Sacch. Lact.
= Milchzuckerglobuli
Saccharose
Globuli werden aus Saccharose hergestellt.
Sankaran-Schule
Die Systematische Homöopathie der Sankaran-Schule geht auf Rajan Sankaran zurück. Die homöopathische Behandlung erfolgt im wesentlichen an Hand der erfassten Gemüts- und Allgemeinsymptome. Krankheit wird als Fehlwahrnehmung der Realität („central delusion“) aufgefasst, aus welcher entsprechend eine inadäquate Reaktion auf die Bedingungen der Realität erfolgt. So kann der innere Seinszustand auf eine Bedingung übertrieben reagieren oder der Organismus antwortet auf Reize, welche schon nicht mehr bestehen. Folge ist die Entstehung von Krankheit. Auch eine Übertragung solcher Reaktionsmuster über Generationen hinweg ist möglich. Eine homöopathische Therapie kann bei der Bewusstwerdung dieser Täuschung der eigenen Wahrnehmung helfen.
Miasmen sind hier weniger kausale Erklärungsmodelle für Krankheitsprozesse als vielmehr praktische Klassifikationshilfen für bestimmte Wahrnehmungs- bzw. Reaktionstypen. Den klassischen Miasmen (Psora, Sykose, Syphilis) geht ein „akutes Miasma“ voran. Jedes Miasma korreliert mit mit einem bestimmten Wahrnehmungs- und Reaktionsmuster
Wesentliches Kriterium der Sankaran-Methode ist ein etwas anderes Herangehen an die Anamnese und die Materia medica:
Bei der Anamnese steht das Erfassen der Gefühls- und Erlebniswelt des Patienten vor dem systematischen Erfragen einer Hauptbeschwerde im Vordergrund. Besondere Bedeutung haben dabei Patientenaussagen, die auf besonders individuelle Weise formuliert werden oder die z.B. mit Gesten besonders betont werden.
Die Arzneimittelwahl in der Systematischen Homöopathie beruht auf der Suche nach einem Mittel, das zu dem Konglomerat aus Körpersymptomen, Modalitäten, Gefühlen, Erleben, Denken und Empfindungen bestmöglich passt. Den verschiedenen Arzneimitteln werden dabei bestimmte Lebensthemen zugeordnet, zwischen Lebensthema und Arzneimittelreich wird eine Beziehung ausgemacht.
Miasmen sind hier weniger kausale Erklärungsmodelle für Krankheitsprozesse als vielmehr praktische Klassifikationshilfen für bestimmte Wahrnehmungs- bzw. Reaktionstypen. Den klassischen Miasmen (Psora, Sykose, Syphilis) geht ein „akutes Miasma“ voran. Jedes Miasma korreliert mit mit einem bestimmten Wahrnehmungs- und Reaktionsmuster
Wesentliches Kriterium der Sankaran-Methode ist ein etwas anderes Herangehen an die Anamnese und die Materia medica:
Bei der Anamnese steht das Erfassen der Gefühls- und Erlebniswelt des Patienten vor dem systematischen Erfragen einer Hauptbeschwerde im Vordergrund. Besondere Bedeutung haben dabei Patientenaussagen, die auf besonders individuelle Weise formuliert werden oder die z.B. mit Gesten besonders betont werden.
Die Arzneimittelwahl in der Systematischen Homöopathie beruht auf der Suche nach einem Mittel, das zu dem Konglomerat aus Körpersymptomen, Modalitäten, Gefühlen, Erleben, Denken und Empfindungen bestmöglich passt. Den verschiedenen Arzneimitteln werden dabei bestimmte Lebensthemen zugeordnet, zwischen Lebensthema und Arzneimittelreich wird eine Beziehung ausgemacht.
Sarkoden
Sarkoden sind eine Erweiterung des Nosoden-Begriffes. Hahnemann kannte ihn noch noch, das zu seiner Zeit die Mikrobiologie allenfalls in den Kinderschuhen steckte.
Es handelt sich bei Sarkoden um tierisches Gewebe oder Sekret bzw. es sind Organpräparate, die aus gesundem Gewebe hergestellt wurden. Beispiele sind Insulin und Cholesterin, aber auch Muttermilch.
