Organon
Das Organon der Heilkunst (lat.: organum = Werkzeug) ist ein Werk Samuel Hahnemanns und das Grundlagenwerk der Homöopathie. Es erschien in insgesamt sechs Auflagen, von denen jede teilweise erhebliche Überarbeitungen aufwies.
Samuel Hahnemann (1755 - 1843) studierte Medizin in Leipzig und arbeitet unter anderem als Physikus in Gommern. Später bildete er sich zum Gerichtsmediziner weiter. 1811 siedelte er nach Leipzig über, wo er sich habilitierte. Wegen Streitereien mit der Apothekerschaft wurde er 1821 der Stadt verwiesen. 1835 zog er nach Paris, wo er bis zu seinem Tod eine Praxis führte. Samuel Hahnemann ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Medizingeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Er gilt als Begründer der Homöopathie, die er in seiner 1810 erschienenen Schrift Organon der rationellen Heilkunde zusammenfassend darstellt. Noch heute gilt dieses Werk weltweit als "die Bibel der Homöopathie" und ist Pflichtlektüre für jeden Schüler und Lehrer dieser Heilmethode. Zu Hahnemanns Lebzeiten erscheinen fünf immer wieder überarbeitet Auflagen (1810 - 1833). Ein Jahr vor seinem Tod vollendete Hanemann das Manuskript für eine sechste Auflage, die aber aufgrund widriger Umstände nicht mehr erscheinen konnte. Erst 1921 gelang es Richard Haehl eine Abschrift dieses Manuskripts herauszugeben, auf der alle deutschsprachigen Organon-Ausgaben beruhten.
Das Organon der Heilkunst besteht in der sechsten Auflage aus zwei Vorworten, einer Einleitung und 291 Paragraphen, in denen die Prinzipien der Homöopathie dargestellt werden. In der Einleitung und zahlreichen Fussnoten zu den Paragraphen wird die Homöopathie der bisherigen Medizin gegenübergestellt und als die einzige "rationelle Heilkunst" dargestellt.
Als Organon (gr. "Werkzeug") bezeichnet man nicht nur das zentrale Lehrbuch der Homöopathie, welches seinerzeit Hahnemann verfasst hat, sondern insbesondere auch
Das Organon der Heilkunst besteht in der sechsten Auflage aus zwei Vorworten, einer Einleitung und 291 Paragraphen, in denen die Prinzipien der Homöopathie dargestellt werden. In der Einleitung und zahlreichen Fussnoten zu den Paragraphen wird die Homöopathie der bisherigen Medizin gegenübergestellt und als die einzige "rationelle Heilkunst" dargestellt. Manche mögen das Organon auch als die "Bibel der Homöopathie" bezeichnen - ein ein wenig unglücklicher Ausdruck, denn die Homöopathie ist keine Religion, trotzdem ist das Organon Pflichtlektüre für jeden Schüler und Lehrer dieser Heilmethode.
Der Inhalt des Organon im Kurzüberblick::
Samuel Hahnemann (1755 - 1843) studierte Medizin in Leipzig und arbeitet unter anderem als Physikus in Gommern. Später bildete er sich zum Gerichtsmediziner weiter. 1811 siedelte er nach Leipzig über, wo er sich habilitierte. Wegen Streitereien mit der Apothekerschaft wurde er 1821 der Stadt verwiesen. 1835 zog er nach Paris, wo er bis zu seinem Tod eine Praxis führte. Samuel Hahnemann ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Medizingeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Er gilt als Begründer der Homöopathie, die er in seiner 1810 erschienenen Schrift Organon der rationellen Heilkunde zusammenfassend darstellt. Noch heute gilt dieses Werk weltweit als "die Bibel der Homöopathie" und ist Pflichtlektüre für jeden Schüler und Lehrer dieser Heilmethode. Zu Hahnemanns Lebzeiten erscheinen fünf immer wieder überarbeitet Auflagen (1810 - 1833). Ein Jahr vor seinem Tod vollendete Hanemann das Manuskript für eine sechste Auflage, die aber aufgrund widriger Umstände nicht mehr erscheinen konnte. Erst 1921 gelang es Richard Haehl eine Abschrift dieses Manuskripts herauszugeben, auf der alle deutschsprachigen Organon-Ausgaben beruhten.
