, Plat, Plumb, Psor, Puls, Rhod, Sars, Sel, Sil, Stann, Staph, Silf, Sulf-ac, Zinc
Antisykotica:
1. Arg-m, Arg-n, Med, Nat-m, Nit-ac, Sep, Staph, Thuj
2. Agar, Apis, Aster, Aur, Bar-c, Calc, Caust, Dulc, Ferr, Fl-ac, Graph, Iod, Lach, Lyc, Mang-acet, Mez, Phyt, Sars, Sec, Sel, Sil, Sulf
Antisyphilitika:
Ars-i, Aur, Aur-m, Aur-m-n, Kali-j, Merc, Merc-corr, Merc-i-fl, Nit-ac, Phyt, Sil, Syph
Ars, Asaf, Calc-i, Calc-s, Carn-an, Cinn, Con, Fl-ac, Hep, Iod, Kali-ars, Kali-bi, Kali-chl, Lach, Led, Mez, Phos-ac, Phos, Sars, Staph, Sulf-iod, Sulf, Thuj
Antituberkulinika:
acet-ac., agar., ars., ars-i., bar-m., brom., calc., calc-i., calc-p., calc-s., carb-an., carb-v., carbn-s., con., dros., dulc., ferr-i., ferr-p., graph., guaj., hep., iod., kali-c., kali-n., kali-p., kali-s., kreos., lach., lyc., med., merc., nat-m., nit-ac., ph-ac., phos., plb., psor., puls., senec., seneg., sep., sil., spong., stann., sulph., ther., tub., zinc.
Anticarcerinika: ?
Mittel, welche aufgrund ihrer Wirkungstiefe gegen mehrere Miasmen wirksam sind:
Arg-m, Ars, Aur, Carb-an, Carb-v, Caust, Con, Ferr, Fl-ac, Hep, Iod, Kali-c, Lach, Lyc, Mez, Nit-ac, Petr, Phos-ac, Phos, Sars, Staph, Sulf
Auch wenn zu Hahnemanns Zeiten "nur" von den drei Miasmen: Psora, Sykose, Syphilinie die Rede sein konnte, so nehmen heutige Miasmatiker (Homöopathen mit miasmatischem Therapieschwerpunkt) noch die Cancerinie und die Tuberkulinie mit hinzu.
Antipsorica:
Agar, Alum, Amm-c, Amm-m, Anac, Ant-t, Apis, Arg-m, Arg-n, Ars, Aur, Bar-c, Borx, Calc, Calc-p, Carb-an, Carbo-v, Caust, Clem, Con, Cupr, Dig, Dulc, Euph, Ferr, Fl-ac, Graph, Guaj, Hep, Iod, Kali-c, Kali-i, Kali-n, Lach, Lyc, Mag-c, Mag-m, Mang-ac, Mez, Mur-ac, Nat-c, Nat-m, Nit-ac, Petr, Phos-ac, Phos, Plat, Plumb, Psor, Puls, Rhod, Sars, Sel, Sil, Stann, Staph, Silf, Sulf-ac, Zinc
Antisykotica:
1. Arg-m, Arg-n, Med, Nat-m, Nit-ac, Sep, Staph, Thuj
2. Agar, Apis, Aster, Aur, Bar-c, Calc, Caust, Dulc, Ferr, Fl-ac, Graph, Iod, Lach, Lyc, Mang-acet, Mez, Phyt, Sars, Sec, Sel, Sil, Sulf
Antisyphilitika:
Ars-i, Aur, Aur-m, Aur-m-n, Kali-j, Merc, Merc-corr, Merc-i-fl, Nit-ac, Phyt, Sil, Syph
Ars, Asaf, Calc-i, Calc-s, Carn-an, Cinn, Con, Fl-ac, Hep, Iod, Kali-ars, Kali-bi, Kali-chl, Lach, Led, Mez, Phos-ac, Phos, Sars, Staph, Sulf-iod, Sulf, Thuj
Antituberkulinika:
acet-ac., agar., ars., ars-i., bar-m., brom., calc., calc-i., calc-p., calc-s., carb-an., carb-v., carbn-s., con., dros., dulc., ferr-i., ferr-p., graph., guaj., hep., iod., kali-c., kali-n., kali-p., kali-s., kreos., lach., lyc., med., merc., nat-m., nit-ac., ph-ac., phos., plb., psor., puls., senec., seneg., sep., sil., spong., stann., sulph., ther., tub., zinc.