Es handelt sich bei Sarkoden um tierisches Gewebe oder Sekret bzw. es sind Organpräparate, die aus gesundem Gewebe hergestellt wurden. Beispiele sind Insulin und Cholesterin, aber auch Muttermilch.
Saine, Andrew
Andre Saine wurde 1953 in Montreal, Canada geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Canadian Academy of Homeopathy. 1982 erlangte er den Grad des Naturopathen am National College of Naturopathic Medicine in Portland, Oregon. Seit 1985 betreibt er regelmässige Lehrtätigkeit, in Montreal betreibt er eine homöopathische Praxis und seit 1986 ist es Dekan der Canadian Academy of Homeopathy.
Wichtige Veröffentlichungen sind:
Wichtige Veröffentlichungen sind:
- Lectures on Pure Classical Homeopathy I - Psychiatric Patients 1997
- Lectures on Pure Classical Homeopathy II - The Method, Lectures on Pure Homeopathy 2000
- Lessons in Pure Homeopathy, from the Writings of Hahnemann's Best Student and Medicine's Most Successful Practitioner, Adolph Lippe, M.D. 2002
Schmidt, Pierre
Pierre Schmidt wurde am 22.7.1894 in Neuchâtel als ältestes von sechs Kindern geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren wollte er Arzt werden. Als er 17 Jahre alt war, ließ sich seine Familie in Genf nieder, wo er sein Studium absolvierte. Er war ein ausgezeichneter Schüler. Mit 26 Jahren beendet er sein Studium als bester von 40 Studenten. Sein Vater wurde erfolgreich von einem homöopathischen Arzt, Dr. Hubert de Neuchâtel behandelt. Dr. Hubert schenkte den ersten zwei Kindern, Pierre und Roger Hahnemanns Organon mit dem Wunsch, sie sollten Homöopathie studieren.
Die Lektüre des Organon begeistert Pierre. Er studiert Latein, Deutsch, Englisch und Sanskrit. Er behandelt die große Grippeepidemie von 1918 ausschließlich mit Influenzinum hispana Nebel 200K und hat damit großen Erfolg. Er soll eine schwere Angina mit Verdacht auf Diphterie bei einem 10-jährigen Kind heilen. Er verabreicht Mercurius cyanatus 9CH – alle zwei Stunden 6 Tropfen. Das Kind wird auf spektakuläre Weise gesund. Dieses Ereignis stellt ihn vor ein Dilemma: er hatte in seiner ganzen Praxis noch keinen einzigen Fall von Diphterie gesehen und stellt fest, dass die Homöopathie ihm Antworten gibt, die er in der klassischen Schulmedizin nicht findet. Nachdem er sich lange Zeit mit der Allopathie beschäftigt hatte, beschließt er, die Homöopathie einer Prüfung zu unterziehen. Dr. Schmidt liest noch einmal das Organon sowie „Die chronischen Krankheiten“. Er besucht ca. 20 homöopathische Ärzte in der Schweiz. Dr. Mende in Zürich empfiehlt ihm eindringlich, in die USA zu reisen, um dort die Homöopathie zu studieren. Er reist über London und trifft dort Dr. Clarke und Tyler, Ärzte am königlichen Hof. In Paris trifft er berühmte Homöopathen, die ihn allerdings nicht beachten. Die Überfahrt dauert zwei Wochen. Sein Ziel ist es, seine Doktorarbeit über „Die Gesetze und Prinzipien, die die Homöopathie der aktuellen Therapie bietet“ zu schreiben. Er geht ans Flower Hospital und besucht Homöopathie Kurse. Dr. Austin, der Privatarzt von John Rockefeller junior nimmt Schmidt als Schüler an. Er lehrt ihn mehrere Monate lang die Philosophie von Kent, das Repertorium und die Materia medica. Er lehrt ihn den Umgang mit Hochpotenzen (XM). Er ist es, der Schmidt für drei Monate zu Dr. Gladwin schickt, um dort in dessen Praxis zu assistieren. Dr. Gladwin vermacht ihm ein kleines Buch, dessen einziges Exemplar er besitzt. Dr. Austin vermacht ihm Kents eigenes Repertorium, sowie dessen Brillantring. Dank der Großzügigkeit dieser zwei Ärzte kehrt Pierre Schmidt mit mehr als 1000 verschiedenen Schriften, 4000 Hochpotenzen und soliden Kenntnissen in die Schweiz zurück. Gleich nach seiner Rückkehr beginnt er, die Homöopathie in Europa zu verbreiten.
