M-Potenzen
Ausser der C- und der D-Reihe der Potenzen gibt es auch noch grössere Verdünnungsschritte:
Bei den M-Potenzen wird die arzneiliche Ausgangssubstanz in 1000er-Schritten potenziert (verdünnt).
Jeweils ein Teil Arzneisubstanz wird in jeder Potenzstufe mit 1000 Teilen neutraler Substanz verdünnt und dann verschüttelt oder verrieben.
M-Potenzen spielen in der Praxis kaum eine Rolle.
Bei den M-Potenzen wird die arzneiliche Ausgangssubstanz in 1000er-Schritten potenziert (verdünnt).
Jeweils ein Teil Arzneisubstanz wird in jeder Potenzstufe mit 1000 Teilen neutraler Substanz verdünnt und dann verschüttelt oder verrieben.
M-Potenzen spielen in der Praxis kaum eine Rolle.
Magnetisieren
Magnetisieren bedeutet die direkte Übertragung von Lebenskraft von einem Menschen auf einen anderen. Der von Franz Anton Mesmer (1734-1815) geprägte Begriff beruht auf der zu seiner Zeit gängigen wissenschaftlichen Vorstellung, es gäbe einen engen Zusammenhang oder eine Identität zwischen der Vitalität und dem Magnetismus. Zur Unterscheidung wurde zum Teil vom animalischen Magnetismus oder auch Zoomagnetismus gesprochen. Diese Verbindung führte wohl auch dazu, daß Hahnemann Arzneimittelprüfungen mit der Wirkung von Magneten auf den menschlichen Körper durchführte.
Hahnemann war ein überzeugter Verfechter der Heilwirkung des Magnetisierens und empfahl die Kombination mit der homöopathischen Therapie. Hahnemann ging darauf in den letzten Abschnitten des Organons darauf ein.
Hahnemann war ein überzeugter Verfechter der Heilwirkung des Magnetisierens und empfahl die Kombination mit der homöopathischen Therapie. Hahnemann ging darauf in den letzten Abschnitten des Organons darauf ein.
Malaria-Miasma
Die Postulierung eines Malaria-Miasma entstammt der Sankaran-Schule:
Das Malaria-Miasma liegt zwischen dem akuten und dem sykotischen Miasma. Das Problem wird als fixiert und permanent, aber nicht als lebensbedrohlich erfahren. Jedoch kommen in Wellen immer wieder Phasen, in denen sich der Mensch angegriffen, verfolgt, aufgehalten etc. erfährt. Die Reaktion ist größtenteils geprägt von Akzeptanz. Während den akuten Phasen kann eine instinktive Reaktion erfolgen. Das charakteristische an diesem Miasma ist das Alternieren, das Abwechseln von Phasen akuter Aufregung mit Phasen der Akzeptanz.
Das Malaria-Miasma liegt zwischen dem akuten und dem sykotischen Miasma. Das Problem wird als fixiert und permanent, aber nicht als lebensbedrohlich erfahren. Jedoch kommen in Wellen immer wieder Phasen, in denen sich der Mensch angegriffen, verfolgt, aufgehalten etc. erfährt. Die Reaktion ist größtenteils geprägt von Akzeptanz. Während den akuten Phasen kann eine instinktive Reaktion erfolgen. Das charakteristische an diesem Miasma ist das Alternieren, das Abwechseln von Phasen akuter Aufregung mit Phasen der Akzeptanz.
Mangialavori, Massimo
Massimo Mangialavori wurde 1958 in Neapel/Italien gebore, er lebt und arbeitet seit 1966 in Modena.
1984 wurde er Doktor der Medizin und spezialisierte sich auf Ernährungsmedizin, hier war ein spezielles Thema das Fasten. Mangialavori studierte neben Medizin auch Anthropologie, aus dieser Kombination heraus entwickelte er ein spezielles Interesse für traditionelle und Ethnomedizin; darauf basierend betrieb er Studien in Homöopathie; Homöopathie praktiziert er seit 1985, seit 1991 betreibt er auch Lehrtätigkeit, u.a. an mehreren Universitäten. 1993 gründete er die "The Association for Homeopathic Research and Study - Ulmus' , hierüber organisiert er regelmässige Workshops. Seit 1995 ist Mangialavori Führungsmitglied der Italian Federation for Homeopathic Associations and Doctors.
Wichtige Veröffentlichungen sind:
Mangialavori entwickelte eine spezielle Methode sich der Materie der Homöopathie zu nähern. Mangialavori führte Mittelfamilien in die Homöopathie ein, indem er homöopathische Mittel mit typischen Gemeinsamkeiten gruppierte.
Mangialavori sucht ein passendes Mittel und gibt nur dieses eine Mittel über Jahre - dies chronisch wie auch akut.
Solcherart geheilte Patienten werden später befragt und die Materia Medica Kentnisse über das erfolgreich eingesetzte Mittel unter anderem durch Vergleiche dieser Patienten und ihrer Befragung vertieft.
Weiter interessiert sich Mangialavori für alle erdenklichen Zusammenhänge in denen ein (Heil) Mittel bereits bekannt ist, z.B. Mythen, alchimistische Vorstellungen, technische Verwendung, chemische - biologische Kenntnisse usw. um seine Gruppierungen zu realisieren.
1984 wurde er Doktor der Medizin und spezialisierte sich auf Ernährungsmedizin, hier war ein spezielles Thema das Fasten. Mangialavori studierte neben Medizin auch Anthropologie, aus dieser Kombination heraus entwickelte er ein spezielles Interesse für traditionelle und Ethnomedizin; darauf basierend betrieb er Studien in Homöopathie; Homöopathie praktiziert er seit 1985, seit 1991 betreibt er auch Lehrtätigkeit, u.a. an mehreren Universitäten. 1993 gründete er die "The Association for Homeopathic Research and Study - Ulmus' , hierüber organisiert er regelmässige Workshops. Seit 1995 ist Mangialavori Führungsmitglied der Italian Federation for Homeopathic Associations and Doctors.