Anticarcerinika: ?
Mittel, welche aufgrund ihrer Wirkungstiefe gegen mehrere Miasmen wirksam sind:
Arg-m, Ars, Aur, Carb-an, Carb-v, Caust, Con, Ferr, Fl-ac, Hep, Iod, Kali-c, Lach, Lyc, Mez, Nit-ac, Petr, Phos-ac, Phos, Sars, Staph, Sulf
Auch wenn zu Hahnemanns Zeiten "nur" von den drei Miasmen: Psora, Sykose, Syphilinie die Rede sein konnte, so nehmen heutige Miasmatiker (Homöopathen mit miasmatischem Therapieschwerpunkt) noch die Cancerinie und die Tuberkulinie mit hinzu.
Anwendungsgebiete homöopathischer Mittel
Grundsätzlich kann man eigentlich jede Krankheit homöopathisch behandeln. Ausgenommen sind Krankheiten, die einer chirurgischen Intervention bedürfen und solche Krankheiten, die ohne eine schulmedizinische Therapie den Zustand des Patienten verschlechtern würden. Dazu gehören natürlich auch Notfälle, obwohl man selbst in Notfällen homöopathisch helfen kann. Kontraindiziert ist die Homöopathie auch dort, wo die verzögerte Einleitung einer schulmedizinischen Therapie eine Krankheit verschleppen würde.
Vor allem chronische Erkrankungen, Allergien, Abwehrschwäche oder psychosomatische Beschwerden gut mit Homöopathie zu behandeln - hier ist die Schulmedizin häufig erfolglos. Zusätzlich kann die Homöopathie nach Absprache mit dem Therapeuten bei fast allen Krankheiten als begleitende Massnahme zu schulmedizinischen Therapien eingesetzt werden, allerdings ist die Absprache oft schwierig, da nur wenige Ärzte wirklich die Wirksamkeit der Homöopathie beurteilen können. Da die Homöopathie jedoch darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte anzukurbeln, sind ihr Grenzen gesetzt, wo keine körpereigenen Abwehrkräfte mehr vorhanden sind. Schwer chronisch Kranke oder auch alte Menschen können oft nicht mehr mit grösserem Erfolg homöopathisch therapiert werden, die der Organismus seine Reaktionsfähigleit verloren hat; trotzdem kann man begleitend mit Niederpotenzen behandeln.
Müssen Stoffe ersetzt werden - zum Beispiel Insulin bei Diabetes, Gerinnungsfaktoren bei der Bluterkrankheit oder Hormone - ist die Homöopathie als Verfahren nicht ausreichend, allerdings kann eine homöopathische Therapie mitunter den Bedarf an Substitution verringern.
Akutkrankheiten sind oft einen Versuch einer homöopathischen Therapie wert, wenn dem nicht einer der oben genannten Gründe entgegen steht. Gerade Akutkrankheiten lassen sich auch im Selbsthilfeverfahren behandeln, wenn die Prinzipien der Homöopathie beachtet werden und ausreichend Kenntnisse hinsichtlich der Mittelwahl bestehen. Chronische oder wiederkehrende Krankheiten hingegen sollte man dem Fachmann überlassen.
Vor allem chronische Erkrankungen, Allergien, Abwehrschwäche oder psychosomatische Beschwerden gut mit Homöopathie zu behandeln - hier ist die Schulmedizin häufig erfolglos. Zusätzlich kann die Homöopathie nach Absprache mit dem Therapeuten bei fast allen Krankheiten als begleitende Massnahme zu schulmedizinischen Therapien eingesetzt werden, allerdings ist die Absprache oft schwierig, da nur wenige Ärzte wirklich die Wirksamkeit der Homöopathie beurteilen können. Da die Homöopathie jedoch darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte anzukurbeln, sind ihr Grenzen gesetzt, wo keine körpereigenen Abwehrkräfte mehr vorhanden sind. Schwer chronisch Kranke oder auch alte Menschen können oft nicht mehr mit grösserem Erfolg homöopathisch therapiert werden, die der Organismus seine Reaktionsfähigleit verloren hat; trotzdem kann man begleitend mit Niederpotenzen behandeln.
Müssen Stoffe ersetzt werden - zum Beispiel Insulin bei Diabetes, Gerinnungsfaktoren bei der Bluterkrankheit oder Hormone - ist die Homöopathie als Verfahren nicht ausreichend, allerdings kann eine homöopathische Therapie mitunter den Bedarf an Substitution verringern.