Im Alter von 28 Jahren heiratet er die Apothekerin Dora Nagel. Gemeinsam haben sie zwei Töchter Gilberte und Yollande, die jedoch beide im Alter von zwei Jahren an Hirnhautentzündung sterben. Das ist eine schwere Zeit für Pierre Schmidt und er schätzt die Kollegen, die ihm beistehen. Dr. Nebel ist angereist, um die Mädchen zu heilen, aber sie konnten nicht mehr gerettet werden. Schmidts Frau arbeitet an der Homöopathie mit, sie gründet ein Labor.
Ab 1921 praktiziert Pierre Schmidt als homöopathischer Arzt in Genf. 1931 leitet er dort einen internationalen Homöopathiekongress. Irisdiagnostik und Akupunktur begeistern ihn ebenfalls. Dr. Schmidt hält zahlreiche Lehrgänge. 1950 gründet er in Lyon eine homöopathische Schule. Mehr als 40 Ärzte besuchen diesen Unterricht. Er reist zu Vorträgen nach London, Barcelona und Brüssel. Er bildet Dr. Kunzi aus, der in der Schweiz Homöopathie lehren wird. 1953 wird Schmidt Ehrenmitglied der Homöopathischen Akademie von Barcelona. 1955 ist er aus Anlass des 200. Geburtstages von Hahnemann gemeinsam mit dem Arzt der englischen Königin und dem Leibarzt des Papstes nach Washington eingeladen, um dort eine Vorlesung über den Gründer der Homöopathie zu halten.
Er verbreitet die wertvollen Lehren Hahnemanns. Sein Ziel war es, wie Hahnemann sagte, „den einen Arm zu nutzen, um nach vorne zu schreiten, meinem Ideal entgegen, und den anderen, um die nachstrebenden Generationen auszubilden in dieser einzigartigen Methode, die einzige, die auf Gesetzen und Prinzipien basiert, um die Medikamente beim Kranken anzuwenden“.
Pierre Schmidt verstirbt im Jahre 1987. Er hinterlässt uns wichtige Arbeiten: die Übersetzung ins Französische der 6. Ausgabe des Organon von Hahnemann und die Übersetzung ins Französische von „Die Wissenschaft und die Kunst der Homöopathie“ von Kent.
Seine Frau Dora Schmidt Nagel verstirbt einige Jahre darauf. Ihr Labor existiert bis heute unter dem Namen Homöopathisches Labor D. Schmidt-Nagel SA.
Text zur Verfügung gestellt von Heike Schimansky
Die Lektüre des Organon begeistert Pierre. Er studiert Latein, Deutsch, Englisch und Sanskrit. Er behandelt die große Grippeepidemie von 1918 ausschließlich mit Influenzinum hispana Nebel 200K und hat damit großen Erfolg. Er soll eine schwere Angina mit Verdacht auf Diphterie bei einem 10-jährigen Kind heilen. Er verabreicht Mercurius cyanatus 9CH – alle zwei Stunden 6 Tropfen. Das Kind wird auf spektakuläre Weise gesund. Dieses Ereignis stellt ihn vor ein Dilemma: er hatte in seiner ganzen Praxis noch keinen einzigen Fall von Diphterie gesehen und stellt fest, dass die Homöopathie ihm Antworten gibt, die er in der klassischen Schulmedizin nicht findet. Nachdem er sich lange Zeit mit der Allopathie beschäftigt hatte, beschließt er, die Homöopathie einer Prüfung zu unterziehen. Dr. Schmidt liest noch einmal das Organon sowie „Die chronischen Krankheiten“. Er besucht ca. 20 homöopathische Ärzte in der Schweiz. Dr. Mende in Zürich empfiehlt ihm eindringlich, in die USA zu reisen, um dort die Homöopathie zu studieren. Er reist über London und trifft dort Dr. Clarke und Tyler, Ärzte am königlichen Hof. In Paris trifft er berühmte Homöopathen, die ihn allerdings nicht beachten. Die Überfahrt dauert zwei Wochen. Sein Ziel ist es, seine Doktorarbeit über „Die Gesetze und Prinzipien, die die Homöopathie der aktuellen Therapie bietet“ zu schreiben. Er geht ans Flower Hospital und besucht Homöopathie Kurse. Dr. Austin, der Privatarzt von John Rockefeller junior nimmt Schmidt als Schüler an. Er lehrt ihn mehrere Monate lang die Philosophie von Kent, das Repertorium und die Materia medica. Er lehrt ihn den Umgang mit Hochpotenzen (XM). Er ist es, der Schmidt für drei Monate zu Dr. Gladwin schickt, um dort in dessen Praxis zu assistieren. Dr. Gladwin vermacht ihm ein kleines Buch, dessen einziges Exemplar er besitzt. Dr. Austin vermacht ihm Kents eigenes Repertorium, sowie dessen Brillantring. Dank der Großzügigkeit dieser zwei Ärzte kehrt Pierre Schmidt mit mehr als 1000 verschiedenen Schriften, 4000 Hochpotenzen und soliden Kenntnissen in die Schweiz zurück. Gleich nach seiner Rückkehr beginnt er, die Homöopathie in Europa zu verbreiten.
