homöopathiematerialien: lexikon

fallaufnahme - funktiotropie

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Fallaufnahme

Im ersten Anamnese-Gespräch werden alle Symptome und Zeichen aufgenommen, die der Patient mitbringt, unter denen er leidet. Ganz wichtig sind dabei die nicht pathgnomischen Symptome, die den Fall individualisieren, also z.B. die Modalitäten.

Je nach Problem und je nach Persistenz eines Problems kann die Fallaufnahme sehr umfassend sein und Symptome von Geburt bis heute, von Kopf bis Fuss, auch aus der Familiengeschichte (wichtige Krankheiten der Eltern, Grosseltern, Geschwister, Kinder) zu eruieren versuchen. Im Laufe der Behandlung kann der Fall wenn nötig  wieder aufgenommen werden (um z.B. ein neues Mittel zu finden oder die Gabe anzupassen).

Familien

Die Einteilung der Mittel in Familien geht im Wesentlichen auf Jan Scholten und Rajan Sankaran zurück.

Insbesondere Tiermittel werden hier eingeteilt in Untergruppen wie Schlangen, Meeresmittel, Nesseltiere, Weichtiere. Aber auch die Pflanzenmittel und die Mineralmittel werden in Untergruppen aufgeteilt.

Ihren Sinn macht dies bei der Zuordnung von bestimmten Mitteln zu Krankheitsbildern, aber auch beim Erlernen von Mittelbildern, da zusammengehörige Mittelbilder gemeinsame Eigenschaften haben.

siehe auch unter "Gruppenanalyse"

Familienanamnese

Im ersten Anamnese-Gespräch werden alle Symptome und Zeichen aufgenommen, die der Patient mitbringt, unter denen er leidet. Ganz wichtig sind dabei die nicht pathgnomischen Symptome, die den Fall individualisieren, also z.B. die Modalitäten.

Je nach Problem und je nach Persistenz eines Problems kann die Fallaufnahme sehr umfassend sein und Symptome von Geburt bis heute, von Kopf bis Fuss, auch aus der Familiengeschichte (wichtige Krankheiten der Eltern, Grosseltern, Geschwister, Kinder) zu eruieren versuchen. Im Laufe der Behandlung kann der Fall wenn nötig  wieder aufgenommen werden (um z.B. ein neues Mittel zu finden oder die Gabe anzupassen).

Feindliche Mittel

Dies sind durch Erfahrung gefundene Arzneien, bei welchen eine Gabe vor oder nach einem anderen Mittel oder in Kombination mit eben diesem ungünstig auf den Therapieverlauf wirken.

Folgegespräch

Das Folgegespräch, also der zweite Termin nach der Verordnung eines homöopathischen Mittels, das in der Regel 20-40 Minuten dauert, dient zur Beurteilung des Behandlungsverlaufes und erfolgt ca. 4 - 8 Wochen nach dem Erstgespräch oder dem vorhergehendem Folgegespräch (bei akuten Erkrankungen erfolgt das zweite Gespräch natürlich früher).
Um die Reaktion auf das Arzneimittel genau beurteilen zu können, ist eine gute Selbstbeobachtung des Patienten hilfreich. Dieser sollte darauf achten was sich an Ihrem Beschwerdebild, den Nahrungsvorlieben, dem Schlaf oder an Ihrer Stimmung verändert und dies vielleicht auch in einem Tagebuch fest halten.

(siehe auch "Erstgespräch" und "FollowUp")

Folgemittel

Homöopathisches Arzneimittel, das gut auf andere voraus gehend verordnete Arzneimittel folgen. Grundlage dafür, ob ein Mittel gut oder schlecht folgt, sind sowohl die klinische Erfahrung wie auch die Arzneimittellehre,

FollowUp

Follow up ist die Bezeichnung für die Folgetermine nach der Anamnese, in welchen die Wirkung des gegebenen Mittels zu beurteilen und eventuell eine Zweitverschreibung festzulegen ist.

Fraktionierte Gabe

Die "fraktionierte Gabe" ist eine Einnahmeweise homöopathischer Mittel, bei der man durch eine angepasste Veränderung der Potenzstufe direkt vor der Einnahme flüssiger Mittel eine Reizmodifikation erreichen will. Dies kann sinnvoll sein, um Reaktionen der Mittelwirkung an die individuelle Reaktionslage des Patienten anzupassen. Dies geschieht durch rhythmisches Aufrühren des aufgelösten Mittels, durch das Rühren wird das Mittel auf eine geringfügig höhere energetische Stufe gebracht, man erreicht so eine geringfügige Erhöhung der Potenzstufe.

Zum praktischen Vorgehen: Man gibt ein bis drei Globuli in etwa 100ml Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Eierlöffel (kein Metall) voll ein, nachdem man zuvor kräftig umgerührt hat. Das wiederholt man dann in Zeitabständen mehrere Male hintereinander.

Funktiotropie

Bei der funktiotropen Anwendung eines homöopathischen Mittels geht es um die Ausrichtung der Heilwirkung auf die Beeinflussung einer Organfunktion. Diese Anwendung deckt nur die Oberfläche eines pathologischen Prozesses ab und ist damit potentiell unterdrückend.