HAB: Homöopathisches Arzneibuch
Die gesetzliche Grundlage in Deutschland für die Herstellung homöopathischer Arzneimittel; meist mit zusätzlicher Angabe des Erscheinungsjahres. Im Deutschen Homöopathischen Arzneibuch, kurz HAB stehen die genauen Vorschriften zur Technik der Potenzierung von C-Potenzen, D-Potenzen und LM-Potenzen, sowie der Herstellung der verschiedenen Formen (Globuli, Dilutionen, Tabletten etc.) der homöopathischen Arzneimittel. Ausserdem legt es die Qualitäts- und Identitätsnachweise von Urtinkturen und Ausgangsstoffen für homöopathische Arzneimittel fest, enthält genaue Vorschriften zur Potenzierung für die verschiedenen homöopathischen Arzneimittel, sowie Zubereitungsverfahren für die wichtigsten homöopathischen Arzneisubstanzen, inklusive Angaben zur analytischen Prüfung.
Das HAB ist Teil des Arzneibuches nach § 55 AMG (Arzneimittelgesetz).
Das HAB ist Teil des Arzneibuches nach § 55 AMG (Arzneimittelgesetz).
Hahnemann, Melanie
Hahnemann, Melanie (1800-1878, geb. Marquise Marie Mélanie d´Hervilly) war Hahnemanns zweite Frau, mit der er in den letzten zehn Lebensjahren gemeinsam die Praxis in Paris führte, leider konnte sie als Frau ohne ärztliche Approbation nur unter großen Schwierigkeiten weiter praktizieren.
Hauptindikationen
In der Homöopathie gibt es keine spezifischen Hauptanwendungsgebiete. Sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen kann diese Heilmethode erfolgreich angewandt werden.
Lediglich Behandlungen, die zwingend einer chirurgischen Intervention bedürfen oder Krankheiten, die anderweitig verschleppt würden oder gar sich bedrohlich entwickeln würden, wenn man eine schulmedizinische Behandlung unterlässt, müssen aussen vor bleiben.
Lediglich Behandlungen, die zwingend einer chirurgischen Intervention bedürfen oder Krankheiten, die anderweitig verschleppt würden oder gar sich bedrohlich entwickeln würden, wenn man eine schulmedizinische Behandlung unterlässt, müssen aussen vor bleiben.
Heilmittelquelle
Quelle aus der homöopathische Mittel gewonnen werden: Das können sind tierische, pflanzliche oder mineralische Quellen sein, aber auch Krankheitsprodukte und -ausscheidungen bzw. Substanz erkrankter Gewebe (Nosoden), jedoch auch Organpräparate, die aus gesundem Gewebe hergestellt wurden (Sarkoden). Weiterhin rein energetische Stoffe wie z.B. Strom oder Magnetismus (Imponderabilien)
Heilung und inneres Gleichgewicht
Homöopathie dient der Wiederfindung eines neuen gesundheitlichen Gleichgewichtes, dazu geht sie den Weg über die Selbstheilung des Patienten. Es ist also nicht das homöopathische Mittel, das den Patienten heilt, sondern das Mittel stösst lediglich eine Selbstheilungsreaktion im Patienten an.
In seiner Krankheit war die Gesundheit aus ihrem Gleichgewicht geraten: Bei akuten Krankheiten bleibt diese Situation instabil, ein neues Gleichgewicht hat sich nich nicht einstellen können. Bei chronischen Problemen hat der Organismus bereits ein neues Gleichgewicht finden können, aber dieses Gleichgewicht befindet sich auf einer krankhaften Ebene. Dieses neue und kranke Gleichgewicht kann sehr stabil sein - so stabil, dass der Patient unfähig ist, es aus eigener Kraft heraus zu verlassen und auf eine gesunde Ebene zurück zu bringen.
Genau hier kann ein homöopathisches Mittel einen Reiz bieten, so dass der Organismus beginnt, sein krankhaftes Gleichgewicht neu zu strukturieren und und eine neue innere Balance zu erreichen.
In seiner Krankheit war die Gesundheit aus ihrem Gleichgewicht geraten: Bei akuten Krankheiten bleibt diese Situation instabil, ein neues Gleichgewicht hat sich nich nicht einstellen können. Bei chronischen Problemen hat der Organismus bereits ein neues Gleichgewicht finden können, aber dieses Gleichgewicht befindet sich auf einer krankhaften Ebene. Dieses neue und kranke Gleichgewicht kann sehr stabil sein - so stabil, dass der Patient unfähig ist, es aus eigener Kraft heraus zu verlassen und auf eine gesunde Ebene zurück zu bringen.
Genau hier kann ein homöopathisches Mittel einen Reiz bieten, so dass der Organismus beginnt, sein krankhaftes Gleichgewicht neu zu strukturieren und und eine neue innere Balance zu erreichen.
Heilungsdauer
Wie lange sich Körper und Geist Zeit lassen, bis eine Besserung eintritt, ist schwierig abzuschätzen und lässt sich nicht in einer Regel zusammenfassen. Es kursieren zwar verkürzende Regeln, die besagen dass jedes Jahr Krankheit einen Monat zur Heilung bräuchte, aber diese Regeln schaden mehr als sie nutzen, denn sie wecken völlig falsche Erwartungen.
Jeder Krankheitsfall ist individuell und reagiert entsprechend auf seine einzigartige Weise. Eine Besserung kann sofort eintreten oder längere Zeit in Anspruch nehmen, auch bei chronischen Prozessen.
Jeder Krankheitsfall ist individuell und reagiert entsprechend auf seine einzigartige Weise. Eine Besserung kann sofort eintreten oder längere Zeit in Anspruch nehmen, auch bei chronischen Prozessen.