Im Alter von 28 Jahren heiratet er die Apothekerin Dora Nagel. Gemeinsam haben sie zwei Töchter Gilberte und Yollande, die jedoch beide im Alter von zwei Jahren an Hirnhautentzündung sterben. Das ist eine schwere Zeit für Pierre Schmidt und er schätzt die Kollegen, die ihm beistehen. Dr. Nebel ist angereist, um die Mädchen zu heilen, aber sie konnten nicht mehr gerettet werden. Schmidts Frau arbeitet an der Homöopathie mit, sie gründet ein Labor.
Ab 1921 praktiziert Pierre Schmidt als homöopathischer Arzt in Genf. 1931 leitet er dort einen internationalen Homöopathiekongress. Irisdiagnostik und Akupunktur begeistern ihn ebenfalls. Dr. Schmidt hält zahlreiche Lehrgänge. 1950 gründet er in Lyon eine homöopathische Schule. Mehr als 40 Ärzte besuchen diesen Unterricht. Er reist zu Vorträgen nach London, Barcelona und Brüssel. Er bildet Dr. Kunzi aus, der in der Schweiz Homöopathie lehren wird. 1953 wird Schmidt Ehrenmitglied der Homöopathischen Akademie von Barcelona. 1955 ist er aus Anlass des 200. Geburtstages von Hahnemann gemeinsam mit dem Arzt der englischen Königin und dem Leibarzt des Papstes nach Washington eingeladen, um dort eine Vorlesung über den Gründer der Homöopathie zu halten.
Er verbreitet die wertvollen Lehren Hahnemanns. Sein Ziel war es, wie Hahnemann sagte, „den einen Arm zu nutzen, um nach vorne zu schreiten, meinem Ideal entgegen, und den anderen, um die nachstrebenden Generationen auszubilden in dieser einzigartigen Methode, die einzige, die auf Gesetzen und Prinzipien basiert, um die Medikamente beim Kranken anzuwenden“.
Pierre Schmidt verstirbt im Jahre 1987. Er hinterlässt uns wichtige Arbeiten: die Übersetzung ins Französische der 6. Ausgabe des Organon von Hahnemann und die Übersetzung ins Französische von „Die Wissenschaft und die Kunst der Homöopathie“ von Kent.
Seine Frau Dora Schmidt Nagel verstirbt einige Jahre darauf. Ihr Labor existiert bis heute unter dem Namen Homöopathisches Labor D. Schmidt-Nagel SA.
Text zur Verfügung gestellt von Heike Schimansky
Scholten, Jan
Jan Scholten wurde 1951 in Helmond/NL geboren. Er studierte Chemie, Philosophie und Medizin, innerhalb der Medizin befasste er sich schwerpunktmässig mit Akupunktur, orthomolekularer Medizin, Phytotherapie, Bach-Blüten-Therapie und insbesondere Homöopathie.
Seine Homöopathie-Ausbildung erhielt er bei Lehrerhn wie Morrisson, Vithoulkas, Geukens, Künzli oder Gray. Seit 1985 befasst er sich nur ausschliesslich mit Homöopathie.