Akutkrankheiten sind oft einen Versuch einer homöopathischen Therapie wert, wenn dem nicht einer der oben genannten Gründe entgegen steht. Gerade Akutkrankheiten lassen sich auch im Selbsthilfeverfahren behandeln, wenn die Prinzipien der Homöopathie beachtet werden und ausreichend Kenntnisse hinsichtlich der Mittelwahl bestehen. Chronische oder wiederkehrende Krankheiten hingegen sollte man dem Fachmann überlassen.
Applikationsformen homöopathischer Mittel
Die Herstellung homöopathischer Mittel erfolgt je nach Ausgangsmaterial als Essenz, Tinktur, Lösung oder Verreibung.
Urtinkturen und Ursubstanzen: Die flüssigen Ausgangsstoffe (Essenzen, Tinkturen, Lösungen) werden zusammengefasst unter dem Namen Urtinkturen. Die festen Stoffe tragen den Namen Ursubstanzen. Beide erhalten das Kennzeichen 0. Die Urtinktur von Pulsatilla z. B. rezeptiert man so: Pulsatilla Ø.
Essenzen: Ausgangsstoff ist der Saft frisch gepresster ganzer Pflanzen oder Pflanzenteile (Blüten, Blätter), die mit 90 %igem Alkohol zur Haltbarmachung versetzt werden
Tinkturen: Ausgangsstoff ist die getrocknete, pulverisierte Pflanze oder gequetschte tierische Substanz (Biene, Ameise). Mit 90-60 %igem Alkohol werden je nach Pflanze die Inhaltsstoffe der Droge extrahiert und im Mazerationsverfahren oder durch Perkolation verarbeitet.
Lösungen: Ausgangsstoffe sind lösliche Salze und Säuren. Diese werden je nach Lösungsfähigkeit zu wässrigen oder alkoholischen Lösungen verarbeitet.
Verreibungen: Ausgangsmaterial sind unlösliche Mineralien oder feinpulverisierte getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile wie Wurzeln, Samen etc. Durch mindestens einstündiges Verreiben im Mörser werden sie mit Milchzucker zubereitet.
Dilutionen: Dilutionen sind alkoholische Arzneiverschüttelungen von verschiedenem Alkoholgehalt. Bei den Potenzen über der D 4 haben sie einen Alkoholgehalt zwischen 25 und 45 %.
Triturationen: Diese sind Milchzuckerverreibungen, in denen der Arzneigehalt von der zugegebenen flüssigen Potenz abhängig ist. Wegen der langen Verreibungsdauer verwenden heute die Firmen eigene Verreibungsmaschinen.
Tabletten: Die Milchzuckerverreibungen können als Tabletten bezogen werden. Die Tabletten sind allerdings nicht in allen Potenzen erhältlich.
Globuli: Rohrzuckerkügelchen von bestimmter Grösse werden in einer Petrischale mit der alkoholischen Potenz benetzt, getrocknet und abgefüllt.
Ampullen: In neuerer Zeit haben auch häufig Ampullen eingesetzt. Die flüssige Arznei wird in Meerwasser oder physiologischer Kochsalzlösung abgefüllt.
Salben: Salben sind 10 % Arzneigemische und haben sich in der äusseren Anwendung bewährt.
Die Herstellung und Verarbeitung homöopathischer Arzneimittel ist im homöopathischen Arzneibuch (HAB) gesetzlich geregelt. Sie werden von Firmen hergestellt und über die Apotheken vertrieben.
Urtinkturen und Ursubstanzen: Die flüssigen Ausgangsstoffe (Essenzen, Tinkturen, Lösungen) werden zusammengefasst unter dem Namen Urtinkturen. Die festen Stoffe tragen den Namen Ursubstanzen. Beide erhalten das Kennzeichen 0. Die Urtinktur von Pulsatilla z. B. rezeptiert man so: Pulsatilla Ø.
Essenzen: Ausgangsstoff ist der Saft frisch gepresster ganzer Pflanzen oder Pflanzenteile (Blüten, Blätter), die mit 90 %igem Alkohol zur Haltbarmachung versetzt werden
Tinkturen: Ausgangsstoff ist die getrocknete, pulverisierte Pflanze oder gequetschte tierische Substanz (Biene, Ameise). Mit 90-60 %igem Alkohol werden je nach Pflanze die Inhaltsstoffe der Droge extrahiert und im Mazerationsverfahren oder durch Perkolation verarbeitet.
