Bach, Edward
britischer Homöopath, der sich besonders um die Entwicklung von Nosoden verdient gemacht hatte. Er wollte dann, angesichts der Kompliziertheit homöopathischer Arzneimittelfindung, ein System schaffen, mit Hilfe dessen auch Laien auf einfache Weise die verschiedenen Leiden und Befindensstörungen des Alltags behandeln konnten.
Er ließ sich intuitiv zu insgesamt 38 verschiedenen Heilpflanzen führen, die er zu den Essenzen der Bachblüten-Mittel zubereitete, indem er ihre Blüten in Quellwasser dem Sonnenlicht aussetzte. Die Methode verbreitete sich im Laufe des Jahrhunderts weit und wurde von anderen Behandlern um weitere Blüten ergänzt.
Das System der Bach-Blüten hat nichts mit Homöopathie zu tun, da es nicht der Ähnlichkeitsregel folgt.
Er ließ sich intuitiv zu insgesamt 38 verschiedenen Heilpflanzen führen, die er zu den Essenzen der Bachblüten-Mittel zubereitete, indem er ihre Blüten in Quellwasser dem Sonnenlicht aussetzte. Die Methode verbreitete sich im Laufe des Jahrhunderts weit und wurde von anderen Behandlern um weitere Blüten ergänzt.
Das System der Bach-Blüten hat nichts mit Homöopathie zu tun, da es nicht der Ähnlichkeitsregel folgt.
Bakody, Theodor von
Theodor von Bakody (1825 - 1911) war der Sohn von Ungarns erstem Homöopathen Joszef von Bakody. Theodor von Bakody hielt Lehrvorlesungen an der Uni Budapest.
Eine seiner wesentlichen Thesen: Arzneimittel haben ganz spezifische Wirkungen auf Gewebestrukturen und Körperfunktionen und diese sind auf dem Boden der Zellularpathologie nachvollziehbar. Bakody verwendet v.a. Niederpotenzen verwendet, deren Wirkung naturwissenschaftlich belegbar seien und welche spezifisch auf als potenzierte Mittel spezifisch auf erkranktes Gewebe wirken würden.
Eine seiner wesentlichen Thesen: Arzneimittel haben ganz spezifische Wirkungen auf Gewebestrukturen und Körperfunktionen und diese sind auf dem Boden der Zellularpathologie nachvollziehbar. Bakody verwendet v.a. Niederpotenzen verwendet, deren Wirkung naturwissenschaftlich belegbar seien und welche spezifisch auf als potenzierte Mittel spezifisch auf erkranktes Gewebe wirken würden.
Behandlungsablauf
Es gibt unterschiedliche Richtungen in der Homöopathie, entsprechend unterscheiden sich die Herangehensweisen:
Die Behandlung mit Komplexmitteln unterscheidet sich wenig von der schulmedizinischen Behandlung: Es wird die klinische Diagnose gestellt und auf dieser Grundlage das Homöopathikum verschrieben, das in der Regel einmal bis mehrmals täglich eingenommen wird.
Die Behandlung in der so genannten Klassischen Homöopathie unterscheidet sich von diesem Vorgehen grundlegend:
In der Regel sollte man viel Zeit mitbringen. Der Homöopath legt viel Wert auf die ausführliche Schilderung der einzelnen Symptome, denn sie helfen ihm bei der Suche nach dem richtigen, dem ähnlichsten Arzneimittel (siehe Stichwort "Ähnlichkeitsprinzip"). Jedes Symptom stellt ein Puzzleteil dar, das in der Gesamtheit dem Krankheitsbild weitestgehend entspricht. Dieses Krankheitsbild vergleicht der Therapeut mit den bekannten Arzneimittelbildern und wählt dann das entsprechend ähnlichste Arzneimittel aus.