Heilungshindernisse
Da die homöopathische Heilweise mit sehr feinen "Energien" arbeitet, ist es notwendig, zusätzliche Störfaktoren möglichst auszuschalten:
- stark riechende ätherische Öle: Kampfer, Eukalyptus, Menthol, Pfefferminze, Kamille in Salben, Bäder, Bonbons, etc. heben die Wirkung der Arzneien auf, denn sie wirken direkt auf das ZNS
- andere als vom Therapeuten verordnete homöopathische Arzneimittel können mit dem verordneten Mittel interferieren.
- andere komplementärmedizinische Methoden gleichzeitig mit der Homöopathie: Komplexmittel, Schüsslersalze, Bachblüten, Kräuterarzneien, Bioresonanz, Kinesiologie, Akupunktur etc., den sie zielen auf die gleiche "feinstoffliche" Ebene des Körpers
- auch übermässiger Genuss von Kaffee (auch koffeinfreier), Cola oder Schwarztee kann (muss aber nicht zwingend) den homöopathischen Heilerfolg beeinträchtigen und sollte vermieden werden bzw. es sollte mit dem Therapeuten abgesprochen werden, was möglich ist und was nicht. Malzkaffee, Früchtetee, Apfelschalentee und Grüner Tee (in Massen) sind unbedenklich.
- alles, was bei einem bestimmten homöopathischen Mittel als Antidot bekannt ist, muss vermieden werden
- Substanzen individueller Unverträglichkeit: Wenn man z.B. auf Rotwein immer Magenschmerzen bekommt, dann meiden man Rotwein in den ersten Monaten der Behandlung ganz besonders.
- störend können auch sein Röntgenaufnahmen, Zahnbehandlungen, Impfungen, Fastenkuren, Kuraufenthalte in medizinischen Mineralbädern, Operationen in Vollnarkose oder in lokaler Betäubung
Heilungsverlauf
Im Laufe einer homöopathischen Behandlung kommt es, wenn die richtige Arznei verordnet wurde, zu einer mehr oder minder allmählichen Besserung der vorher bestehenden Beschwerden, wenn diese heilbar sind. Im Normalfall bessern sich nicht alle Beschwerden zugleich, sondern in einer bestimmten Reihenfolge, die nicht zufällig ist, sondern einer Gesetzmässigkeit folgt:
Diese Gesetzmässigkeit nennt man in der Homöopathie die "Hering´sche Regel" (nach dem bekannten amerikanischen Homöopathen Constantine Hering, der im 19. Jahrhundert lebte). Sie besagt, dass sich die Symptome in folgender Reihenfolge bessern:
Man sollte sich jedoch immer vor Augen halten, dass diese "Hering´sche Regel" ein Modell ist, das sicher auch seinen Widerhall in der Realität findet, tatsächlich sieht die Praxis u.U. anders aus.
Diese Gesetzmässigkeit nennt man in der Homöopathie die "Hering´sche Regel" (nach dem bekannten amerikanischen Homöopathen Constantine Hering, der im 19. Jahrhundert lebte). Sie besagt, dass sich die Symptome in folgender Reihenfolge bessern:
- von innen nach aussen: Dies ist der wichtigste der drei Punkte; er besagt, dass die Heilung immer zuerst "innen" beginnt, d.h. z.B.: Es geht dem Patienten 3 Monate nach der Einnahme psychisch und bezüglich Schlaf schon besser, aber Fieberblasen, Ausfluss, Schuppenflechte oder ähnliche Beschwerden, wegen denen er u.U. eigentlich zum Homöopathen gekommen ist, sind noch unverändert. Diese betreffen Organsysteme, die weiter "aussen" (wobei das nicht regional sondern strukturell zu verstehen ist) liegen und brauchen länger bis zur Heilung, d.h. die Besserung dieser Beschwerden braucht einfach nur noch etwas Zeit. (Wichtig: Wenn es bezüglich der Symptome, die sich schon gebessert haben (z.B.: Stimmung, Schlaf), wieder zu einer Verschlimmerung kommt, muss sich der Patient unbedingt beim Homöopathen melden und den für später vereinbarten Folgetermin vorverlegen: ggfs. ist dann eine neuerliche Arzneigabe nötig. Es kann auch sein, dass die Beschwerden eines "inneren" Organs (z.B.: Asthma) besser werden im Laufe der homöopathischen Behandlung, dafür aber noch nie da gewesene Beschwerden eines "äusseren" Organs (z.B.: Hautausschlag) auftreten. Das bedeutet, dass die Krankheit sich zunehmend von innen nach aussen verlagert und man nur abwarten muss, bis auch der Hautausschlag wieder verschwindet. Man darf gegen so einen Ausschlag kein Kortison oder andere unterdrückende Salben verwenden, da sich die Krankheit sonst wieder "nach innen schlägt" und z.B. das Asthma wieder stärker wird.)
- von oben nach unten: Das gilt v.a. für Hauterkrankungen, die den ganzen Körper betreffen (z.B.: Schuppenflechte): Sie verschwinden z.B. im Gesicht zuerst, dann auf den Armen, zuletzt auf den Beinen.
- in der umgekehrten Reihenfolge des Auftretens: Das bedeutet, dass Beschwerden, die man erst 1 Jahr vor der homöopathischen Behandlung bekam, schneller besser werden als Symptome, unter denen man seit 15 Jahren leidet. Unter der homöopathischen Behandlung treten auch häufig alte Symptome, d.h. Beschwerden, die man u.U. vor Jahren einmal hatte, vorübergehend wieder auf. Auch dagegen sollte nichts unternommen werden; diese Symptome verschwinden meist wieder von selbst. Wenn sie jedoch sehr belastend für den Patienten sind, muss man therapeutisch ggfs. intervenieren. Warum diese Beschwerden wiederkommen, kann man sich so vorstellen: Man ist irgendwann von der Gesundheit in Richtung Krankheit "abgezweigt" und macht dann mehrere "Krankheitsstationen" durch (z.B.: 3 Jahre Neurodermitis vom 15.-18. Lebensjahr, 10 Jahre Migräne ab 25, Asthma mit 38 Jahren). Wenn man dann mit 40 Jahren die richtige homöopathische Behandlung bekommt, dann werden unter dieser Therapie die Migräne und die Neurodermitis vorübergehend wiederkommen, weil man durch die Behandlung sozusagen im Rückwärtsgang wieder dorthin zurück muss, wo man "falsch" in Richtung Krankheit "abgezweigt" ist.