Wichtige Veröffentlichungen sind:
- Klassische Homöopathie - Methodik & Arzneimittellehre
- Homeopathic Families - 20 Remedies coming alive
- Bitten in the Soul: Experiences with Spider Remedies in Homeopathic Medicine
Mangialavori entwickelte eine spezielle Methode sich der Materie der Homöopathie zu nähern. Mangialavori führte Mittelfamilien in die Homöopathie ein, indem er homöopathische Mittel mit typischen Gemeinsamkeiten gruppierte.
Mangialavori sucht ein passendes Mittel und gibt nur dieses eine Mittel über Jahre - dies chronisch wie auch akut.
Solcherart geheilte Patienten werden später befragt und die Materia Medica Kentnisse über das erfolgreich eingesetzte Mittel unter anderem durch Vergleiche dieser Patienten und ihrer Befragung vertieft.
Weiter interessiert sich Mangialavori für alle erdenklichen Zusammenhänge in denen ein (Heil) Mittel bereits bekannt ist, z.B. Mythen, alchimistische Vorstellungen, technische Verwendung, chemische - biologische Kenntnisse usw. um seine Gruppierungen zu realisieren.
Materia Medica
Hierbei handelt es sich um ein Verzeichnis der Arneimittel. Zu den einzelnen Mitteln werden dann z.B. in einem Kopf-zu-Fuss Schema die dazugehörigen Symptome beschrieben.
Materia peccans
Mateira peccans ist ein Begriff aus der Humoralpathologie (Säftelehre): In deren Vorstellung gibt es schadhafte, krankhafte und krankmachende Materie im Organismus (Säftelehre), die es durch Laxantien, Brechmittel, Aderlässe u.ä. aus dem Organismus zu entfernen gilt.
Masi-Elizalde, Alfonso
Masi-Elizalde, Alfonso (1932 - 2003) war ein argentinischer Homöopath, der durch eine neue Interpretation des „transzendentalen Kernes" einzelner homöopathischer Arzneimittel auf der Basis der Lehre Thomas von Aquins grossen Einfluß gewonnen hat. Masi sieht in den drei Miasmen nur verschiedene Stadien und Strategien der Psora, die Psora selbst galt ihm als angeboren und ererbt.
Masi war war Gründer und Direktor des Instituto Internacional D’Altos Estudios Homoeopathicos James Tyler Kent.
Wichtige Veröffentlichungen sind:
siehe auch unter "Masi-Schule"
Masi war war Gründer und Direktor des Instituto Internacional D’Altos Estudios Homoeopathicos James Tyler Kent.
Wichtige Veröffentlichungen sind:
- Überarbeitung der Lehre, Materia Medica und Technik der Homöopathie
siehe auch unter "Masi-Schule"
Masi-Schule
Für Alfonso Masi-Elizalde begann das Chaos in der Homöopathie in dem Moment, in dem Hahnemann die Psora als eigentliches Objekt der Therapie entdeckte. Hier ging ihm nicht mehr um Symptombehandlung, sondern es galt, die von ihm als Urheberin der verschiedenen Krankheitsbilder angesehene Ursache zu behandeln. Dadurch verwandelten sich die Krankheiten lediglich in Erscheinungsbilder einer weitaus tiefer liegenden Störung, der sogenannten Psora. Das Problmen in Hahnemanns Theorie war ihre Darstellung, die sowohl Lücken auswies als auch in ihrer teilweisen Indifferenz allzu viel Raum für nachfolgende Homöopathengenerationen liess.
Masi geht es um einen ursprünglichen, quasi metaphysischen Konflikts eines Individuums, den es zu erfassen gilt: Er postuliert eine miasmatische Dynamik, ausgehend von einer (oft nur latent vorhandenen) primären Psora. Diese primäre Psora hat ihren Grund in einem inneren Konflikt, welcher seinen Ausgang in der individuellen Empfindlichkeit der Vorstellungskraft hat und seinen Ausdruck z.B. in Angst, Schuldgefühlen oder Verlusterlebnissen hat. Durch die Projektion nach aussen geht die primäre in eine sekundäre und schliesslich in eine tertiäre Psora über. Diese tertiäre Psora manifestiert sich in drei Formen: syphilitisch als aktive Reaktion einerseits in Form von Flucht und Abkapselung, anderseits in Form von Angriff und Destruktion oder aber sykotisch als destruktive Reaktion in Form von Selbstüberschätzung und Kompensation. Sykose und Syphilis sind keine eigenständigen Prozesse, sondern nur Spätstadien eines einzigen chronischen Miasmas.
Masi geht es um einen ursprünglichen, quasi metaphysischen Konflikts eines Individuums, den es zu erfassen gilt: Er postuliert eine miasmatische Dynamik, ausgehend von einer (oft nur latent vorhandenen) primären Psora. Diese primäre Psora hat ihren Grund in einem inneren Konflikt, welcher seinen Ausgang in der individuellen Empfindlichkeit der Vorstellungskraft hat und seinen Ausdruck z.B. in Angst, Schuldgefühlen oder Verlusterlebnissen hat. Durch die Projektion nach aussen geht die primäre in eine sekundäre und schliesslich in eine tertiäre Psora über. Diese tertiäre Psora manifestiert sich in drei Formen: syphilitisch als aktive Reaktion einerseits in Form von Flucht und Abkapselung, anderseits in Form von Angriff und Destruktion oder aber sykotisch als destruktive Reaktion in Form von Selbstüberschätzung und Kompensation. Sykose und Syphilis sind keine eigenständigen Prozesse, sondern nur Spätstadien eines einzigen chronischen Miasmas.
Mesmerismus
siehe unter "Magnetisieren"
Miasma
Hahnemann fand heraus, dass alle chronischen oder wieder kehrenden Krankheiten von bestimmten "Ur-"Ursachen ausgehen, der „Psora“, der „Sykose“ und der „Syphilis“. Diese erzeugen unterschiedlichste Pathologien, d.h. diese Ur-Krankheit nimmt verschiedene äusserliche Formen an. Hahnemann verwendete hierfür den Begriff des „Miasmas“.