Für homöopathische Laien ist oft befremdlich, dass dem Homöopathen häufig die begleitenden Symptome, die auf den ersten Blick nichts mit den Hauptbeschwerden zu tun haben, viel wichtiger erscheinen und er ihnen mehr Aufmerksamkeit widmet, als der eigentlichen Krankheit. Der Grund liegt darin, dass diese Begleitphänomene meist für ein homöopathisches Heilmittel viel charakteristischer sind als die so genannten krankheitsimmanenten Symptome. So werden nach der Beschwerdeschilderung durch den Patienten häufig noch viele Fragen gestellt, die im ersten Augenblick unsachlich erscheinen. Z.B. ob man schon einmal ein Überbein hatte, ein Gerstenkorn, wie gern man geräucherte Wurst isst, wie ausgeprägt Heimweh auftritt etc. etc. Mit diesen Fragen versucht der Homöopath die Mittel, die für ihn in Frage kommen, zu bestätigen oder zu verwerfen.
Je nach Arbeitsweise blättert der Homöopath während der Anamnese in unterschiedlichen Büchern (das hat nichts mit Unkenntnis, sondern mit Gewissenhaftigkeit zu tun). Er arbeitet vielleicht mit dem Computer oder trägt etwas in Tabellen ein. Dies alles sind Techniken der so genannten Fallanalyse, bei der er während/nach dem Gespräch die charakteristischen Symptome der in Frage kommenden Mittel mit einer Symptomensammlung (Repertorium) vergleicht.
Hat der Homöopath das ähnlichste Arzneimittel gefunden, erhält der Patient so genannte Globuli (sehr kleine Arzneikügelchen) oder ein homöopathisches Mittel in einer anderen Applikationsform (siehe unter dem Stichwort "Applikationsformen"). Diese können, wenn entsprechend hoch potenziert, bei einmaliger Gabe ca. vier Wochen, aber durchaus auch länger wirken. In diesem Zeitraum sollte man keine weiteren homöopathischen (und wenn möglich auch keine schulmedizinischen) Medikamente zu sich nehmen, da sonst die Beurteilung, ob das Mittel etwas bewirkt hat, sehr erschwert wird, man bekommt meist genaue Anweisungen vom Therapeuten mit - eine der häufigsten ist, keinen Kaffee zu trinken (was aber oft übertrieben ist) und sich die Zähne nicht mehr zu putzen (was jedoch verheerend wäre, also wird das wohl kaum einer raten...).
Dann kommt es zu einem Folgetermin: Falls bis dahin eine deutliche Besserung eintritt, wird eine weitere Therapie erst wieder bei Verschlechterung der Symptome einsetzen. Ist die Wirkung unklar, muss durch detailliertes Nachfragen geklärt werden, ob das gleiche Medikament in einer anderen Potenz oder ein anderes Mittel gegeben werden muss.
Da der Homöopath die Heilung nach so genannten (nicht nur homöopathischen) "Heilgesetzen" beurteilt, kann es geschehen, dass der Homöopath mit der Therapie ganz zufrieden ist, obwohl sich der schlimme Hautausschlag - der Grund für die Behandlung - gar nicht gebessert hat, weil das begleitende Kopfweh und die Schlafstörungen deutlich gelindert sind(siehe auch unter dem Stichwort "Heilungsverlauf" oder "Hering´sche Regel"). In diesem Fall wird das homöopathische Mittel sicher nicht gewechselt, sondern auf eben dieses Heilungsgesetz verwiesen, welches besagt, dass Hauterscheinungen im Lauf des Heilungsprozesses als Letztes verschwinden. Auch hier wird die Mittelgabe erst wiederholt, wenn die gebesserten Symptome sich wieder verschlechtern.
Bis eine chronische Erkrankung, z.B. Asthma, geheilt ist, können gut zwei bis drei Jahre vergehen, weil eine so tief greifende "konstitutionelle" Änderung des Organismus eben Zeit braucht - wobei es eigentlich unsinnig ist, von vornherein bestimmte Zeiten fest zu legen.
Die Behandlung mit Komplexmitteln unterscheidet sich wenig von der schulmedizinischen Behandlung: Es wird die klinische Diagnose gestellt und auf dieser Grundlage das Homöopathikum verschrieben, das in der Regel einmal bis mehrmals täglich eingenommen wird.