Als Chemiker wandte sich Scholten besonders den homöopathischen Arzneimitteln des Periodensystems der Elemente zu und sorgte in dem Bereich für ganz neue Erkenntnisse. Es gab Scholten zu denken, dass der Anteil der Stoffe in der Natur prozentual in keinster Weise mit dem Anteil der Verschreibungen der selben Stoffe als Arzneimittel in der Homöopathie in Relation steht. Darüber hinaus gab es zahlreiche Elemente, die in der Natur und der Industrie eine große Rolle spielten, als homöopathische Arzneimittel aber noch gar nicht erschlossen waren. Hier arbeitete Scholten auch mit Rajan Sankaran zusammen.
1988 gründete er das "Homeopathic Doctors Center Utrecht".
Wichtige Veröffentlichungen sind
Jan Scholten arbeitet mit der sogenannten "Gruppenanalyse" - dabei ging es ihm darum, mehr über homöopathische Gemeinsamkeiten von Mittelgruppen zu erfahren - Scholten hat damit einen Grundstein gelegt für das Denken in "Familien" :
Diese Gruppen werden nach Stoffen (Natrium, Calcium, Barium, etc.) als auch auch nach Verbindungen / Struktureigenschaften (muriaticum, sulfuricum, carbonicum, Halogene, Edelgase, 1. Serie im Periodensystem, 2. Serie im Periodensystem, Compositae im Pflanzenreich, etc. ) unterschieden. Hierbei werden essentielle Kennzeichen aus einer Gruppe von Mitteln herausgezogen, zum Beispiel der Natriumgruppe. Kennzeichen dieser Gruppe wären z.B. "kein", "allein", "verboten", etc. Zur muriaticum-Gruppe passen "Mutter", "Versorgung", "traurig", etc. Diese Eigenschaften werden nun miteinander kombiniert und ergeben damit neue Qualitäten wie "Keine Mutter" oder "Es ist verboten, sich umsorgen zu lassen.".
siehe auch unter "Gruppenanalyse"
Scholten ist mit dieser Methode in der Lage, Rückschlüsse (oft natürlich auch stark hypothetischer Natur) auf sehr kleine, unbekannte oder wenig erforschte Mittel zu ziehen und damit die Forschung gerade in diesem Bereich zu initieren. Nicht umsonst ist sein brillantes Werk zum Periodensystem der Elemente als auch zu den Mineralien in der Homöopathie erschienen. Zur Zeit arbeitet er an einer Klassifizierung der verschiedenen botanischen Pflanzenfamilien nach ihren Eigenschaften für die homöopathische Daignose Verschreibung. Er gibt in der Regel standardmäßig nur die C1000 als Potenz.
Weblinks zu Dr. Jan Scholten:
Seine Homöopathie-Ausbildung erhielt er bei Lehrerhn wie Morrisson, Vithoulkas, Geukens, Künzli oder Gray. Seit 1985 befasst er sich nur ausschliesslich mit Homöopathie.
Als Chemiker wandte sich Scholten besonders den homöopathischen Arzneimitteln des Periodensystems der Elemente zu und sorgte in dem Bereich für ganz neue Erkenntnisse. Es gab Scholten zu denken, dass der Anteil der Stoffe in der Natur prozentual in keinster Weise mit dem Anteil der Verschreibungen der selben Stoffe als Arzneimittel in der Homöopathie in Relation steht. Darüber hinaus gab es zahlreiche Elemente, die in der Natur und der Industrie eine große Rolle spielten, als homöopathische Arzneimittel aber noch gar nicht erschlossen waren. Hier arbeitete Scholten auch mit Rajan Sankaran zusammen.
1988 gründete er das "Homeopathic Doctors Center Utrecht".
Wichtige Veröffentlichungen sind
- Homeopathy and Minerals, 1994
- Homeopathy and the Elements. 1997
- Minerals in Plants
- Wad Stories
- Homöopathie und Minerale, 302 S.