Lösungen: Ausgangsstoffe sind lösliche Salze und Säuren. Diese werden je nach Lösungsfähigkeit zu wässrigen oder alkoholischen Lösungen verarbeitet.
Verreibungen: Ausgangsmaterial sind unlösliche Mineralien oder feinpulverisierte getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile wie Wurzeln, Samen etc. Durch mindestens einstündiges Verreiben im Mörser werden sie mit Milchzucker zubereitet.
Dilutionen: Dilutionen sind alkoholische Arzneiverschüttelungen von verschiedenem Alkoholgehalt. Bei den Potenzen über der D 4 haben sie einen Alkoholgehalt zwischen 25 und 45 %.
Triturationen: Diese sind Milchzuckerverreibungen, in denen der Arzneigehalt von der zugegebenen flüssigen Potenz abhängig ist. Wegen der langen Verreibungsdauer verwenden heute die Firmen eigene Verreibungsmaschinen.
Tabletten: Die Milchzuckerverreibungen können als Tabletten bezogen werden. Die Tabletten sind allerdings nicht in allen Potenzen erhältlich.
Globuli: Rohrzuckerkügelchen von bestimmter Grösse werden in einer Petrischale mit der alkoholischen Potenz benetzt, getrocknet und abgefüllt.
Ampullen: In neuerer Zeit haben auch häufig Ampullen eingesetzt. Die flüssige Arznei wird in Meerwasser oder physiologischer Kochsalzlösung abgefüllt.
Salben: Salben sind 10 % Arzneigemische und haben sich in der äusseren Anwendung bewährt.
Die Herstellung und Verarbeitung homöopathischer Arzneimittel ist im homöopathischen Arzneibuch (HAB) gesetzlich geregelt. Sie werden von Firmen hergestellt und über die Apotheken vertrieben.
Arzneibuch
Arzneibücher sind amtliche Verzeichnisse von Arzneimitteln mit Vorschriften über deren Zubereitung, Beschaffenheit, Aufbewahrung, Bevorratung, Prüfung, Abgabe usw.
Das Homöopathische Arzneibuch (HAB 1 von 1978) regelt die Herstellung etc. homöopathischer Arzneimittel. Es ist Bestandteil des Deutschen Arzneibuches (DAB).
Das Homöopathische Arzneibuch (HAB 1 von 1978) regelt die Herstellung etc. homöopathischer Arzneimittel. Es ist Bestandteil des Deutschen Arzneibuches (DAB).
Arzneikrankheiten
Sie entstehen durch die Anwendung von Heilmitteln und Therapien nach dem allopathischen Prinzip; von Hahnemann wurden sie als „erkünstelte Krankheiten“ bezeichnet.
Arzneikrankheiten bewirken eine vorübergehende Unterdrückung der Krankheitssymptomatik, stören aber das Gleichgewicht des Organismus und treiben so den pathologischen Prozess in der Tiefe, der für die eigentliche Krankheiten, an der der Patient leidet. voran. Therapien, die für Arzneikrankheiten verantwortlich gemacht werden können, sind alle üblichen schulmedizinischen Medikamente (insbesondere solche, die das Immunsystem und das Nervensystem und die Psyche beeinflussen), Operationen etc., aber auch Mittel der Pflanzenheilkunde und andere naturheilkundliche Therapien können dies sein. Eine besondere Bedeutung haben in dieser Beziehung die Impfungen.
Arzneikrankheiten bewirken eine vorübergehende Unterdrückung der Krankheitssymptomatik, stören aber das Gleichgewicht des Organismus und treiben so den pathologischen Prozess in der Tiefe, der für die eigentliche Krankheiten, an der der Patient leidet. voran. Therapien, die für Arzneikrankheiten verantwortlich gemacht werden können, sind alle üblichen schulmedizinischen Medikamente (insbesondere solche, die das Immunsystem und das Nervensystem und die Psyche beeinflussen), Operationen etc., aber auch Mittel der Pflanzenheilkunde und andere naturheilkundliche Therapien können dies sein. Eine besondere Bedeutung haben in dieser Beziehung die Impfungen.
Arzneimittel in der Homöopathie
Zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel werden Materialien pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Herkunft verwendet. Diese werden verdünnt und dabei gleichzeitig geschüttelt, so genanntes "Potenzieren". Am gebräuchlichsten für die Einnahme sind Zuckerkügelchen (Globuli) und Tropfen (Dilution).