Man sollte sich jedoch immer vor Augen halten, dass diese "Hering´sche Regel" ein Modell ist, das sicher auch seinen Widerhall in der Realität findet, tatsächlich sieht die Praxis u.U. anders aus.
Hering, Constantin
Constantin Hering (* 1. Januar 1800 in Oschatz, Sachsen; † 23. Juli 1880 in Philadelphia, USA) war eines von dreizehn Kindern seiner Eltern Carl Gottlieb Hering und Christiane Friderike und gilt als Begründer der Homöopathie in Amerika.
Sein Medizinstudium begann er in Leipzig, er promovierte in Würzburg 1826 mit der Doktorarbeit über "De Medicina futura" (die Medizin der Zukunft). Hering wurde über einen Arbeitsauftrag während seines Studiums auf die Homöopathie aufmerksam. Er sollte eine Abhandlung über sie verfassen und setzte sich so intensiv mit der Materie auseinander. Nach dem Studium begann er zu reisen und war von 1827–1833 in Surinam Leibarzt des Gouverneurs. Hier führte er unter anderem Untersuchungen des Arzneimittel "Lachesis" (nach der Göttin Lachesis) durch (Veröffentlicht in Stapf´s Archiv). Nach einem kurzen Aufenthalt in der Heimat reiste er 1833 in die USA nach Philadelphia und blieb mit Unterbrechungen dort. 1844 war er beteiligt an Gründungen der American Institut of Homöopathy, 1848 an dem Homöopathic Medical College of Pennsylvania und 1867 am Hahnemann Medical College of Philadelphia.
Hering wird die Einführung der Schlangengifte und des Begriffs Nosoden in die Materia medica zugeschrieben.
Wichtige Veröffentlichungen:
Der Ansatz der Homöopathie nach Hering ist eine Erweiterung einer weitgehend phänomenologisch orientierten Homöopathie um den Faktor der Pathologie: Die Pathologie einer Krankheit ist ein wesentliches Entscheidungskriterien für die Mittelwahl. Ausdruck fand dies u.a. in der Aufstellung der Regel, dass Krankheitsprozesse von unten nach oben bzw. von aussen nach innen verlaufen und Heilungsprozesse entsprechend umgekehrt. Die Erst- und Nachwirkung eines Mittels wird anders wie bei Bönninghausen gesehen und als Wechselwirkung interpretiert. Nosoden werden in das Spektrum anwendbarer Mittel einbezogen.
Sein Medizinstudium begann er in Leipzig, er promovierte in Würzburg 1826 mit der Doktorarbeit über "De Medicina futura" (die Medizin der Zukunft). Hering wurde über einen Arbeitsauftrag während seines Studiums auf die Homöopathie aufmerksam. Er sollte eine Abhandlung über sie verfassen und setzte sich so intensiv mit der Materie auseinander. Nach dem Studium begann er zu reisen und war von 1827–1833 in Surinam Leibarzt des Gouverneurs. Hier führte er unter anderem Untersuchungen des Arzneimittel "Lachesis" (nach der Göttin Lachesis) durch (Veröffentlicht in Stapf´s Archiv). Nach einem kurzen Aufenthalt in der Heimat reiste er 1833 in die USA nach Philadelphia und blieb mit Unterbrechungen dort. 1844 war er beteiligt an Gründungen der American Institut of Homöopathy, 1848 an dem Homöopathic Medical College of Pennsylvania und 1867 am Hahnemann Medical College of Philadelphia.
Hering wird die Einführung der Schlangengifte und des Begriffs Nosoden in die Materia medica zugeschrieben.
Wichtige Veröffentlichungen:
- The Homeopathic Domestic Physician 1835
- The Guiding Symptoms of our Materia Medica 1879-1891
- Analytical Repertory of the Symptoms of the Mind 1881
- Condensed Materia medica 1889-1893
Der Ansatz der Homöopathie nach Hering ist eine Erweiterung einer weitgehend phänomenologisch orientierten Homöopathie um den Faktor der Pathologie: Die Pathologie einer Krankheit ist ein wesentliches Entscheidungskriterien für die Mittelwahl. Ausdruck fand dies u.a. in der Aufstellung der Regel, dass Krankheitsprozesse von unten nach oben bzw. von aussen nach innen verlaufen und Heilungsprozesse entsprechend umgekehrt. Die Erst- und Nachwirkung eines Mittels wird anders wie bei Bönninghausen gesehen und als Wechselwirkung interpretiert. Nosoden werden in das Spektrum anwendbarer Mittel einbezogen.
Hering'sche Regel
siehe unter dem Eintrag "Heilungsverlauf"
Hierarchisierung
Bei der Hierarchisierung von Symptomen im Rahmen einer Fallbewertung oder Repertorisation geht es um das Werten und Ordnen von Symptomen nach ursächlichen, sonderlichen, Gemüts-, allgemeinen und Lokalsymptomen (in dieser Reihenfolge). Dabei haben die sonderlichen, auffallenden, ungewöhnlichen und charakteristischen Symptome Priorität (§ 153 Organon). Grundsatz ist: Je individueller ein Symptom ist, desto weiter oben ist es in der Hierarchie der Symptome anzusiedeln und desto höher ist es zu bewerten.
In der Praxis bedeutet dies, dass der Therpeut nach der Fallaufnahme versucht, die gefundenen Symptome ihrer Bedeutung nach zu ordnen - Ziel ist dabei, die Individualität des Patienten am umfassendsten abzudecken.