Die Behandlung in der so genannten Klassischen Homöopathie unterscheidet sich von diesem Vorgehen grundlegend:
In der Regel sollte man viel Zeit mitbringen. Der Homöopath legt viel Wert auf die ausführliche Schilderung der einzelnen Symptome, denn sie helfen ihm bei der Suche nach dem richtigen, dem ähnlichsten Arzneimittel (siehe Stichwort "Ähnlichkeitsprinzip"). Jedes Symptom stellt ein Puzzleteil dar, das in der Gesamtheit dem Krankheitsbild weitestgehend entspricht. Dieses Krankheitsbild vergleicht der Therapeut mit den bekannten Arzneimittelbildern und wählt dann das entsprechend ähnlichste Arzneimittel aus.
Für homöopathische Laien ist oft befremdlich, dass dem Homöopathen häufig die begleitenden Symptome, die auf den ersten Blick nichts mit den Hauptbeschwerden zu tun haben, viel wichtiger erscheinen und er ihnen mehr Aufmerksamkeit widmet, als der eigentlichen Krankheit. Der Grund liegt darin, dass diese Begleitphänomene meist für ein homöopathisches Heilmittel viel charakteristischer sind als die so genannten krankheitsimmanenten Symptome. So werden nach der Beschwerdeschilderung durch den Patienten häufig noch viele Fragen gestellt, die im ersten Augenblick unsachlich erscheinen. Z.B. ob man schon einmal ein Überbein hatte, ein Gerstenkorn, wie gern man geräucherte Wurst isst, wie ausgeprägt Heimweh auftritt etc. etc. Mit diesen Fragen versucht der Homöopath die Mittel, die für ihn in Frage kommen, zu bestätigen oder zu verwerfen.
Je nach Arbeitsweise blättert der Homöopath während der Anamnese in unterschiedlichen Büchern (das hat nichts mit Unkenntnis, sondern mit Gewissenhaftigkeit zu tun). Er arbeitet vielleicht mit dem Computer oder trägt etwas in Tabellen ein. Dies alles sind Techniken der so genannten Fallanalyse, bei der er während/nach dem Gespräch die charakteristischen Symptome der in Frage kommenden Mittel mit einer Symptomensammlung (Repertorium) vergleicht.
Hat der Homöopath das ähnlichste Arzneimittel gefunden, erhält der Patient so genannte Globuli (sehr kleine Arzneikügelchen) oder ein homöopathisches Mittel in einer anderen Applikationsform (siehe unter dem Stichwort "Applikationsformen"). Diese können, wenn entsprechend hoch potenziert, bei einmaliger Gabe ca. vier Wochen, aber durchaus auch länger wirken. In diesem Zeitraum sollte man keine weiteren homöopathischen (und wenn möglich auch keine schulmedizinischen) Medikamente zu sich nehmen, da sonst die Beurteilung, ob das Mittel etwas bewirkt hat, sehr erschwert wird, man bekommt meist genaue Anweisungen vom Therapeuten mit - eine der häufigsten ist, keinen Kaffee zu trinken (was aber oft übertrieben ist) und sich die Zähne nicht mehr zu putzen (was jedoch verheerend wäre, also wird das wohl kaum einer raten...).
Dann kommt es zu einem Folgetermin: Falls bis dahin eine deutliche Besserung eintritt, wird eine weitere Therapie erst wieder bei Verschlechterung der Symptome einsetzen. Ist die Wirkung unklar, muss durch detailliertes Nachfragen geklärt werden, ob das gleiche Medikament in einer anderen Potenz oder ein anderes Mittel gegeben werden muss.
Da der Homöopath die Heilung nach so genannten (nicht nur homöopathischen) "Heilgesetzen" beurteilt, kann es geschehen, dass der Homöopath mit der Therapie ganz zufrieden ist, obwohl sich der schlimme Hautausschlag - der Grund für die Behandlung - gar nicht gebessert hat, weil das begleitende Kopfweh und die Schlafstörungen deutlich gelindert sind(siehe auch unter dem Stichwort "Heilungsverlauf" oder "Hering´sche Regel"). In diesem Fall wird das homöopathische Mittel sicher nicht gewechselt, sondern auf eben dieses Heilungsgesetz verwiesen, welches besagt, dass Hauterscheinungen im Lauf des Heilungsprozesses als Letztes verschwinden. Auch hier wird die Mittelgabe erst wiederholt, wenn die gebesserten Symptome sich wieder verschlechtern.