In der klassischen Homöopathie werden fast nur Einzelmittel, keine Komplexmittel verwendet.
In der klassischen Homöopathie werden fast nur Einzelmittel, keine Komplexmittel verwendet.
Arzneimittelbild
Das Arzneimittelbild enthält in essentieller Form alle Angaben zur Wirksamkeit eines homöopathischen Arzneimittels. Diese Angaben resultieren aus unterschiedlichen Quellen. Neben den Arzneimittelprüfungen am Gesunden, werden auch toxikologische Erkenntnisse sowie Beobachtungen von Vergiftungen und Erfahrungen am Krankenbett berücksichtigt.
Die Arzneimittelbilder werden in der Regel nach dem Kopf-Fuss-Schema gelistet. Bei der Anamnese sollte stets das "vollständigen Symptoms" angestrebt werden, d.h. sind für die Beschwerden auslösende Momente, Modalitäten und Begleitbeschwerden zu ermitteln. Die Symptome nehmen dadurch eine Form an, die am besten mit dem Arzneimittelbild und den Arzneimittelverzeichnissen (Repertorien) verglichen werden können.
Mittlerweile kennt man weit mehr als 2000 Arzneimittelbilder, in deisen ist zusammen gefasst
die grobtoxischen Wirkungen eines Mitteln (Vz.B. die ergiftungserscheinungen bei Tollkirsche, Bienengift, Arsen...)
die Prüfungsergebnisse (man prüft die Arzneien an gesunden Versuchspersonen, die man ein Mittel über längere Zeit täglich einnehmen lässt, bis sich Symptome entwickeln. Registriert werden sie dann vor allem, wenn sie sich bei möglichst vielen Versuchspersonen wieder hervorrufen lassen)
die klinischen Erfahrungen (bei der homöopathischen Behandlung werden oft überraschende positive Wirkungen auf Symptome gefunden, die bisher für dieses Mittel nicht bekannt waren. Gehäufte Erfahrungen dieser Art werden ebenfalls als diesem Mittel zugehörig registriert)
Aus diesen drei Beobachtungsmöglichkeiten ergibt sich das für ein homöopathisches Mittel typische Arzneimittelbild mit Symptomen auf der geistig-seelischen, der allgemein-vegetativen und der organischen Ebene.
Die Arzneimittelbilder werden in der Regel nach dem Kopf-Fuss-Schema gelistet. Bei der Anamnese sollte stets das "vollständigen Symptoms" angestrebt werden, d.h. sind für die Beschwerden auslösende Momente, Modalitäten und Begleitbeschwerden zu ermitteln. Die Symptome nehmen dadurch eine Form an, die am besten mit dem Arzneimittelbild und den Arzneimittelverzeichnissen (Repertorien) verglichen werden können.
Mittlerweile kennt man weit mehr als 2000 Arzneimittelbilder, in deisen ist zusammen gefasst
die grobtoxischen Wirkungen eines Mitteln (Vz.B. die ergiftungserscheinungen bei Tollkirsche, Bienengift, Arsen...)
die Prüfungsergebnisse (man prüft die Arzneien an gesunden Versuchspersonen, die man ein Mittel über längere Zeit täglich einnehmen lässt, bis sich Symptome entwickeln. Registriert werden sie dann vor allem, wenn sie sich bei möglichst vielen Versuchspersonen wieder hervorrufen lassen)
die klinischen Erfahrungen (bei der homöopathischen Behandlung werden oft überraschende positive Wirkungen auf Symptome gefunden, die bisher für dieses Mittel nicht bekannt waren. Gehäufte Erfahrungen dieser Art werden ebenfalls als diesem Mittel zugehörig registriert)
Aus diesen drei Beobachtungsmöglichkeiten ergibt sich das für ein homöopathisches Mittel typische Arzneimittelbild mit Symptomen auf der geistig-seelischen, der allgemein-vegetativen und der organischen Ebene.
Arzneimittellehre
siehe unter "Materia medica"
Arzneimittellehre, klinische
Eine Erweiterung der reinen Arzneimittellehre um die Erfahrungen aus der Klinik der homöopathischen Mittelanwednung
Arzneimittellehre, reine
Die reine Arzneimittellehre ist eine reine Auflistung aller in homöopathischen Arzneimittelprüfungen gewonnenen Einzelsymptome, ohne ihre Deutung oder Umschreibung. Insbesondere ist damit Hahnemanns selbst verfasstes mehrbändiges Werk gemeint.