In der Praxis bedeutet dies, dass der Therpeut nach der Fallaufnahme versucht, die gefundenen Symptome ihrer Bedeutung nach zu ordnen - Ziel ist dabei, die Individualität des Patienten am umfassendsten abzudecken.
Histiotropie
Bei der hisitotropen Anwendung eines homöopathischen Mittels geht es um die Ausrichtung der Heilwirkung auf die Beeinflussung eines bestimmten Organgewebes - die hat insbesondere seine Berechtigung bei Drainagetherapie. Diese Anwendung deckt nur die Oberfläche eines pathologischen Prozesses ab und ist damit potentiell unterdrückend.
Homotoxikologie nach Reckeweg
Die Homotoxikologie ist eine aus der Homöopathie heraus entstandene Methode, die zwar potenzierte Mittel verwendet, aber nicht mehr dem Ähnlichkeitsprinzip folgt.
Der Kerngedanke dieser Lehre ist die Vorstellung, dass Krankheiten Ausdruck eines Abwehrkampfes des Menschen gegen exogene (von aussen kommende) und endogene (aus sich heraus / im Organismus entstehende) Toxine (Gifte im weitesten Sinne) ist.
Die diversen Krankheiten werden sechs verschiedenen Phasen zugeordnet: Die ersten drei Phasen werden "humorale Phasen" genannt. Zu diesen Kategorien zählen die "harmloseren" Erkrankungen, bei denen der Organismus mit den Toxinen noch fertig wird. Bei den Krankheitsbildern der drei "zellulären Phasen" besteht nach dem homotoxikologischen Konzept bereits eine Unfähigkeit des Körpers, die Gifte unschädlich zu machen.
Therapeutisches Ziel ist es, über eine Giftelimitation den Erkrankungsprozess in die "besseren" humoralen Phasen zurückzuführen. Als exemplarisches Beispiel sei ein Gesundungsverlauf bei chronischer Bronchitis angeführt, der über einen akuten Infekt der oberen Luftwege, gefolgt von Sputum (Schleim)-absonderung ohne Infektzeichen zur Abheilung kommt. Die Auswahl der Medikamente erfolgt nach empirischen Gesichtspunkten. Die Therapeutika sind in der Regel homöopathisch aufbereitet und stellen einen feinen unterschwelligen bzw. milden überschwelligen Reiz dar. So wird das im Abwehrkampf befindliche Abwehrsystem zusätzlich angeregt. Ziel ist dabei immer eine Neutralisation oder Ausscheidung der entsprechenden Gifte. Dabei kommen in potenzierter Form Pflanzen-, Tier-, Organ- und Gewebezubereitungen, Nosoden (Krankheitsstoffe), Spurenelemente, körpereigene Wirkstoffe, Allopathika, Gifte und chemische Verbindungen jeder Art zum Einsatz. Typisch für dieses Heilsystem ist, dass die Präparate miteinander kombiniert werden, was die grosse Zahl an Inhaltsstoffen bei den Komplexmitteln, aber auch der insgesamt angewendeten Heilmittel erklärt. Weiterhin charakteristisch ist, dass Arzneimittel häufig nur zeitweise eingesetzt werden, häufig in einem rhythmischen Wechsel, während andere als Dauertherapie Anwendung finden.
Die Arzneimittel werden seit über 40 Jahren in nahezu identischer Weise hergestellt und sind durchaus ein fester Bestandteil der Naturheilkunde.
Der Kerngedanke dieser Lehre ist die Vorstellung, dass Krankheiten Ausdruck eines Abwehrkampfes des Menschen gegen exogene (von aussen kommende) und endogene (aus sich heraus / im Organismus entstehende) Toxine (Gifte im weitesten Sinne) ist.
Die diversen Krankheiten werden sechs verschiedenen Phasen zugeordnet: Die ersten drei Phasen werden "humorale Phasen" genannt. Zu diesen Kategorien zählen die "harmloseren" Erkrankungen, bei denen der Organismus mit den Toxinen noch fertig wird. Bei den Krankheitsbildern der drei "zellulären Phasen" besteht nach dem homotoxikologischen Konzept bereits eine Unfähigkeit des Körpers, die Gifte unschädlich zu machen.
Therapeutisches Ziel ist es, über eine Giftelimitation den Erkrankungsprozess in die "besseren" humoralen Phasen zurückzuführen. Als exemplarisches Beispiel sei ein Gesundungsverlauf bei chronischer Bronchitis angeführt, der über einen akuten Infekt der oberen Luftwege, gefolgt von Sputum (Schleim)-absonderung ohne Infektzeichen zur Abheilung kommt. Die Auswahl der Medikamente erfolgt nach empirischen Gesichtspunkten. Die Therapeutika sind in der Regel homöopathisch aufbereitet und stellen einen feinen unterschwelligen bzw. milden überschwelligen Reiz dar. So wird das im Abwehrkampf befindliche Abwehrsystem zusätzlich angeregt. Ziel ist dabei immer eine Neutralisation oder Ausscheidung der entsprechenden Gifte. Dabei kommen in potenzierter Form Pflanzen-, Tier-, Organ- und Gewebezubereitungen, Nosoden (Krankheitsstoffe), Spurenelemente, körpereigene Wirkstoffe, Allopathika, Gifte und chemische Verbindungen jeder Art zum Einsatz. Typisch für dieses Heilsystem ist, dass die Präparate miteinander kombiniert werden, was die grosse Zahl an Inhaltsstoffen bei den Komplexmitteln, aber auch der insgesamt angewendeten Heilmittel erklärt. Weiterhin charakteristisch ist, dass Arzneimittel häufig nur zeitweise eingesetzt werden, häufig in einem rhythmischen Wechsel, während andere als Dauertherapie Anwendung finden.
Die Arzneimittel werden seit über 40 Jahren in nahezu identischer Weise hergestellt und sind durchaus ein fester Bestandteil der Naturheilkunde.