Bis eine chronische Erkrankung, z.B. Asthma, geheilt ist, können gut zwei bis drei Jahre vergehen, weil eine so tief greifende "konstitutionelle" Änderung des Organismus eben Zeit braucht - wobei es eigentlich unsinnig ist, von vornherein bestimmte Zeiten fest zu legen.
Besserung
Das Nachlassen des Leidens oder dessen Linderung, entweder durch die Krankheitsentwicklung bedingt oder aber durch Mittelgabe.
Bewährte Indikationen
Bei einer "bewährten Indikation" werden die homöopathischen Arzneimittel meist Organbezogen bzw. auf das Lokalsymptom hin ausgerichtet eingesetzt, differenziert wird dabei nach zugehörigen Modalitäten und die Äthiologie eines Lokalsymptomes.
Bewährte Indikationen entsprechen also nur begrenzt dem Denken der einer Homöopathie, die nach den tieferen Gründen einer Krankheit sucht. Im Praxisalltag hat sich dieses Vorgehen jedoch auf Grund seiner Schnelligkeit bewährt. Die Bücher der Laienhomöopathie bestehen meistens ausschliesslich aus solchen "bewährten Indikationen.
Der Begriff "bewährten Indikation", geht wohl auf Dr. Mathias Dorcsi zurück.
Bewährte Indikationen entsprechen also nur begrenzt dem Denken der einer Homöopathie, die nach den tieferen Gründen einer Krankheit sucht. Im Praxisalltag hat sich dieses Vorgehen jedoch auf Grund seiner Schnelligkeit bewährt. Die Bücher der Laienhomöopathie bestehen meistens ausschliesslich aus solchen "bewährten Indikationen.
Der Begriff "bewährten Indikation", geht wohl auf Dr. Mathias Dorcsi zurück.
Biochemie nach Schüssler
Die Biochemie nach Schüssler hat nur begrenzt etwas mit der naturwissenschaftlichen Biochemie zu tun und auch nur begrenzt mit Homöopathie. Es ist eine Therapie, die in Regulationssysteme des Zellstoffwechsels eingreift. Dazu orientiert sich am individuellen Patientenproblem und gibt dann über eine längere Zeit bestimmte niedrig potenzierte Mittel.
Auch wenn die Biochemie sich potenzierter Mittel bedient, handelt es sich um keine Homöopathie. Der Denkansatz ist ein völlig anderer, während die Mittelwahl in der Homöopathie auf Ähnlichkeitsbeziehungen zwischen Krankheit und Mittel beruht, richtet sich die Schüssler´sche Biochemie nach Gegebenheiten des Zellstoffwechsels.
Auch wenn die Biochemie sich potenzierter Mittel bedient, handelt es sich um keine Homöopathie. Der Denkansatz ist ein völlig anderer, während die Mittelwahl in der Homöopathie auf Ähnlichkeitsbeziehungen zwischen Krankheit und Mittel beruht, richtet sich die Schüssler´sche Biochemie nach Gegebenheiten des Zellstoffwechsels.
Blockade
Blockaden können als passive Behinderung der Mittelwirkung verstanden werden (siehe auch unter dem Stichwort "Antidotierung").
Eine Blockade ist ein aktiver Prozess: Es sind Versuche, den Organismus aktiv in eine bestimmte Richtung zu drängen. Wie weitreichend die blockierende Wirkung eines bestimmten Faktors ist, hängt von dessen Stärke, seiner Intensität und der Reichweite der Blockade ab. Die Stärke einer Blockade hängt von der Wirkungsintensität und der Reichweite der Wirkung der blockierenden Substanz ab
Beispiele für Blockaden sind krankheitsunterhaltene Faktoren, Infektionskrankheiten; Medikamente und medikamentenähnlich wirkende Substanzen wie z.B. Kaffee u.a. Genussdrogen, Gewürze, Kräuter; in der Vergangenheit des Patienten liegende Ereignisse; Gehirnerschütterungen; Narkosen; Verhältnisse am Wohnort oder Arbeitsplatz etc.