Ein Miasma ist die begriffliche Fassung des Wesenskernes, der jedem Krankheitsprozess zu Grunde liegt. Es ist der Urgrund der Krankheit. Der einem Krankheitsprozess zugrunde liegende miasmatische Wesenskern muss, um dauerhafte Heilung zu erzielen handlungsleitend für die therapeutische Arbeit sein. Allerdings beginnt die Zielsetzung, ein Miasma heilen zu wollen, erst nach der Bekämpfung symptomatischer Krankheitsausdrücke.
Letztlich sind Miasmen der Urgrund allen menschlichen Übels und das Ziel der Homöopathie ist es, jegliche Spuren eines Miasmas zu beseitigen.
Hahnemanns Vorstellung war, dass chronisches Kranksein sich durch Ansteckung im Körper festsetzt und selbst durch eine korrekte homöopathische Akutbehandlung nicht auszuheilen ist, das heisst sich in immer neuen Symptomen wieder meldet. Die meisten auftretenden Leiden seien nur unterschiedliche Äusserungsformen dieser drei chronischen Grunderkrankungen, der Miasmen. Als akute Erkrankung (siehe unter dem Stichwort "Akutkrankheit") im homöopathischen Sinne kann nur eine solche gelten, die nicht miasmatisch begründet ist, sondern als in sich abgeschlossene Einheit auftritt und durch eine Mittelgabe vollständig auszuheilen ist. Eine echte akute Krankheit heilt ohne heilende Massnahme entweder von allein und ohne Folgen aus oder führt zum Tode. Fast alle im üblichen Sinne akut auftretenden Gesundheitsstörungen würden homöopathisch jedoch als Aufflackern des chronischen Grundübels eingestuft.
Hahnemann ordnete alle Krankheiten, akute wie auch chronische, und die Charaktereigenschaften des Menschen in miasmatische Gruppen. Er nannte die Grundform aller Erkrankungen die "Psora". Daraus entwickelte sich die Sykose und das syphilitische Miasma. In späteren Jahren kam noch das tuberkulare Miasma hinzu.
Hahnemann entdeckte und entwickelte tiefer wirkende homöopathische Mittel, die die Fähigkeit haben, in die miasmatische Belastung einzugreifen. So hat nun der nach miasmatischen Gesichtspunkten arbeitende Homöopath die Möglichkeit, auch ganz tief verwurzelte Schwächen (z.B. Vererbungen) erfolgreich zu therapieren. Diese antimiasmatische Therapie wird oft auch als "Konstititonstherapie" (siehe auch unter diesem Stichwort) bezeichnet
Folgende Miasmen stehen im Zentrum (siehe auch unter dem jeweiligen Stichwort), wobei später noch weitere wichtige Miasmen hinzu kamen (insbesondere die Tubkerulinie und die Carcinose):
Die Psora ist das erste Miasma, von Hahnemann als die Mutter aller Miasmen bezeichnet. Alle Krankheiten gehen von der Psora aus, sie drückt sich in unterschiedlichsten Pathologien aus.
Die Psora gründet im Verlust aller Lebensgründe und aller grundlegenden Verhaftungen mit der eigenen Existenz, der Mensch verliert hier seine spirituelle Bestimmung.
Folge der Psora sind: Unzufriedenheit und Schuldgefühle.
Sykose:
Die Sykose gründet in der ewigen Suche nach Vergnügen, welche so weit geht, dass der Mensch bereit wird, sich zu erniedrigen, nur um Vergnügen erleben zu können. Sie ist geprägt von einem grundsätzlichen Mangel an Verantwortung.
Folge der Sykose ist Desillusionierung.
Syphilis:
Die Syphilis gründet in Machterlangung als zentralem Lebensantrieb.
Folge der Syphilis ist der Verlust sozialer Kompetenz.
Ein Miasma ist die begriffliche Fassung des Wesenskernes, der jedem Krankheitsprozess zu Grunde liegt. Es ist der Urgrund der Krankheit. Der einem Krankheitsprozess zugrunde liegende miasmatische Wesenskern muss, um dauerhafte Heilung zu erzielen handlungsleitend für die therapeutische Arbeit sein. Allerdings beginnt die Zielsetzung, ein Miasma heilen zu wollen, erst nach der Bekämpfung symptomatischer Krankheitsausdrücke.
Letztlich sind Miasmen der Urgrund allen menschlichen Übels und das Ziel der Homöopathie ist es, jegliche Spuren eines Miasmas zu beseitigen.
Hahnemanns Vorstellung war, dass chronisches Kranksein sich durch Ansteckung im Körper festsetzt und selbst durch eine korrekte homöopathische Akutbehandlung nicht auszuheilen ist, das heisst sich in immer neuen Symptomen wieder meldet. Die meisten auftretenden Leiden seien nur unterschiedliche Äusserungsformen dieser drei chronischen Grunderkrankungen, der Miasmen. Als akute Erkrankung (siehe unter dem Stichwort "Akutkrankheit") im homöopathischen Sinne kann nur eine solche gelten, die nicht miasmatisch begründet ist, sondern als in sich abgeschlossene Einheit auftritt und durch eine Mittelgabe vollständig auszuheilen ist. Eine echte akute Krankheit heilt ohne heilende Massnahme entweder von allein und ohne Folgen aus oder führt zum Tode. Fast alle im üblichen Sinne akut auftretenden Gesundheitsstörungen würden homöopathisch jedoch als Aufflackern des chronischen Grundübels eingestuft.
Hahnemann ordnete alle Krankheiten, akute wie auch chronische, und die Charaktereigenschaften des Menschen in miasmatische Gruppen. Er nannte die Grundform aller Erkrankungen die "Psora". Daraus entwickelte sich die Sykose und das syphilitische Miasma. In späteren Jahren kam noch das tuberkulare Miasma hinzu.