Homöodot
siehe unter "Folgemittel"
Homöopathie
Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die 1796 von dem Arzt und Apotheker Samuel Hahnmann entdeckt wurde.
Bei Selbstversuchen stellte Hahnemann fest, dass er nach der Einnahme von Chinarinde (einem damals durchaus nicht unüblichen phytotherapeutischen Mittel) malariaähnliche Symptome bekam. Nach weiteren langjährigen Experimenten kam er zu dem Schluss, dass eine Arznei, die bei Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, im Krankheitsfall heilsam ist, wenn die Symptomatik der Krankheit mit den Symptomen der Arzneimittelprüfung übereinstimmt. Näheres dazu steht auch unter dem Stichwort "Ähnlichkeitsgesetz"
Wenn z.B. eine Vergiftung durch die Tollkirsche (Belladonna) Mundtrockenheit, Pupillenerweiterung und Schweissausbrüche mit hochrotem Kopf hervorruft, so kann bei einem fieberhaften Infekt, bei dem diese Symptome vorhanden sind, Belladonna in ungiftiger, hochverdünnter (in der Homöopathie meist in potenzierter) Lösung das richtige Heilmittel sein.
Für den Homöopathen ist der Name der Krankheit nicht von so grosser Bedeutung. Viel wichtiger ist für ihn, wie der einzelne seine Krankheit erlebt, der Therapeut will also v.a. die ganz individuellen Veränderungen im Zustand des Krankseins wissen. Beispiel: Wir alle wissen, dass Kopfschmerz nicht gleich Kopfschmerz ist - jeder erlebt in anders; bei dem Einen ist er im Liegen schlimmer oder durch Trinken kalter Getränke besser, beim Anderen wird er als drückend, beim nächsten als klopfend empfunden. Oder der Schmerz sitzt mehr rechtsseitig oder mehr linksseitig.
Wer sich zum ersten Mal in homöopathische Behandlung begibt, wundert sich meistens darüber, dass dort scheinbar belanglose Dinge gefragt werden, die vordergründig doch gar nichts mit der Diagnose zu tun haben, so z.B.: "Haben sie Verlangen nach geräucherten Speisen?", "In welcher Stellung schlafen sie?", "Verreisen sie gern?" oder "Sind sie pedantisch oder nehmen sie es nicht so genau?". Diese Informationen sind aber für den Homöopathen wichtig, um aus den umfangreichen Arzneimittellehren genau das Mittel herauszufinden, welches zur individuellen Situation des Patienten passt, denn die Antworten auf diese Fragen sagen über die individuellen Reaktionsmuster des Menschen mehr aus als so mancher Laborbefund.
Die homöopathischen Arzneimittel stammen aus dem Tier-, Pflanzen- oder Mineralbereich. Allerdings werden die Stoffe nicht in ihrer Urform eingenommen, sondern auf eine bestimmte Art zubereitet. Durch stufenweises Verdünnen und immer wieder kräftiges Schütteln (Potenzieren) wird hier einem Trägerstoff - Alkohol, Wasser oder Milchzucker - eine Information aufgeprägt oder anderes gesehen wird die immaterielle Heilkraft eines Heilmittels von seinem materiellen Träger isoliert. Diese Information gibt dem Menschen einen Impuls, der dann seine Selbstheilungskräfte aktiviert; es ist also letztlich nicht das Mittel, das heilt, sondern der Mensch heilt sich selbst, nachdem ihm vom Mittel ein individuell passender Schubs versetzt worden ist.
Behandeln lassen sich mit der Homöopathie sowohl akute Erkrankungen als auch chronische Krankheiten. Akute Erkrankungen lassen sich oftmals in kürzester Zeit - manchmal in wenigen Minuten - heilen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Mittel dafür exakt gewählt wurde und zur Krankheit passt; die schulmedizinische Diagnose ist sekundär (aber nicht unwichtig). Ein besonderes Arbeitsfeld der Homöopathie sind chronische Krankheiten, oft kommen die Patienten aber erst, wenn alle anderen Verfahren versagt haben. Natürlich muss der Patient im Fall einer chronischen Therapie hinreichend Geduld aufbringen, denn eine Krankheit zu behandeln, die seit 20 oder 30 Jahren besteht, kann unter Umständen mehrere Monate dauern. Doch oft tritt schon in den ersten Tagen zumindest eine Linderung ein.
Die Homöopathie setzt sich in den letzten Jahren immer mehr durch. Eine Tatsache, die nicht zuletzt durch ihre Heilerfolge bedingt ist. Geeignet ist die Homöopathie durchaus auch für eine Selbsthilfemedizin, allerdings muss sich jeder im Klaren darüber sein, dass Homöopathie eine ernste Angelegenheit ist und kein Spielzeug für Hobby-Ärzte/innen.
Bei Selbstversuchen stellte Hahnemann fest, dass er nach der Einnahme von Chinarinde (einem damals durchaus nicht unüblichen phytotherapeutischen Mittel) malariaähnliche Symptome bekam. Nach weiteren langjährigen Experimenten kam er zu dem Schluss, dass eine Arznei, die bei Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, im Krankheitsfall heilsam ist, wenn die Symptomatik der Krankheit mit den Symptomen der Arzneimittelprüfung übereinstimmt. Näheres dazu steht auch unter dem Stichwort "Ähnlichkeitsgesetz"
Wenn z.B. eine Vergiftung durch die Tollkirsche (Belladonna) Mundtrockenheit, Pupillenerweiterung und Schweissausbrüche mit hochrotem Kopf hervorruft, so kann bei einem fieberhaften Infekt, bei dem diese Symptome vorhanden sind, Belladonna in ungiftiger, hochverdünnter (in der Homöopathie meist in potenzierter) Lösung das richtige Heilmittel sein.