Arzneimittelprüfer
Eine Person, an der ein Mittel im Rahmen einer Arzneimittelprüfung geprüft wird Der ideale Prüfer ist derjenige, der selbst gesund, intelligent, empfindlich, sensitiv, empfänglich für Reizungen und letztlich auch glaubwürdig ist.
Prüfung werden bei einer Prüfung genau überwacht und angeleitet.
Prüfung werden bei einer Prüfung genau überwacht und angeleitet.
Arzneimittelprüfung
Darunter verstehen wir die Erforschung einer Arznei. Eine homöopathische Behandlung beruht auf der Kenntnis der Symptome, die eine Arznei bei einem gesunden Menschen auslösen kann. Deshalb werden in der Homöopathie Arzneimittelprüfungen nur mit gesunden Menschen durchgeführt, würde man einen Kranken systematisch auf seine Symptome hin untersuchen, wüsste man nicht, wie ein Mittel eigentlich wirkt.
Viele in der Homöopathie als Ursubstanzen verwendeten Stoffe sind giftig oder können aufgrund ihrer Herkunft und Weiterverarbeitung gesundheitsschädlich sein. Für eine homöopathische Arzneimittelprüfung werden deshalb entsprechend geringe Dosen der Ursubstanz oder Verdünnungen verwendet. Während der Prüfung werden die am gesunden Menschen festgestellten Veränderungen (Symptome) festgehalten. Diese Prüfungen folgen sehr strengen Regeln, sowohl was die Durchführungsweise als auch die Berichterstattung der Probanden angeht. Das Ergebnis dieser Prüfungen wird in Arzneimittellehren (Materiae medicae) katalogisiert. Für die Auswahl eines passenden Arzneimittels erleichtern nach Symptomen geordnete Repertorien die Auswahl.
Arzneimittelprüfungen werden bis heute durchgeführt. Inzwischen wurden über 2000 Substanzen geprüft und es kommen ständig weitere hinzu. Oft werden Arzneimittelprüfungen jedoch nicht als Doppelblindstudie durchgeführt, was die Anwendung dieser Prüfungen in Frage stellt (siehe auch: Kritik: Kein belastbarer Nachweis der Wirksamkeit), die Dppelblindstudie ist zwar das von der etablierten Naturwissenschaft geforderte Nachweisverfahren, aber sie eignet sich nur mit allergrössten Einschränkungen für idividualisierende naturheilkundliche Verfahren .
Homöopathische Arzneimittelprüfungen sind nicht mit Arzneimittelprüfungen nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) zu vergleichen. Bei homöopathischen Arzneimittelprüfungen wird nicht eine erwartete Wirksamkeit überprüft, sondern beobachtet, ob und welche Symptome durch ein homöopathisches Arzneimittel hervorgerufen werden können.
Zum praktischen Ablauf: Eine gesunde Gruppe von Prüflingen nimmt dabei das zu untersuchende homöopathische Mittel in einer C 30-Potenz (oder höher) täglich ein und zwar ohne das Mittel zu kennen. Aus einer grösseren Gruppe bekommen immer nur einige überhaupt Symptome. Treten diese allerdings bei mehreren Personen auf, werden sie in die Symptomensammlung, das Repertorium aufgenommen (nicht zu verwechseln mit Repetitorium).
Übrigens ist so eine Prüfung für einen starken, gesunden Organismus harmlos, und die Prüfsymptome verschwinden wieder nach kurzer Zeit. In der Gesamtheit der so gefundenen Symptome entsteht das Arzneimittelbild des jeweils zu prüfenden Mittels.
Viele in der Homöopathie als Ursubstanzen verwendeten Stoffe sind giftig oder können aufgrund ihrer Herkunft und Weiterverarbeitung gesundheitsschädlich sein. Für eine homöopathische Arzneimittelprüfung werden deshalb entsprechend geringe Dosen der Ursubstanz oder Verdünnungen verwendet. Während der Prüfung werden die am gesunden Menschen festgestellten Veränderungen (Symptome) festgehalten. Diese Prüfungen folgen sehr strengen Regeln, sowohl was die Durchführungsweise als auch die Berichterstattung der Probanden angeht. Das Ergebnis dieser Prüfungen wird in Arzneimittellehren (Materiae medicae) katalogisiert. Für die Auswahl eines passenden Arzneimittels erleichtern nach Symptomen geordnete Repertorien die Auswahl.