Blockaden können vollständig sein, ein Beispiel für eine vollständige Blockade sind allergische Prozesse. Hierbei handelt es sich um eine übergrosse Empfänglichkeit für bestimmte (allergieauslösende) Faktoren. Vollständige Blockaden: z.B. allergische Reaktionen. Blockaden können aber auch Teilblockaden sein.
Eine Blockade ist patientenbezogen (vgl. mit der Antidotierung).
Wichtige Blockaden können sein:
Eine Blockade ist ein aktiver Prozess: Es sind Versuche, den Organismus aktiv in eine bestimmte Richtung zu drängen. Wie weitreichend die blockierende Wirkung eines bestimmten Faktors ist, hängt von dessen Stärke, seiner Intensität und der Reichweite der Blockade ab. Die Stärke einer Blockade hängt von der Wirkungsintensität und der Reichweite der Wirkung der blockierenden Substanz ab
Beispiele für Blockaden sind krankheitsunterhaltene Faktoren, Infektionskrankheiten; Medikamente und medikamentenähnlich wirkende Substanzen wie z.B. Kaffee u.a. Genussdrogen, Gewürze, Kräuter; in der Vergangenheit des Patienten liegende Ereignisse; Gehirnerschütterungen; Narkosen; Verhältnisse am Wohnort oder Arbeitsplatz etc.
Blockaden können vollständig sein, ein Beispiel für eine vollständige Blockade sind allergische Prozesse. Hierbei handelt es sich um eine übergrosse Empfänglichkeit für bestimmte (allergieauslösende) Faktoren. Vollständige Blockaden: z.B. allergische Reaktionen. Blockaden können aber auch Teilblockaden sein.
Eine Blockade ist patientenbezogen (vgl. mit der Antidotierung).
Wichtige Blockaden können sein:
- Impfungen
- Medikamente
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Genussmittel
Boericke, Oscar
Oscar Boericke war der Bruder von William Boericke.
Oscar Boericke ergänzte die Materia medica seines Bruders 1906 durch ein Repertorium ("Pocket Manual").
Oscar Boericke ergänzte die Materia medica seines Bruders 1906 durch ein Repertorium ("Pocket Manual").
Boericke, Wlliam
William Boericke wude 1849 in Österreich geboren und lebte bis 1929.
Er studierte an der Wiener medizinischen Fakultät und emigrierte dann in die USA, wo er sich in Ohio niederliess.1870 wechselte er nach San Francisco und begründete dort eine Apotheke und betrieb 50 Jahre lang bis weit in seine 70er eine homöopathische Praxis. Er graduierte 1876 am Philadelphia Medical College und 1880 am Hahnemann Medical College in Philadelphia.
Boericke war Mitbegründer des Pacific Homoeopathic Medical College und des Hahnemann Hospital in Philadelphia, welches später in die California University integriert wurde. An dieser Universität lehrte Boericke Materia medica und die Praxis der Homöopathie. Er war Mitbegründer des Hahnemann Medical College in San Francisco.
1901 gab Boericke seine bekannte Materia medica heraus. Sein Bruder Oscar ergänzte diese Materia medica 1906 durch ein Repertorium. Zusammen mit Willis A. Dewey gab er 1888 das Buch "The Twelve Tissue Salts" heraus. Später übersetzte Boericke die 6. Auflage von Samuel Hahnemanns Organon der Heilkunst ins Englische.
Wichtige Veröffentlichungen:
Er studierte an der Wiener medizinischen Fakultät und emigrierte dann in die USA, wo er sich in Ohio niederliess.1870 wechselte er nach San Francisco und begründete dort eine Apotheke und betrieb 50 Jahre lang bis weit in seine 70er eine homöopathische Praxis. Er graduierte 1876 am Philadelphia Medical College und 1880 am Hahnemann Medical College in Philadelphia.