Für den Homöopathen ist der Name der Krankheit nicht von so grosser Bedeutung. Viel wichtiger ist für ihn, wie der einzelne seine Krankheit erlebt, der Therapeut will also v.a. die ganz individuellen Veränderungen im Zustand des Krankseins wissen. Beispiel: Wir alle wissen, dass Kopfschmerz nicht gleich Kopfschmerz ist - jeder erlebt in anders; bei dem Einen ist er im Liegen schlimmer oder durch Trinken kalter Getränke besser, beim Anderen wird er als drückend, beim nächsten als klopfend empfunden. Oder der Schmerz sitzt mehr rechtsseitig oder mehr linksseitig.
Wer sich zum ersten Mal in homöopathische Behandlung begibt, wundert sich meistens darüber, dass dort scheinbar belanglose Dinge gefragt werden, die vordergründig doch gar nichts mit der Diagnose zu tun haben, so z.B.: "Haben sie Verlangen nach geräucherten Speisen?", "In welcher Stellung schlafen sie?", "Verreisen sie gern?" oder "Sind sie pedantisch oder nehmen sie es nicht so genau?". Diese Informationen sind aber für den Homöopathen wichtig, um aus den umfangreichen Arzneimittellehren genau das Mittel herauszufinden, welches zur individuellen Situation des Patienten passt, denn die Antworten auf diese Fragen sagen über die individuellen Reaktionsmuster des Menschen mehr aus als so mancher Laborbefund.
Die homöopathischen Arzneimittel stammen aus dem Tier-, Pflanzen- oder Mineralbereich. Allerdings werden die Stoffe nicht in ihrer Urform eingenommen, sondern auf eine bestimmte Art zubereitet. Durch stufenweises Verdünnen und immer wieder kräftiges Schütteln (Potenzieren) wird hier einem Trägerstoff - Alkohol, Wasser oder Milchzucker - eine Information aufgeprägt oder anderes gesehen wird die immaterielle Heilkraft eines Heilmittels von seinem materiellen Träger isoliert. Diese Information gibt dem Menschen einen Impuls, der dann seine Selbstheilungskräfte aktiviert; es ist also letztlich nicht das Mittel, das heilt, sondern der Mensch heilt sich selbst, nachdem ihm vom Mittel ein individuell passender Schubs versetzt worden ist.
Behandeln lassen sich mit der Homöopathie sowohl akute Erkrankungen als auch chronische Krankheiten. Akute Erkrankungen lassen sich oftmals in kürzester Zeit - manchmal in wenigen Minuten - heilen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Mittel dafür exakt gewählt wurde und zur Krankheit passt; die schulmedizinische Diagnose ist sekundär (aber nicht unwichtig). Ein besonderes Arbeitsfeld der Homöopathie sind chronische Krankheiten, oft kommen die Patienten aber erst, wenn alle anderen Verfahren versagt haben. Natürlich muss der Patient im Fall einer chronischen Therapie hinreichend Geduld aufbringen, denn eine Krankheit zu behandeln, die seit 20 oder 30 Jahren besteht, kann unter Umständen mehrere Monate dauern. Doch oft tritt schon in den ersten Tagen zumindest eine Linderung ein.
Die Homöopathie setzt sich in den letzten Jahren immer mehr durch. Eine Tatsache, die nicht zuletzt durch ihre Heilerfolge bedingt ist. Geeignet ist die Homöopathie durchaus auch für eine Selbsthilfemedizin, allerdings muss sich jeder im Klaren darüber sein, dass Homöopathie eine ernste Angelegenheit ist und kein Spielzeug für Hobby-Ärzte/innen.
Homöopathische Impfung
Der Impfbegriff kommt aus dem schulmedizinischen Verständnis der Vorgänge im Organismus. Zwar handelt es sich bei Impfungen wie auch bei vielen anderen Massnahmen, die wir aus der Alternativmedizin kennen, um eine Vorbeugung gegenüber bestimmten Krankheiten (hier geht es um Infektionskrankheiten), aber den Impfungen liegt eine bestimmtes Wirkprinzip zugrunde, das wir in der Homöopathie gar nicht kennen. Daher kann es auch gar keine homöopathische Impfung geben.
Die Impfung greift am Immunsystem des Körpers an und regt gezielt oder ungezielt die Bildung von Abwehrstoffen an, sie orientiert sich dabei am etablierten naturwissenschaftlichen und rein materiellen Verständnis der Körperfunktionen. Die Homöopathie hat ein differierendes Verständnis der Lebensprozesse und interessiert sich eher sekundär für die materiellen Prozesse der schulmedizinischen Immunisierung. Ziel der Homöopathie ist eine Stärkung der Lebenskraft (siehe Stichwort "Dynamis"), und diese Stärkung kann sehr gezielt ablaufen, indem man sich z.B. bestimmte Prozesse bei Infektionskrankheiten heraus nimmt und diese dann anzugehen versucht bzw. gegen diese Krankheiten eine aktive hoöopathische Prohylaxe betreibt. In der praktischen Vorgehensweise orientiert man sich dabei aber nicht an den Kausalitäten des Immunsystems, sondern an den Ähnlichkeitsbeziehungen (siehe unter dem Stickwort "Ähnlichkeitsgesetz") zwischen Infektionskrankheit und Arzneimittel (ganz gleich ob in Arzneimittelpfüfungen nachgewiesen, ob durch klinische Erfahrung belegt oder auf Grund theoretischer Überlegungen unterstellt)
Was es tatsächlich geben kann ist eine (gezielte) homöopathische Prohylaxe. Erläuterungen, worum es dabei geht findest du unter dem Stichwort "Homöopathische Prophylaxe".