Das Organon der Heilkunst besteht in der sechsten Auflage aus zwei Vorworten, einer Einleitung und 291 Paragraphen, in denen die Prinzipien der Homöopathie dargestellt werden. In der Einleitung und zahlreichen Fussnoten zu den Paragraphen wird die Homöopathie der bisherigen Medizin gegenübergestellt und als die einzige "rationelle Heilkunst" dargestellt.
- Die erste Auflage erschien 1810, noch unter dem Titel Organon der rationellen Heilkunde.
- Die letzte zu Hahnemanns Lebzeiten erschienene Auflage war die fünfte von 1833.
- Eine sechste und letzte Auflage hat Hahnemann handschriftlich fertiggestellt, sie wurde aber erst lange nach seinem Tod veröffentlicht, nämlich 1921 von Richard Haehl. Seitdem gilt die sechste Auflage des "Organon" als das maßgebliche Grundlagenwerk der Homöopathie. 1992 ist eine textkritische Ausgabe dieser letzten Auflage erschienen.
Als Organon (gr. "Werkzeug") bezeichnet man nicht nur das zentrale Lehrbuch der Homöopathie, welches seinerzeit Hahnemann verfasst hat, sondern insbesondere auch
- eine Sammlung der logischen Schriften des Aristoteles
Das Organon der Heilkunst besteht in der sechsten Auflage aus zwei Vorworten, einer Einleitung und 291 Paragraphen, in denen die Prinzipien der Homöopathie dargestellt werden. In der Einleitung und zahlreichen Fussnoten zu den Paragraphen wird die Homöopathie der bisherigen Medizin gegenübergestellt und als die einzige "rationelle Heilkunst" dargestellt. Manche mögen das Organon auch als die "Bibel der Homöopathie" bezeichnen - ein ein wenig unglücklicher Ausdruck, denn die Homöopathie ist keine Religion, trotzdem ist das Organon Pflichtlektüre für jeden Schüler und Lehrer dieser Heilmethode.
Der Inhalt des Organon im Kurzüberblick::
- Grundvoraussetzungen und Ziel ärztlichen Handelns
- „Dynamis = Lebenskraft“
- Heilung und Ähnlichkeitsprinzip
- Gegenüberstellung Homöopathie - Allopathie
- Akute versus chronische Krankheiten - Basale Miasmenlehre
- Diagnostik in der Homöopathie
- Die Heilmittel der Homöopathie I: Arzneimittelprüfungen und Arzneimittellehre
- Praxiskonzept: Diagnose, Anwendung, Therapie und anschliessendes Fallmanagement
- Die Heilmittel der Homöopathie II: Mittelherstellung
- Anhang: Ergänzende Therapieformen
Organotropie
Die Ausrichtung eines homöopathischen Arzneimittels auf die Beeinflussung eines bestimmten Organsystems oder Organes.
Der Begriff Organotropie wurde v.a. durch Mathias Dorcsi geprägt: Organotropie bedeutet nach Dorcsi, das die Auswahl einer homöopathischen Arznei aufgrund von Symptomen eines bestimmten Organsystems erfolgt. Sie richtet sich meist nach sogenannten Bewährten Indikationen und entspricht nicht der Vorgehensweise in der klassischen Homöopathie.
siehe auch unter ("organspezifische Mittel").
Der Begriff Organotropie wurde v.a. durch Mathias Dorcsi geprägt: Organotropie bedeutet nach Dorcsi, das die Auswahl einer homöopathischen Arznei aufgrund von Symptomen eines bestimmten Organsystems erfolgt. Sie richtet sich meist nach sogenannten Bewährten Indikationen und entspricht nicht der Vorgehensweise in der klassischen Homöopathie.
siehe auch unter ("organspezifische Mittel").
organpezifische Mittel
Neben Konstitutionsmitteln, die auf den ganzen Menschen wirken, gibt es auch Mittel, mit deren Hilfe vor allem ein bestimmtes Organ oder Organsystem behandelt wird. Sie werden meist in der klinischen Homöopathie eingesetzt, diese reduziert sich eigentlich auf die Gabe organspezifischer Mittel.