Hahnemann entdeckte und entwickelte tiefer wirkende homöopathische Mittel, die die Fähigkeit haben, in die miasmatische Belastung einzugreifen. So hat nun der nach miasmatischen Gesichtspunkten arbeitende Homöopath die Möglichkeit, auch ganz tief verwurzelte Schwächen (z.B. Vererbungen) erfolgreich zu therapieren. Diese antimiasmatische Therapie wird oft auch als "Konstititonstherapie" (siehe auch unter diesem Stichwort) bezeichnet
Folgende Miasmen stehen im Zentrum (siehe auch unter dem jeweiligen Stichwort), wobei später noch weitere wichtige Miasmen hinzu kamen (insbesondere die Tubkerulinie und die Carcinose):
Die Psora ist das erste Miasma, von Hahnemann als die Mutter aller Miasmen bezeichnet. Alle Krankheiten gehen von der Psora aus, sie drückt sich in unterschiedlichsten Pathologien aus.
Die Psora gründet im Verlust aller Lebensgründe und aller grundlegenden Verhaftungen mit der eigenen Existenz, der Mensch verliert hier seine spirituelle Bestimmung.
Folge der Psora sind: Unzufriedenheit und Schuldgefühle.
Sykose:
Die Sykose gründet in der ewigen Suche nach Vergnügen, welche so weit geht, dass der Mensch bereit wird, sich zu erniedrigen, nur um Vergnügen erleben zu können. Sie ist geprägt von einem grundsätzlichen Mangel an Verantwortung.
Folge der Sykose ist Desillusionierung.
Syphilis:
Die Syphilis gründet in Machterlangung als zentralem Lebensantrieb.
Folge der Syphilis ist der Verlust sozialer Kompetenz.
Miasmen und chronische Krankheiten
Chronischen Krankheiten wurden von Hahnemann als „eigentliche Krankheiten“ bezeichnet.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte man sich aufgrund mangelnder Kenntnisse im Bereich der Mikrobiologie und der Mikroskopie die Ursachen vieler Erkrankungen nicht erklären. Die (v.a. durch Max von Pettenkofer voran getriebene) „Miasmentheorie“ erklärte die Entstehung und Ausbreitung epidemischer Krankheiten allein durch schlechte Ausdünstungen der Umwelt aus dem Boden, Sümpfen, Wasser oder Luft.
Auch Hahnemann machte sich den Begriff zu eigen. Hier jedoch handelt es sich nicht um die Pettenkofer’sche Miasmen- oder Kontagienlehre, sondern um „Miasmen“, die von ihm als ursächlich für die Erzeugung von Krankheiten angesehen wurden. Hier muss man wissen, dass der gleiche Begriff (Miasma) für völlig unterschiedliche Gedankenmodelle gebraucht wird.
Hahnemann fand heraus, dass alle Krankheiten von bestimmten Ur-Ursachen ausgehen, der „Psora“, der „Sykose“ und der „Syphilis“. Diese erzeugen unterschiedlichste Pathologien, d.h. diese Ur-Krankheit nimmt verschiedene Šusserliche Formen an. Hierfür verwendete Hahnemann eben den Begriff des „Miasmas“. Ein Miasma ist die begriffliche Fassung des Wesenskernes, der jedem Krankheitsprozess zu Grunde liegt. Es ist der Urgrund der Krankheit. Der einem Krankheitsprozess zu grunde liegende miasmatische Wesenskern muss, um dauerhafte Heilung zu erzielen, handlungsleitend für die therapeutische Arbeit sein. Allerdings beginnt die Zielsetzung, ein Miasma heilen zu wollen, in der Regel allerdings erst nach der Bekämpfung symptomatischer Krankheitsausdrücke.
Letztlich sind Miasmen der Urgrund allen menschlichen Übels und das Ziel der Homöopathie ist es, jegliche Spuren eines Miasmas zu beseitigen.
Statt "Miasmen" könnte man vielleicht besser den Begriff "Krankheitsanlagen" oder "Schwächen" wählen. Er kommt unserem heutigen Verständnis oder Sprachgebrauch näher. Heute sollte man sich überlegen, ob man den Begriff „Miasma“ noch verwenden soll, oder ob es nicht Missverständisse in der Kommunikation mit Kreisen ausserhalb der Homöopathie fördert, wenn man einen überalterten Begriff für einen eigentlich wichtigen Zusammenhang verwendet.
Grundlage der chronischen Krankheiten sind so genannte Miasmen, d.h. erworbene oder ererbte Dispositionen an einer oder mehreren bestimmten Krankheiten zu erkranken. Die beobachtbare chronische Krankheit ist nur die oberflächige Manifestation der tieferen (miasmatischen) Störung. Als voneinander unabhängig vermutete Krankheiten sind durch eine miasmatische Störung bzw. Schwäche der Konstitution miteinander verbunden; niemals sollte man -abgesehen von banalen Erkrankungen- Einzelerkrankungen als isolierte prozesse ansehen, sondern die einzelne Störung ist immer nur eine Exazerbation der immer wieder gleichen Grundstörung -dem Miasma-.
Jedes Miasma drückt sich in bestimmten Symptomen aus. In der Regel tritt ein Miasma nicht alleine auf. Mehrere Miasmen können gleichzeitig vorliegen. Ist das der Fall, so sind diese Miasmen nie alle gleichzeitig aktiv. In der Regel ist ein Miasma aktiv, die anderen treten zurück. Wird nun das aktive Miasma durch eine Behandlung beseitigt, kann ein anderes aktiv (und damit sichtbar) werden .
Man kann sich die miasmatischen Belastungen eines Individuums als ein Schichtenmodell vorstellen. Jede Schicht hat ihre Symptome, die von der darüber liegenden Schicht teilweise überlagert werden und von aussen gar nicht mehr zu erkennen sind. Das was oben an Symptomen sichtbar ist, ist in der Regel eine Mischung der Symptome aller Schichten. Es gilt, die Symptome des aktiven Miasmas quasi herauszufiltern und das passende Mittel zu finden. Es wird nicht gelingen, sämtliche Symptome samt der zugrundeliegenden miasmatische Schichten auf einen Schlag mit einem Mittel zu treffen. Die Schichten müssen nacheinander abgebaut werden. Immer wird auf die erfolgreiche Behandlung eines Miasmas ein anderes (wenn vorhanden) mit seinen Symptomen deutlicher hervortreten und sich damit für die Arzneifindung anbieten. Die Arzneien müssen immer wieder neu nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählt werden.