Die Impfung greift am Immunsystem des Körpers an und regt gezielt oder ungezielt die Bildung von Abwehrstoffen an, sie orientiert sich dabei am etablierten naturwissenschaftlichen und rein materiellen Verständnis der Körperfunktionen. Die Homöopathie hat ein differierendes Verständnis der Lebensprozesse und interessiert sich eher sekundär für die materiellen Prozesse der schulmedizinischen Immunisierung. Ziel der Homöopathie ist eine Stärkung der Lebenskraft (siehe Stichwort "Dynamis"), und diese Stärkung kann sehr gezielt ablaufen, indem man sich z.B. bestimmte Prozesse bei Infektionskrankheiten heraus nimmt und diese dann anzugehen versucht bzw. gegen diese Krankheiten eine aktive hoöopathische Prohylaxe betreibt. In der praktischen Vorgehensweise orientiert man sich dabei aber nicht an den Kausalitäten des Immunsystems, sondern an den Ähnlichkeitsbeziehungen (siehe unter dem Stickwort "Ähnlichkeitsgesetz") zwischen Infektionskrankheit und Arzneimittel (ganz gleich ob in Arzneimittelpfüfungen nachgewiesen, ob durch klinische Erfahrung belegt oder auf Grund theoretischer Überlegungen unterstellt)
Was es tatsächlich geben kann ist eine (gezielte) homöopathische Prohylaxe. Erläuterungen, worum es dabei geht findest du unter dem Stichwort "Homöopathische Prophylaxe".
Homöopathische Prophylaxe
Es handelt sich hierbei um Schutz vor Kinderkrankheiten mit Hilfe der Homöopathie.
Die Homöopatische Prophylaxe ist in ihren Anfängen ebenfalls von Hahnemann begründet worden. Er entwickelte während einer Scharlachepedemie die These, dass das Mittel, das am besten geeignet sei, eine Krankheit zu heilen auch dazu dienen müsste, vor dieser zu schützen. Hauptmittel ( Das Mittel, dass den typischen Symptomen einer Krankheit am ähnlichsten ist ) bei Scharlach ist Belladonna. Dieses Mittel vorbeugend eingenommen verhinderte eine Ansteckung mit der Krankheit, trotz direktem Kontakt mit Personen, die hieran erkrankt waren. Diese Methode setzt allerdings voraus, dass die Krankheit mehr oder weniger klassisch verläuft. Diese Bedingung ist heute immer weniger gegeben, da sich die Krankheitsverläufe im Laufe der Zeit gewandelt haben. Dennoch empfielt sich der Einsatz des Hauptmittels auch heute noch. Wenn das Hauptmittel manchmal auch nicht vollständig vor der Infektion schützt, so mildert es in jedem Fall den Verlauf der Krankheit und wendet Komplikationen ab.
Später fand man heraus, dass der beste Schutz durch einen Einsatz von Nosoden erreicht werden kann. Hierbei sind aber wichtige Vorsichtsmassnahmen unbedingt zu beachten:
der Betreffende darf nicht akut mit dem Erreger infiziert sein.
Die nach Prophylaxe mit der Nosode zweitbeste Absicherung kann über den Genius epidemicus ( das für eine bestimmte Epedemie charakteristische Mittel. Es variiert von Gegend zu Gegend und von Jahr zu Jahr )erzielt werden. Er bietet im Falle einer Epedemie den besten Schutz.
Ist der Genius epidemicus nicht bekannt sollte das Hauptmittel eingesetzt werden.
Eine homöopathische Prophylaxe kann bei den folgenden Kinderkrankheiten erfolgen:
Scharlach, Keuchhusten, Diphterie, Polio, Röteln, Masern, Mumps, Windpocken und Tetanus.
Wer sich zu dieser Thematik weiter informieren will, dem empfehle ich den homöopathischen Ratgeber von Ravi Roy, Die homöopathische Prophylaxe.
Die Homöopatische Prophylaxe ist in ihren Anfängen ebenfalls von Hahnemann begründet worden. Er entwickelte während einer Scharlachepedemie die These, dass das Mittel, das am besten geeignet sei, eine Krankheit zu heilen auch dazu dienen müsste, vor dieser zu schützen. Hauptmittel ( Das Mittel, dass den typischen Symptomen einer Krankheit am ähnlichsten ist ) bei Scharlach ist Belladonna. Dieses Mittel vorbeugend eingenommen verhinderte eine Ansteckung mit der Krankheit, trotz direktem Kontakt mit Personen, die hieran erkrankt waren. Diese Methode setzt allerdings voraus, dass die Krankheit mehr oder weniger klassisch verläuft. Diese Bedingung ist heute immer weniger gegeben, da sich die Krankheitsverläufe im Laufe der Zeit gewandelt haben. Dennoch empfielt sich der Einsatz des Hauptmittels auch heute noch. Wenn das Hauptmittel manchmal auch nicht vollständig vor der Infektion schützt, so mildert es in jedem Fall den Verlauf der Krankheit und wendet Komplikationen ab.
Später fand man heraus, dass der beste Schutz durch einen Einsatz von Nosoden erreicht werden kann. Hierbei sind aber wichtige Vorsichtsmassnahmen unbedingt zu beachten:
der Betreffende darf nicht akut mit dem Erreger infiziert sein.
- das Kind muss völlig gesund sein, er darf im Moment der Prophylaxe an keiner schweren chronischen, subakuten oder akuten Krankheit leiden.
- der Betroffene sollte sich auch nicht aufgrund grosser körperlicher Strapazen, müde, kaputt und zerschlagen fühlen (Bsp: Wenn in einer Familie bei einem Kind Scharlach ausgebrochen ist, dürfen die Geschwister nicht mehr mit der Scharlachnosode geschützt werden. Hier dient der Genius Epidemicus oder das Hauptmittel als Schutz).
Die nach Prophylaxe mit der Nosode zweitbeste Absicherung kann über den Genius epidemicus ( das für eine bestimmte Epedemie charakteristische Mittel. Es variiert von Gegend zu Gegend und von Jahr zu Jahr )erzielt werden. Er bietet im Falle einer Epedemie den besten Schutz.
Ist der Genius epidemicus nicht bekannt sollte das Hauptmittel eingesetzt werden.