Boericke war Mitbegründer des Pacific Homoeopathic Medical College und des Hahnemann Hospital in Philadelphia, welches später in die California University integriert wurde. An dieser Universität lehrte Boericke Materia medica und die Praxis der Homöopathie. Er war Mitbegründer des Hahnemann Medical College in San Francisco.
1901 gab Boericke seine bekannte Materia medica heraus. Sein Bruder Oscar ergänzte diese Materia medica 1906 durch ein Repertorium. Zusammen mit Willis A. Dewey gab er 1888 das Buch "The Twelve Tissue Salts" heraus. Später übersetzte Boericke die 6. Auflage von Samuel Hahnemanns Organon der Heilkunst ins Englische.
Wichtige Veröffentlichungen:
- Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre
- Homöopathische Mittel und ihre Wirkungen
Boller Schule
siehe unter "prozessorientierte Schule"
Bombay-Methode
"Bombay Methode" ist eine Bezeichnung für eine Richtung in der Homöopathie, die von Homöopathen um Dr. Rajan Sankaran aus Bombay entwickelt worden ist.
Siehe auch unter "Systematische Homöopathie nach Sankaran".
Siehe auch unter "Systematische Homöopathie nach Sankaran".
Bönninghausen, Clemens von
Clemens Maria Franz von Bönninghausen (* März 1785 in Herinckhave, Niederlande; † 26. Januar 1864) war zunächst Jurist, dann ein bedeutender Homöopath und Mediziner. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Münster immatrikulierte er sich 1803 in Groningen für Jura und schloss das Studium 1806 mit der Promotion ab. Danach war er am Hof des Königs Louis Bonaparte der Niederlande in verschiedenen Ämtern tätig, bis dieser 1810 abdankte.
Daraufhin zog Bönninghausen auf das elterlich Landgut in Darup/Westfalen und widmete sich der Landwirtschaft und Botanik. Mit vielen Publikationen zu Landwirtschaft und Botanik machte er sich einen Namen. Daneben trat er 1816 das Amt des landrätlichen Kommissars des Kreises Coesfeld an.
Im Herbst 1827 erkrankte er an der damals häufigen, in aller Regel tödlich verlaufenden Lungentuberkulose und wurde von seinem botanischen Freund und homöopathischen Arzt C.E.A. Weihe (1779-1834) vollständig geheilt. Dieses einschneidende Ereignis führte zum Studium der Homöopathie, die 1796 von dem deutschen Arzt C.F.S. Hahnemann (1755-1843) begründet worden war.
Als erste Patientin konsultierte die damals schon bekannte Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) Bönninghausen (1829) und schrieb bereits ein Jahr später, dass er sich vor Patienten kaum noch retten könne.
Sein aufsehenerregender Erfolg als homöopathischer Praktiker führte 1843 dazu, dass er durch Verfügung König Friedrich Wilhelms IV. einem Arzt gleichgestellt wurde (obwohl er selbst ja kein Arzt war) und ungehindert Patienten behandeln konnte. Wenn Hahnemann als Begründer der Homöopathie gilt, so kann man Bönninghausen als Wegbereiter der homöopathischen Praxis bezeichnen. Er publizierte das erste praktikable Repertorium einschliesslich definierter Gradeinteilung, gliederte die Patientensymptomatik in Haupt- und Nebensymptome, erarbeitete Mittelverwandtschaften und Arzneigenius, wies auf die Nützlichkeiten der Anwendung von Zwischenmitteln hin und erhob die C 200 zur Regelpotenz. Sein Ruf verbreitete sich in andere Länder, und er galt als wesentlichster Nachfolger Hahnemanns. Bönninghausen starb am 26.1.1864.