Erwerb miasmatischer Störungen:
Auch wenn bei der Übertragung von Miasmen oft von „Ansteckung“ geredet wird, handelt es sich dabei nicht um eine Infizierung im Sinne der Infektionslehre, sondern um ein Eindringen einer Störung in die Lebenskraft eines Organismus - erst von hier aus entwickelt sich eine aussen wahrnehmbare Symptomatik.
Die miasmatischen Belastungen werden entweder im Lebensverlauf erworben oder aber von einer Genration an die nächste weitergegeben, dabei ist es unerheblich, ob die vorangegangene Generation tatsächlich bemerkbar an dem Miasma litt. Nach dem Erwerbszeitpunkt kann man einteilen in:
die primäre miasmatischer Belastung = die genetische Belastung, d.h die Symptome, die in der Vorgeneration oder vor der Geburt vorgekommen sind
die sekundäre miasmatische Belastung = die krankhafte Biographie des Patienten in der Schwangerschaft, Kindheit, Jugendzeit, Erwachsenenalter
Therapie miasmatischer Störungen:
Die lokale Krankheit an der Peripherie des Organismus entsteht erst dann, nachdem der Organismus in der Tiefe geschädigt wurde, sie ist quasi die Sprache des Miasmas. Weiter hat die Lokalbeschwerde die Funktion das Gleichgewicht des Organismus auch unter den Bedingungen der Krankheit aufrecht zu erhalten. Für die Therapie bedeutet gerade das Letztere, dass das lokale Symptom unangetastet bleiben sollte, will man nicht das entstandene Gleichgewicht stšren Aus allem bisher Gesagtem leitet sich als praktische Konsequenz für die Therapie ab, dass, will man dauerhafte Heilung erreichen, man nicht die oberflächige Krankheit, sondern die tiefer liegende miasmatische Störung behandeln muss. Miasmen können nicht mit organotropen Mitteln, auch nicht mit denen der Homöopathie, also z.b. den Tiefpotenzen behandelt werden, sondern nur mit potenzierten Mitteln, bei denen die Wirkung des materiellen Wirkstoffgehaltes abgelöst wurde durch eine auf der energetischen Ebene wirkende Arznei. Dies sind in der Homöopathie ausschliesslich Mittel ab der C/D 30 oder LM XVIII. Vorzugsweise gewählt werden Homšopathika, die eine besondere Bedeutung für das entsprechende Miasma haben, dies sind dann v.a. die Krankheitsnosoden Psorinum, Medorrhinum, Syphilinum, Tuberkulinum, Carcinosinum etc.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte man sich aufgrund mangelnder Kenntnisse im Bereich der Mikrobiologie und der Mikroskopie die Ursachen vieler Erkrankungen nicht erklären. Die (v.a. durch Max von Pettenkofer voran getriebene) „Miasmentheorie“ erklärte die Entstehung und Ausbreitung epidemischer Krankheiten allein durch schlechte Ausdünstungen der Umwelt aus dem Boden, Sümpfen, Wasser oder Luft.
Auch Hahnemann machte sich den Begriff zu eigen. Hier jedoch handelt es sich nicht um die Pettenkofer’sche Miasmen- oder Kontagienlehre, sondern um „Miasmen“, die von ihm als ursächlich für die Erzeugung von Krankheiten angesehen wurden. Hier muss man wissen, dass der gleiche Begriff (Miasma) für völlig unterschiedliche Gedankenmodelle gebraucht wird.
Hahnemann fand heraus, dass alle Krankheiten von bestimmten Ur-Ursachen ausgehen, der „Psora“, der „Sykose“ und der „Syphilis“. Diese erzeugen unterschiedlichste Pathologien, d.h. diese Ur-Krankheit nimmt verschiedene Šusserliche Formen an. Hierfür verwendete Hahnemann eben den Begriff des „Miasmas“. Ein Miasma ist die begriffliche Fassung des Wesenskernes, der jedem Krankheitsprozess zu Grunde liegt. Es ist der Urgrund der Krankheit. Der einem Krankheitsprozess zu grunde liegende miasmatische Wesenskern muss, um dauerhafte Heilung zu erzielen, handlungsleitend für die therapeutische Arbeit sein. Allerdings beginnt die Zielsetzung, ein Miasma heilen zu wollen, in der Regel allerdings erst nach der Bekämpfung symptomatischer Krankheitsausdrücke.
Letztlich sind Miasmen der Urgrund allen menschlichen Übels und das Ziel der Homöopathie ist es, jegliche Spuren eines Miasmas zu beseitigen.
Statt "Miasmen" könnte man vielleicht besser den Begriff "Krankheitsanlagen" oder "Schwächen" wählen. Er kommt unserem heutigen Verständnis oder Sprachgebrauch näher. Heute sollte man sich überlegen, ob man den Begriff „Miasma“ noch verwenden soll, oder ob es nicht Missverständisse in der Kommunikation mit Kreisen ausserhalb der Homöopathie fördert, wenn man einen überalterten Begriff für einen eigentlich wichtigen Zusammenhang verwendet.
Grundlage der chronischen Krankheiten sind so genannte Miasmen, d.h. erworbene oder ererbte Dispositionen an einer oder mehreren bestimmten Krankheiten zu erkranken. Die beobachtbare chronische Krankheit ist nur die oberflächige Manifestation der tieferen (miasmatischen) Störung. Als voneinander unabhängig vermutete Krankheiten sind durch eine miasmatische Störung bzw. Schwäche der Konstitution miteinander verbunden; niemals sollte man -abgesehen von banalen Erkrankungen- Einzelerkrankungen als isolierte prozesse ansehen, sondern die einzelne Störung ist immer nur eine Exazerbation der immer wieder gleichen Grundstörung -dem Miasma-.