Eine homöopathische Prophylaxe kann bei den folgenden Kinderkrankheiten erfolgen:
Scharlach, Keuchhusten, Diphterie, Polio, Röteln, Masern, Mumps, Windpocken und Tetanus.
Wer sich zu dieser Thematik weiter informieren will, dem empfehle ich den homöopathischen Ratgeber von Ravi Roy, Die homöopathische Prophylaxe.
Homöosiniatrie
Aus der Verbindung von Akupunktur und Homöopathie entstand eine eigenständige komplementärmedizinische Behandlungsmethode. Die Lehre geht im Wesentlichen auf den französischen Arzt de la Fuye zurück.
Hughes, Richard
Richard Hughes (1836 - 1902) wurde in London geboren. Er war homöopathischer Arzt und war ein bedeutender Lehrer der Homöopathie, Clarcke war einer seiner Schüler. Er arbeitete mit T.F. Allen zur Erarbeitung von dessen "Encyclopedia of Pure MM" zusammen und half Robert E. Dudgeon bei der Übersetzung von hahnemanns Reiner Arzneimittellehre. Ab 1889 gab das 'British Homoeopathic Journal' heraus.
Wichtige Veröffentlichungen:
In der Homöopathie nach Hughes erfolgt Mittelfindung v.a. über den Weg der Beurteilung einer Krankheitspathologie bzw. besondere Berücksichtigung findet der Bezug zwischen einem bestimmten Mittel und einem bestimmten pathologischen Prozess. Arzneiwirkungen werden als funktionelle Störungen bzw. Veränderungen im Organismus begriffen, welche von der Dosis des Mittels und nicht von der Empfindlichkeit des Prüfers bzw. Patienten abhingen. Hughes bevorzugte eher niederpotente Mittel, Mittel oberhalb der C 12 seien naturwissenschaftlich kaum mehr erklärbar. Hughes stand Hahnemann´s Miasmentheorie kritisch gegenüber und bezeichnete sie als Hahnemanns grössten Fehler.
Wichtige Veröffentlichungen:
- A Manual of Pharmacodynamics 1867
- Principles and Pratice of Homeopathy 1902
In der Homöopathie nach Hughes erfolgt Mittelfindung v.a. über den Weg der Beurteilung einer Krankheitspathologie bzw. besondere Berücksichtigung findet der Bezug zwischen einem bestimmten Mittel und einem bestimmten pathologischen Prozess. Arzneiwirkungen werden als funktionelle Störungen bzw. Veränderungen im Organismus begriffen, welche von der Dosis des Mittels und nicht von der Empfindlichkeit des Prüfers bzw. Patienten abhingen. Hughes bevorzugte eher niederpotente Mittel, Mittel oberhalb der C 12 seien naturwissenschaftlich kaum mehr erklärbar. Hughes stand Hahnemann´s Miasmentheorie kritisch gegenüber und bezeichnete sie als Hahnemanns grössten Fehler.
Humoralpathologie
Ausgangspunkt der Humoralpathologie ist die vorsokratische Lehre von den vier Elementen als kleinsten Einheiten der physischen Welt:
Luft, Feuer, Erde und Wasser. Diesen vier Elementen entsprechen (im menschlichen Körper vier Säfte (=humores): Die Luft entspricht dem Blut (sanguis), das Feuer der Gelben Galle (cholera), die Erde der Schwarzen Galle (melancholia) und das Wasser dem Schleim oder Rotz (phlegma). Jeder Saft ist auf ein Organ bezogen: das Blut auf das Herz, die Gelbe Galle auf die Leber, die Schwarze Galle auf die Milz und das Phlegma auf das Gehirn.
Befinden sich die vier Säfte im Körper in einem harmonischen Verhältnis (Eukrasie - siehe dort), dann herrscht Gesundheit, wobei diese Harmonie von Individuum zu Individuum unterschiedlich sein kann. Aus der individuellen Mischung ergeben sich die Charaktere: Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker und Phlegmatiker.
Nimmt aber ein Körpersaft überhand, so entsteht Krankheit, wobei die Krankheit durch die Qualitäten des jeweiligen Saftes bestimmt ist. Um die Harmonie wiederherzustellen, muss eine Arznei mit entgegen gesetzter Wirkung gegeben werden. Dazu wurden die Wirkungen der Heilmittel ebenfalls nach den Primärqualitäten festgelegt, es gibt also wärmende und befeuchtende Mittel, wärmende und trocknende, kühlende und befeuchtende sowie kühlende und trocknende.
Luft, Feuer, Erde und Wasser. Diesen vier Elementen entsprechen (im menschlichen Körper vier Säfte (=humores): Die Luft entspricht dem Blut (sanguis), das Feuer der Gelben Galle (cholera), die Erde der Schwarzen Galle (melancholia) und das Wasser dem Schleim oder Rotz (phlegma). Jeder Saft ist auf ein Organ bezogen: das Blut auf das Herz, die Gelbe Galle auf die Leber, die Schwarze Galle auf die Milz und das Phlegma auf das Gehirn.
Befinden sich die vier Säfte im Körper in einem harmonischen Verhältnis (Eukrasie - siehe dort), dann herrscht Gesundheit, wobei diese Harmonie von Individuum zu Individuum unterschiedlich sein kann. Aus der individuellen Mischung ergeben sich die Charaktere: Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker und Phlegmatiker.
Nimmt aber ein Körpersaft überhand, so entsteht Krankheit, wobei die Krankheit durch die Qualitäten des jeweiligen Saftes bestimmt ist. Um die Harmonie wiederherzustellen, muss eine Arznei mit entgegen gesetzter Wirkung gegeben werden. Dazu wurden die Wirkungen der Heilmittel ebenfalls nach den Primärqualitäten festgelegt, es gibt also wärmende und befeuchtende Mittel, wärmende und trocknende, kühlende und befeuchtende sowie kühlende und trocknende.