Wichtige Veröffentlichungen:
Die Bönninghausen´sche Homöopathie-Schule geht zurück auf die Anfangsjahre der Homöopathie. Sie sucht passende Arzneimittel unter Berücksichtigung der Gesamtkonstitution bzw. eines Arzneimittelwesens („Genius des Arzneimittels“), welches zur grundlegenden Struktur des Patienten passen muss. Patientenbezogen werden die gefundenen Symptome in Haupt- und Nebensymptome unterschieden. Mittelbezogen wird in eine Erst- und Zweitwirkung eines Mittels unterschieden, welche es sowohl bei der Mittelfindung als auch bei der Verordnung zu berücksichtigen gelte. Es werden zwar weitgehend Einzelmittel verordnet, aber es kommen auch Zwischenmittel in Frage und ebenso werden gleichzeitig Komplementärmittel angewandt.
Daraufhin zog Bönninghausen auf das elterlich Landgut in Darup/Westfalen und widmete sich der Landwirtschaft und Botanik. Mit vielen Publikationen zu Landwirtschaft und Botanik machte er sich einen Namen. Daneben trat er 1816 das Amt des landrätlichen Kommissars des Kreises Coesfeld an.
Im Herbst 1827 erkrankte er an der damals häufigen, in aller Regel tödlich verlaufenden Lungentuberkulose und wurde von seinem botanischen Freund und homöopathischen Arzt C.E.A. Weihe (1779-1834) vollständig geheilt. Dieses einschneidende Ereignis führte zum Studium der Homöopathie, die 1796 von dem deutschen Arzt C.F.S. Hahnemann (1755-1843) begründet worden war.
Als erste Patientin konsultierte die damals schon bekannte Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) Bönninghausen (1829) und schrieb bereits ein Jahr später, dass er sich vor Patienten kaum noch retten könne.
Sein aufsehenerregender Erfolg als homöopathischer Praktiker führte 1843 dazu, dass er durch Verfügung König Friedrich Wilhelms IV. einem Arzt gleichgestellt wurde (obwohl er selbst ja kein Arzt war) und ungehindert Patienten behandeln konnte. Wenn Hahnemann als Begründer der Homöopathie gilt, so kann man Bönninghausen als Wegbereiter der homöopathischen Praxis bezeichnen. Er publizierte das erste praktikable Repertorium einschliesslich definierter Gradeinteilung, gliederte die Patientensymptomatik in Haupt- und Nebensymptome, erarbeitete Mittelverwandtschaften und Arzneigenius, wies auf die Nützlichkeiten der Anwendung von Zwischenmitteln hin und erhob die C 200 zur Regelpotenz. Sein Ruf verbreitete sich in andere Länder, und er galt als wesentlichster Nachfolger Hahnemanns. Bönninghausen starb am 26.1.1864.
Wichtige Veröffentlichungen:
- Übersicht der Hauptwirkungsspären der antipsorischen Arzneien 1833
- Therapeutisches Taschenbuch für homöopathische Ärzte 1846
Die Bönninghausen´sche Homöopathie-Schule geht zurück auf die Anfangsjahre der Homöopathie. Sie sucht passende Arzneimittel unter Berücksichtigung der Gesamtkonstitution bzw. eines Arzneimittelwesens („Genius des Arzneimittels“), welches zur grundlegenden Struktur des Patienten passen muss. Patientenbezogen werden die gefundenen Symptome in Haupt- und Nebensymptome unterschieden. Mittelbezogen wird in eine Erst- und Zweitwirkung eines Mittels unterschieden, welche es sowohl bei der Mittelfindung als auch bei der Verordnung zu berücksichtigen gelte. Es werden zwar weitgehend Einzelmittel verordnet, aber es kommen auch Zwischenmittel in Frage und ebenso werden gleichzeitig Komplementärmittel angewandt.
Borland, Douglas M.
Douglas M. Borland (1885 - 1960) war einer der führenden britischen Homöopathen des frühen 20. Jahrhunderts. Er studierte bei Kent in Chicago und war daran beteiligt Kent´s Homöopathie-Ansatz in England weiter zu etablieren.
Wichtige Veröffentlichungen sind:
Wichtige Veröffentlichungen sind:
- Children's Types
- Some Emergencies of General Practice 1986