Jedes Miasma drückt sich in bestimmten Symptomen aus. In der Regel tritt ein Miasma nicht alleine auf. Mehrere Miasmen können gleichzeitig vorliegen. Ist das der Fall, so sind diese Miasmen nie alle gleichzeitig aktiv. In der Regel ist ein Miasma aktiv, die anderen treten zurück. Wird nun das aktive Miasma durch eine Behandlung beseitigt, kann ein anderes aktiv (und damit sichtbar) werden .
Man kann sich die miasmatischen Belastungen eines Individuums als ein Schichtenmodell vorstellen. Jede Schicht hat ihre Symptome, die von der darüber liegenden Schicht teilweise überlagert werden und von aussen gar nicht mehr zu erkennen sind. Das was oben an Symptomen sichtbar ist, ist in der Regel eine Mischung der Symptome aller Schichten. Es gilt, die Symptome des aktiven Miasmas quasi herauszufiltern und das passende Mittel zu finden. Es wird nicht gelingen, sämtliche Symptome samt der zugrundeliegenden miasmatische Schichten auf einen Schlag mit einem Mittel zu treffen. Die Schichten müssen nacheinander abgebaut werden. Immer wird auf die erfolgreiche Behandlung eines Miasmas ein anderes (wenn vorhanden) mit seinen Symptomen deutlicher hervortreten und sich damit für die Arzneifindung anbieten. Die Arzneien müssen immer wieder neu nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählt werden.
Erwerb miasmatischer Störungen:
Auch wenn bei der Übertragung von Miasmen oft von „Ansteckung“ geredet wird, handelt es sich dabei nicht um eine Infizierung im Sinne der Infektionslehre, sondern um ein Eindringen einer Störung in die Lebenskraft eines Organismus - erst von hier aus entwickelt sich eine aussen wahrnehmbare Symptomatik.
Die miasmatischen Belastungen werden entweder im Lebensverlauf erworben oder aber von einer Genration an die nächste weitergegeben, dabei ist es unerheblich, ob die vorangegangene Generation tatsächlich bemerkbar an dem Miasma litt. Nach dem Erwerbszeitpunkt kann man einteilen in:
die primäre miasmatischer Belastung = die genetische Belastung, d.h die Symptome, die in der Vorgeneration oder vor der Geburt vorgekommen sind
die sekundäre miasmatische Belastung = die krankhafte Biographie des Patienten in der Schwangerschaft, Kindheit, Jugendzeit, Erwachsenenalter
Therapie miasmatischer Störungen:
Die lokale Krankheit an der Peripherie des Organismus entsteht erst dann, nachdem der Organismus in der Tiefe geschädigt wurde, sie ist quasi die Sprache des Miasmas. Weiter hat die Lokalbeschwerde die Funktion das Gleichgewicht des Organismus auch unter den Bedingungen der Krankheit aufrecht zu erhalten. Für die Therapie bedeutet gerade das Letztere, dass das lokale Symptom unangetastet bleiben sollte, will man nicht das entstandene Gleichgewicht stšren Aus allem bisher Gesagtem leitet sich als praktische Konsequenz für die Therapie ab, dass, will man dauerhafte Heilung erreichen, man nicht die oberflächige Krankheit, sondern die tiefer liegende miasmatische Störung behandeln muss. Miasmen können nicht mit organotropen Mitteln, auch nicht mit denen der Homöopathie, also z.b. den Tiefpotenzen behandelt werden, sondern nur mit potenzierten Mitteln, bei denen die Wirkung des materiellen Wirkstoffgehaltes abgelöst wurde durch eine auf der energetischen Ebene wirkende Arznei. Dies sind in der Homöopathie ausschliesslich Mittel ab der C/D 30 oder LM XVIII. Vorzugsweise gewählt werden Homšopathika, die eine besondere Bedeutung für das entsprechende Miasma haben, dies sind dann v.a. die Krankheitsnosoden Psorinum, Medorrhinum, Syphilinum, Tuberkulinum, Carcinosinum etc.
Mirilli, José Antonio
Brasilianischer Homöopath, erweiterte das Complete um einen themenbezogenen Zugang (siehe unter "Mirillis Themen"9
Wichtige Veröffentlichung:
Wichtige Veröffentlichung:
- Thematic Repertory and Materia Medica of the Mind Symptoms
Mirillis Themen
José Antonio Mirilli erweiterte das Complete von Roger Zandvort um eine Sammlung von thematisch organisierten Gemütssymptomen.
Mirillis Ansatz erweitert die Kent ́sche Gliederung des Repertoriums um eine Verweisstruktur, bei der bestimmte psychologisch relevante Stichworte („Mirillis Themen) auf zugehörige Rubriken verwiesen. Dies gleicht einen Mangel im Kent ́schen Repertorium aus, wo auch verwandte Stichworte nicht immer in hinreichendem Masse durch Querverweise verbunden sind. Alle verwandten Symptome werden bei Mirilli unter dem gleichen Thema erwähnt. Unter jedem Thema finden sich die Repertoriumssymptome und unmittelbar darunter die Symptome aus der Materia Medica, die mit diesem Thema in Verbindung steht. Diese Organisationsform erlaubt es, die Quellen der Repertoriumssymptome zurückzuverfolgen, die von den Materiae Medicae ausgewählt wurden.
Mirillis Ansatz erweitert die Kent ́sche Gliederung des Repertoriums um eine Verweisstruktur, bei der bestimmte psychologisch relevante Stichworte („Mirillis Themen) auf zugehörige Rubriken verwiesen. Dies gleicht einen Mangel im Kent ́schen Repertorium aus, wo auch verwandte Stichworte nicht immer in hinreichendem Masse durch Querverweise verbunden sind. Alle verwandten Symptome werden bei Mirilli unter dem gleichen Thema erwähnt. Unter jedem Thema finden sich die Repertoriumssymptome und unmittelbar darunter die Symptome aus der Materia Medica, die mit diesem Thema in Verbindung steht. Diese Organisationsform erlaubt es, die Quellen der Repertoriumssymptome zurückzuverfolgen, die von den Materiae Medicae ausgewählt wurden.