Die Wahl des richtigen Mittels hängt von drei Aspekten ab:
Der Homöopath wird versuchen, genau das Arzneimittel zu finden, das dem gesamten individuellen Symptombild am stärksten ähnelt. Zehn Menschen mit Kopfschmerzen können daher unter Umständen zehn völlig verschiedene Einfachmittel - Substanzen, die nur einen Inhaltsstoff enthalten - bekommen. Wenn eine genaue Beschreibung der Beschwerden nicht möglich ist, werden meist Komplexmittel - Mischungen aus mehreren Einfachmitteln - verabreicht. Ziel der Homöopathie ist es, zu den Wurzeln der Beschwerden vorzudringen und eine vollständige Heilung zu bewirken, nicht - wie bei der Schulmedizin - vor allem Symptome zu unterdrücken.
Organspezifische Mittel können evtl. auch palliativ eingesetzt werden. (siehe unter dem Stichwort „Palliation“)
Die Wahl des richtigen Mittels hängt von drei Aspekten ab:
- Wo sitzen die Beschwerden, zum Beispiel der Schmerz?
- Wie fühlt es sich an?
- Unter welchen Umständen verbessern oder verschlechtern sich die Beschwerden?
Der Homöopath wird versuchen, genau das Arzneimittel zu finden, das dem gesamten individuellen Symptombild am stärksten ähnelt. Zehn Menschen mit Kopfschmerzen können daher unter Umständen zehn völlig verschiedene Einfachmittel - Substanzen, die nur einen Inhaltsstoff enthalten - bekommen. Wenn eine genaue Beschreibung der Beschwerden nicht möglich ist, werden meist Komplexmittel - Mischungen aus mehreren Einfachmitteln - verabreicht. Ziel der Homöopathie ist es, zu den Wurzeln der Beschwerden vorzudringen und eine vollständige Heilung zu bewirken, nicht - wie bei der Schulmedizin - vor allem Symptome zu unterdrücken.
Organspezifische Mittel können evtl. auch palliativ eingesetzt werden. (siehe unter dem Stichwort „Palliation“)
Ortega, Proceso Sanchez
Der mexikanische Homöopath Proceso Sanchez Ortega erhielt ab den 80er Jahren eine grössere Bedeutung durch seine Interpretation des Miasmenkonzeptes. Seit 1992 hat er einen Lehrauftrag an der Uni Barcelona
Wichtige Veröffentlichung:
Der Miasmenbegriff umschreibt nach seiner Theorie nichts Anderes als die konstitutionell bedingte Prädispositon oder Diathese. Die Miasmen werden von ihm unterschieden in Defekt / Schwäche / Mangel / Hemmung (Psora), Exzess / Überschuss / Hypertrophie (Sykose) und Perversion / Zerstörung / Degeneration / Aggression (Syphilis). Alle Miasmen sind gleichzeitig im Organismus aktiv, jedoch nur eines ist dominant. Das jeweilige Simillimum muss zum jeweils aktuellen Miasma passend sein. Die Art der Kombination bzw. Abfolge unterschiedlicher Miasmen hat Auswirkung auf die Prognose einer Erkrankung. Homöopathische Therapie kann auf die Abfolge von Miasmen Einfluss nehmen, letztlich kann so auch eine eugenische Therapie betrieben werden.
Wichtige Veröffentlichung:
- Die Miasmenlehre Hahnemanns Diagnose, Therapie und Prognose der Chronischen Krankheiten 1983
Der Miasmenbegriff umschreibt nach seiner Theorie nichts Anderes als die konstitutionell bedingte Prädispositon oder Diathese. Die Miasmen werden von ihm unterschieden in Defekt / Schwäche / Mangel / Hemmung (Psora), Exzess / Überschuss / Hypertrophie (Sykose) und Perversion / Zerstörung / Degeneration / Aggression (Syphilis). Alle Miasmen sind gleichzeitig im Organismus aktiv, jedoch nur eines ist dominant. Das jeweilige Simillimum muss zum jeweils aktuellen Miasma passend sein. Die Art der Kombination bzw. Abfolge unterschiedlicher Miasmen hat Auswirkung auf die Prognose einer Erkrankung. Homöopathische Therapie kann auf die Abfolge von Miasmen Einfluss nehmen, letztlich kann so auch eine eugenische Therapie betrieben werden.