Arzneimittelprüfungen werden bis heute durchgeführt. Inzwischen wurden über 2000 Substanzen geprüft und es kommen ständig weitere hinzu. Oft werden Arzneimittelprüfungen jedoch nicht als Doppelblindstudie durchgeführt, was die Anwendung dieser Prüfungen in Frage stellt (siehe auch: Kritik: Kein belastbarer Nachweis der Wirksamkeit), die Dppelblindstudie ist zwar das von der etablierten Naturwissenschaft geforderte Nachweisverfahren, aber sie eignet sich nur mit allergrössten Einschränkungen für idividualisierende naturheilkundliche Verfahren .
Homöopathische Arzneimittelprüfungen sind nicht mit Arzneimittelprüfungen nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) zu vergleichen. Bei homöopathischen Arzneimittelprüfungen wird nicht eine erwartete Wirksamkeit überprüft, sondern beobachtet, ob und welche Symptome durch ein homöopathisches Arzneimittel hervorgerufen werden können.
Zum praktischen Ablauf: Eine gesunde Gruppe von Prüflingen nimmt dabei das zu untersuchende homöopathische Mittel in einer C 30-Potenz (oder höher) täglich ein und zwar ohne das Mittel zu kennen. Aus einer grösseren Gruppe bekommen immer nur einige überhaupt Symptome. Treten diese allerdings bei mehreren Personen auf, werden sie in die Symptomensammlung, das Repertorium aufgenommen (nicht zu verwechseln mit Repetitorium).
Übrigens ist so eine Prüfung für einen starken, gesunden Organismus harmlos, und die Prüfsymptome verschwinden wieder nach kurzer Zeit. In der Gesamtheit der so gefundenen Symptome entsteht das Arzneimittelbild des jeweils zu prüfenden Mittels.
Astrologische Homöopathie
Bestimmung eines homöopathischen Mittels unter Zuhilfenahme des Horoskops. meistens werden Einzelmittel verschrieben. Beispiele: Bunkahle, welcher eine Einzelmittel-Homöopathie betreibt (dieser hat auch ein Computer-Programm geschrieben: „Petosiris“) und Döbereiner, dessen Ansatz auf Komplexmitteln basiert.
Ätherische Öle
Stark riechende Stoffe wie ätherische Öle können ggfs. eine homöopathische Mittelwirkung stören.
Die macht man sich z.B. zur gezielten Antidotierung zunutze, indem man den Patienten bei gewollter Antidotierung an Kampfer oder Eukalyptusöl riechen lässt.
Vorsichtig sollte man aber gegenüber ungewollter Antidotierung sein, z.B. duch Kaugummi, Zahnpasta oder auch durch stark riechende Parfüme.
Die macht man sich z.B. zur gezielten Antidotierung zunutze, indem man den Patienten bei gewollter Antidotierung an Kampfer oder Eukalyptusöl riechen lässt.
Vorsichtig sollte man aber gegenüber ungewollter Antidotierung sein, z.B. duch Kaugummi, Zahnpasta oder auch durch stark riechende Parfüme.
Ätiologie
Ätiologie ist ein Synonym für die Krankheitsursache, bzw. für den auslösenden Faktor einer Erkrankung (z.B. Zugluft, Schreck, schlechte Nachrichten, Kälte etc.). In der Homöopathie wird die Ätiologie eines Krankheitsprozesses bzw. einer Beschwerde oft als Causa bezeichnet ( "Causa" wird allerdings auch für den Auslöser einer Krankheit verwendet)
Äthiologie und Causa können wichtige Hinweise für die Mittelwahl geben.
Äthiologie und Causa können wichtige Hinweise für die Mittelwahl geben.
Aude sapere
Aude sapere (= wage, zu wissen oder weise zu sein) war Hahnemanns Motto.
Es gibt auch heute noch eine Reihe von HomöopathInnen, die die Ausführungen Hahnemanns für der Weisheit letzten Schluss im buchstäblichen Sinne halten. Homöopathische Forschung besteht für sie in möglichst getreuer Textauslegung gemäss Hahnemanns Satz: Macht´s nach, aber macht´s genau nach.
Dass Hahnemann vor allem ein grosser Reformator und vorwärts drängender, unabhängiger Denker war, bleibt in dieser Sicht des Gründers aussen vor. Aus solchem Ansatz würde eine sektenartige Homöopathie entstehen, deren Entwicklung mit ihrem Beginn schon wieder zu Ende wäre und die ihrem Begründer keinen Gefallen tut. Homöopathie braucht auch den Mut, neue Wege zu gehen.