Mitteleinnahme
Normalerweise wird man wohl vom Therapeuten erklärt bekommen, wie man sein Mittel einnimmt. Hier aber noch mal ein paar Hinweise:
Bei chronischen Erkrankungen wird meist eine einmalige Gabe einer Arznei (C-Potenz) in Form von 1-3 Kügelchen verordnet. Diese Gabe stellt einen Reiz dar, der im Organismus den Heilungsprozess ins Laufen bringt. Die Einnahme der Arzneien erfolgt direkt über die Mundschleimhaut. Man sollte die Kügelchen deshalb im Mund zergehen lassen. Eine halbe Stunde vorher und nachher nichts Essen, nichts Trinken, auch nicht Zähne putzen. Einmal aus dem Fläschchen entnommene Globuli sollten nicht wieder zurückgegeben werden. Falls die Globuli beim Postversand zerdrückt worden sind, nimmt man diese trotzdem ein, die Wirkung des Arzneimittels hat sich dadurch nicht verändert.
Bei Akutkrankheiten verordnet man oft auch die wiederholte Einnahme einer D- oder C-Potenz. Diese kann man als Globuli nehmen (meist 3 - 5 Stück), u.U. wird dies ein Wasser aufgelöst): Dazu gibt man 1-3 Kügelchen in ein Viertelliter Glas gefüllt mit Leitungswasser und wartet ca. 10 min bis es sich aufgelöst hat. Von dieser Stammlösung nimmt man 2-3x täglich (oder öfter) einen Teelöffel (kein Metalllöffel) ein. Vor jeder Einnahme rührt man mit dem Teelöffel 10x kräftig um. Nach 3-4 Tagen muss man wegen der geringen Haltbarkeit den Rest wegschütten und sich eine neue Stammlösung zubereiten, falls noch keine Besserung eingetreten ist. Trat eine Besserung ein, nimmt man kein Mittel mehr ein.
Eine andere Möglichkeit der Einnahme stellen die so genannten Q-Potenzen dar, die in flüssiger Form (alkoholische Lösung) eingenommen werden. Man bekommt dazu von der Apotheke ein 10 ml Fläschchen geliefert. Vor jeder Einnahme nimmt man das verschlossene Fläschchen in die Hand und schlägt es 10 x fest gegen den Handballen. Dadurch kommt es jedes Mal zu einer leichten Verstärkung der Arzneikraft, wodurch Nebenwirkungen durch Einnahme ständig gleicher Dosen vermieden werden. Danach einen Tropfen auf die Zunge geben. Bei Kindern (dem Alkohol wegen) und empfindlichen Patienten ist es verträglicher, diesen Tropfen in einem Viertelliter Glas Wasser aufzulösen und davon dann einen Teelöffel einzunehmen. Die Q-Potenzen werden täglich eingenommen, wodurch das Fläschchen nach ca. 4-6 Wochen aufgebraucht ist.
WICHTIG: Wenn es durch die tägliche Einnahme zu einer Erstreaktion (siehe unter dem Stichwort "Erstreaktion") der Beschwerden kommt, dann pausiert mit der Einnahme, bis sich eine Besserung eingestellt hat und beginnt erst danach wieder mit der Einnahme. Bei neuerlicher Verschlimmerung dann wieder pausieren usw. Der Grund für eine solche Verschlimmerung ist meist, dass für manche Patienten die tägliche Einnahme zu belastend ist.
Bei chronischen Erkrankungen wird meist eine einmalige Gabe einer Arznei (C-Potenz) in Form von 1-3 Kügelchen verordnet. Diese Gabe stellt einen Reiz dar, der im Organismus den Heilungsprozess ins Laufen bringt. Die Einnahme der Arzneien erfolgt direkt über die Mundschleimhaut. Man sollte die Kügelchen deshalb im Mund zergehen lassen. Eine halbe Stunde vorher und nachher nichts Essen, nichts Trinken, auch nicht Zähne putzen. Einmal aus dem Fläschchen entnommene Globuli sollten nicht wieder zurückgegeben werden. Falls die Globuli beim Postversand zerdrückt worden sind, nimmt man diese trotzdem ein, die Wirkung des Arzneimittels hat sich dadurch nicht verändert.
Bei Akutkrankheiten verordnet man oft auch die wiederholte Einnahme einer D- oder C-Potenz. Diese kann man als Globuli nehmen (meist 3 - 5 Stück), u.U. wird dies ein Wasser aufgelöst): Dazu gibt man 1-3 Kügelchen in ein Viertelliter Glas gefüllt mit Leitungswasser und wartet ca. 10 min bis es sich aufgelöst hat. Von dieser Stammlösung nimmt man 2-3x täglich (oder öfter) einen Teelöffel (kein Metalllöffel) ein. Vor jeder Einnahme rührt man mit dem Teelöffel 10x kräftig um. Nach 3-4 Tagen muss man wegen der geringen Haltbarkeit den Rest wegschütten und sich eine neue Stammlösung zubereiten, falls noch keine Besserung eingetreten ist. Trat eine Besserung ein, nimmt man kein Mittel mehr ein.
Eine andere Möglichkeit der Einnahme stellen die so genannten Q-Potenzen dar, die in flüssiger Form (alkoholische Lösung) eingenommen werden. Man bekommt dazu von der Apotheke ein 10 ml Fläschchen geliefert. Vor jeder Einnahme nimmt man das verschlossene Fläschchen in die Hand und schlägt es 10 x fest gegen den Handballen. Dadurch kommt es jedes Mal zu einer leichten Verstärkung der Arzneikraft, wodurch Nebenwirkungen durch Einnahme ständig gleicher Dosen vermieden werden. Danach einen Tropfen auf die Zunge geben. Bei Kindern (dem Alkohol wegen) und empfindlichen Patienten ist es verträglicher, diesen Tropfen in einem Viertelliter Glas Wasser aufzulösen und davon dann einen Teelöffel einzunehmen. Die Q-Potenzen werden täglich eingenommen, wodurch das Fläschchen nach ca. 4-6 Wochen aufgebraucht ist.
WICHTIG: Wenn es durch die tägliche Einnahme zu einer Erstreaktion (siehe unter dem Stichwort "Erstreaktion") der Beschwerden kommt, dann pausiert mit der Einnahme, bis sich eine Besserung eingestellt hat und beginnt erst danach wieder mit der Einnahme. Bei neuerlicher Verschlimmerung dann wieder pausieren usw. Der Grund für eine solche Verschlimmerung ist meist, dass für manche Patienten die tägliche Einnahme zu belastend ist.
Mittelfamilien
siehe unter "Familien" und "Gruppenanalyse"
Mittelfindung
Häufig kann man -v.a. in Praxen und bei Therapeuten, welche Homöopathie als eine unter vielen Methoden anbieten- sehen, dass hier die Behandler mit ganz anderen wie den voran gehend geschilderten Methoden zum passenden homöopathischen Mittel kommen wollen.
Beliebte Methoden sind:
Alle diese Methoden haben nichts mit dem homöopathischen Weg zum Mittel zu tun - das kann im Einzelfall durch mehr oder minder grossen Zufall zum richtigen Mittel führen, hat aber nichts mit seriöser Homöopathie zu tun.
Dies alles sind Methoden, um die zeitaufwändige Anamnese und Repertorisation zu umgehen und abzukürzen und nützt letztlich eher dem Therapeuten als dem Patienten.
Grundlage einer lege-artis-Mittelfindung kann nur das Ähnlichkeitsgesetz (siehe unter diesem Stichwort) sein.
Beliebte Methoden sind:
- Auspendeln der Mittel
- kinesiologische Test
- Bestimmung des Mittels mit Hilfe von Farbtests
- Bestimmung des Mittels mit Hilfe technischer Geräte
- intuitives Erahnen und Erfühlen des Mittels
- den Patienten das richtige Mittel aus einer Auswahl verschiedener Mittel selbst aussuchen zu lassen
- etc. etc.
Alle diese Methoden haben nichts mit dem homöopathischen Weg zum Mittel zu tun - das kann im Einzelfall durch mehr oder minder grossen Zufall zum richtigen Mittel führen, hat aber nichts mit seriöser Homöopathie zu tun.
Dies alles sind Methoden, um die zeitaufwändige Anamnese und Repertorisation zu umgehen und abzukürzen und nützt letztlich eher dem Therapeuten als dem Patienten.
Grundlage einer lege-artis-Mittelfindung kann nur das Ähnlichkeitsgesetz (siehe unter diesem Stichwort) sein.
Modalität
Als "Modalität" bezeichnet man in der Homöopathie die Umstände, die zu einer Verbesserung oder Verschlechterung führen, werden als Modalitäten bezeichnet. Sie haben, da sie die individuelle Reaktionslage eines Patienten repräsentieren höchste Bedeutung in der Beurteilung eines Falls
Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie
Das kann Homöopathie:
Das kann die Homöopathie nicht:
Eine durchaus begrenzende Besonderheit ist diese: Homöopathen sind auf Symptome angewiesen. Das heisst, je symptomärmer das Krankheitsbild ist, desto grössere Schwierigkeiten hat der Homöopath bei der Mittelfindung. Dies macht z.B die Therapie der meist symptomarmen Krebsleiden, aber auch von Diabetes oder auch Hypertonie schwierig (aber nicht unmöglich).
Eine weitere Beschränkung ist die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers. Ist die Lebenskraft, z.B. auf Grund hohen Alters oder auf Grund zehrender oder auch langer Krankheit aufgebraucht, wird es schwierig, erfolgreich zu behandeln.
Wenn eine Substitution notwendig ist, weil das betreffende Organ zugrunde gegangen ist z.B. Diabetes, nach Schilddrüsen-OPs, aber auch bei anderen hormonellen Krankheiten ist eine homöopathische Behandlung nicht Erfolg versprechend. Auch bei bereits stattgefundenen organischen Veränderungen ist oft nur eine palliative (helfende, nicht heilende) Wirkung möglich.
- die Chronifizierung von akuten Erkrankungen verhindern
- Schmerzen lindern
- die Ausheilung von Infektionen fördern
- Komplikationen von Infektionen verhindern
- Wundheilung und Heilung von Verletzungen verbessern
- die Heilung von seelischen Verletzungen fördern (Kummer, Schreck etc.)
- notwendige schulmedizinische Therapien unterstützen
Das kann die Homöopathie nicht:
- notfallmedizinische Massnahmen ersetzen
- körpereigene Enzyme und Hormone ersetzen
- chronische degenerative Krankheiten (wie z.B. Alzheimer, Parkinson etc.) zurück drehen
- akute Psychosen heilen
- notwendige Operationen ersetzen
- eine notwendige konventionelle Krebstherapie ersetzen
- auch eine ungesunde Lebensführung kann die Homöopathie nicht ersetzen...
Eine durchaus begrenzende Besonderheit ist diese: Homöopathen sind auf Symptome angewiesen. Das heisst, je symptomärmer das Krankheitsbild ist, desto grössere Schwierigkeiten hat der Homöopath bei der Mittelfindung. Dies macht z.B die Therapie der meist symptomarmen Krebsleiden, aber auch von Diabetes oder auch Hypertonie schwierig (aber nicht unmöglich).
Eine weitere Beschränkung ist die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers. Ist die Lebenskraft, z.B. auf Grund hohen Alters oder auf Grund zehrender oder auch langer Krankheit aufgebraucht, wird es schwierig, erfolgreich zu behandeln.
Wenn eine Substitution notwendig ist, weil das betreffende Organ zugrunde gegangen ist z.B. Diabetes, nach Schilddrüsen-OPs, aber auch bei anderen hormonellen Krankheiten ist eine homöopathische Behandlung nicht Erfolg versprechend. Auch bei bereits stattgefundenen organischen Veränderungen ist oft nur eine palliative (helfende, nicht heilende) Wirkung möglich.