Diesen Leitspruch gab es auch schon vor Hahnemanns aktiver Zeit als Homöopath, in der Fürstenschule St. Afra Meissen, die er auch als junger Schüler besuchte. Vermutlich hat er ihn von dort "übernommen"...
Es gibt auch heute noch eine Reihe von HomöopathInnen, die die Ausführungen Hahnemanns für der Weisheit letzten Schluss im buchstäblichen Sinne halten. Homöopathische Forschung besteht für sie in möglichst getreuer Textauslegung gemäss Hahnemanns Satz: Macht´s nach, aber macht´s genau nach.
Dass Hahnemann vor allem ein grosser Reformator und vorwärts drängender, unabhängiger Denker war, bleibt in dieser Sicht des Gründers aussen vor. Aus solchem Ansatz würde eine sektenartige Homöopathie entstehen, deren Entwicklung mit ihrem Beginn schon wieder zu Ende wäre und die ihrem Begründer keinen Gefallen tut. Homöopathie braucht auch den Mut, neue Wege zu gehen.
Diesen Leitspruch gab es auch schon vor Hahnemanns aktiver Zeit als Homöopath, in der Fürstenschule St. Afra Meissen, die er auch als junger Schüler besuchte. Vermutlich hat er ihn von dort "übernommen"...
Aufbewahrung homöopathischer Mittel
Homöopathischen Heilmittel verlieren ihre Wirkung, wenn sie über Körpertemperatur erhitzt (z.B. an der Sonne) oder einer Strahlungsquelle ausgesetzt werden (z.B. Nähe von Elektrogeräten, Mikrowellenherd, Radio, TV, Handy, Transformatoren). Die Arzneien sollten gut verschlossen, lichtgeschützt, bei Raumtemperatur und nicht neben anderen Medikamenten oder stark riechenden ätherischen Ölen aufbewahrt werden. Homöopathische Mittel sollten auf Flugreisen sicherheitshalber im Handgepäck aufbewahrt werden, um sie nicht der starken Röntgenstrahlung der Grossgepäckkontrolle auszusetzen - allerdings sind die Erfahrungen diesbezüglich sehr unterschiedlich.
Ausgangssubstanzen homöopathischer Mittel
Die Ausgangssubstanzen homöopathischer Arzneimittel lassen sich fünf Gruppen einteilen: Pflanzliche und tierische Ausgangsstoffe, anorganische und organische Stoffe und Nosoden (sterilisierte menschliche oder tierische Krankheitsprodukte).
Avogadro-Zahl
Die Avogadro Zahl beschreibt die Anzahl der Moleküle in 1 mol eines Stoffes.
In der Homöopathie hat sie Bedeutung insofern, als sie die Grenze zwischen materiellen und immateriellen Arzneimitel beschreibt: Jenseits der D 23 bzw. jenseits der C 12, jenseits der LM IV ist kein materieller Stoff der "verdünnten" Ausgangssubstanz mehr im Mittel enthalten.
Wird auch als "Lochschmidt-Konstante" bezeichnet.
Lochschmidt (1821-1895) war Professor für Physik in Wien. Er berechnete 1865 die Loschmidtsche Zahl, bezogen auf 1 ml. Sie wird von Chemikern heute meistens für 1 Mol angegeben (Avogadro'sche Zahl). Demnach befinden sich in 1 Mol einer Substanz, das ist jene Stoffmenge, die das Atom- oder Molekulargewicht in Gramm angibt = 6,0225 x 1023 Atome, bzw. Moleküle.
In der Homöopathie hat sie Bedeutung insofern, als sie die Grenze zwischen materiellen und immateriellen Arzneimitel beschreibt: Jenseits der D 23 bzw. jenseits der C 12, jenseits der LM IV ist kein materieller Stoff der "verdünnten" Ausgangssubstanz mehr im Mittel enthalten.
Wird auch als "Lochschmidt-Konstante" bezeichnet.
Lochschmidt (1821-1895) war Professor für Physik in Wien. Er berechnete 1865 die Loschmidtsche Zahl, bezogen auf 1 ml. Sie wird von Chemikern heute meistens für 1 Mol angegeben (Avogadro'sche Zahl). Demnach befinden sich in 1 Mol einer Substanz, das ist jene Stoffmenge, die das Atom- oder Molekulargewicht in Gramm angibt = 6,0225 x 1023 Atome, bzw. Moleküle.