Jan Scholten arbeitet mit der sogenannten "Gruppenanalyse" - dabei ging es ihm darum, mehr über homöopathische Gemeinsamkeiten von Mittelgruppen zu erfahren - Scholten hat damit einen Grundstein gelegt für das Denken in "Familien" :
Diese Gruppen werden nach Stoffen (Natrium, Calcium, Barium, etc.) als auch auch nach Verbindungen / Struktureigenschaften (muriaticum, sulfuricum, carbonicum, Halogene, Edelgase, 1. Serie im Periodensystem, 2. Serie im Periodensystem, Compositae im Pflanzenreich, etc. ) unterschieden. Hierbei werden essentielle Kennzeichen aus einer Gruppe von Mitteln herausgezogen, zum Beispiel der Natriumgruppe. Kennzeichen dieser Gruppe wären z.B. "kein", "allein", "verboten", etc. Zur muriaticum-Gruppe passen "Mutter", "Versorgung", "traurig", etc. Diese Eigenschaften werden nun miteinander kombiniert und ergeben damit neue Qualitäten wie "Keine Mutter" oder "Es ist verboten, sich umsorgen zu lassen.".
siehe auch unter "Gruppenanalyse"
Scholten ist mit dieser Methode in der Lage, Rückschlüsse (oft natürlich auch stark hypothetischer Natur) auf sehr kleine, unbekannte oder wenig erforschte Mittel zu ziehen und damit die Forschung gerade in diesem Bereich zu initieren. Nicht umsonst ist sein brillantes Werk zum Periodensystem der Elemente als auch zu den Mineralien in der Homöopathie erschienen. Zur Zeit arbeitet er an einer Klassifizierung der verschiedenen botanischen Pflanzenfamilien nach ihren Eigenschaften für die homöopathische Daignose Verschreibung. Er gibt in der Regel standardmäßig nur die C1000 als Potenz.
Weblinks zu Dr. Jan Scholten:
- Webseite von Dr. Jan Scholten
- Jan Scholten's Analyse der Lanthanide - Darstellung auf einer Webseite Münchener Homöopathen
Schüssler, Wilhelm H.
Dr. Wilhelm Heinrich Schuessler, M.D.
(1821 - 1898)
Schüssler wurde 1821 in Zwischenahn bei Oldenburg geboren und starb 1898. Er studierte Medizin an der Universität Berlin, in Paris, Giessen und Prag und machte bereits nach 2 1/2 Jahren sein Examne. Er arbeite zusammen mit seinem Bruder als homöopathischer Arzt in Oldenburg.
1873 veröffentlichte Schüssler in der Allgemeinen homöopathischen Zeitung (Ausg. 86, Seite 91) den Aufsatz "Eine verkürzte homöopathische Therapie" und begründete damit sein Konzept der biochemischen Salze. Sein Konzept basierte auf zwei Ansätzen:
Schüssler ergänzte diese Ideen durch sein Konzept, Zellfunktionen wieder herzustellen, indem man das Defizit an anorganischen Salzen im Körper ausgleicht. Dieses Konzept nannte Schüssler "Biochemische Therapie". Das Konzept unterscheidet sich -obwohl auch hier potenzierte Mittel gegeben werden, insoweit von der Homöopathie, als die biochemische Therapie sich auf die Zell- und Gewebefunktionen ausrichtet, während sich die Homöopathie auf die Lebenskraft ausrichtet.
Eine online verfügbare Version seines Werkes "Eine abgekürzte Therapie" findet sich hier...
(1821 - 1898)
Schüssler wurde 1821 in Zwischenahn bei Oldenburg geboren und starb 1898. Er studierte Medizin an der Universität Berlin, in Paris, Giessen und Prag und machte bereits nach 2 1/2 Jahren sein Examne. Er arbeite zusammen mit seinem Bruder als homöopathischer Arzt in Oldenburg.
1873 veröffentlichte Schüssler in der Allgemeinen homöopathischen Zeitung (Ausg. 86, Seite 91) den Aufsatz "Eine verkürzte homöopathische Therapie" und begründete damit sein Konzept der biochemischen Salze. Sein Konzept basierte auf zwei Ansätzen:
- Rudolf Virchow begründete zu dieser Zeit die Zellularpathologie. Die Idee der Stimulierung von Zellen mit Hilfe von Salzen erwuchs aus diesen Erkenntnissen Virchows.
- Jakob Moleschott veröffentlichte ein Werk zur Beeinflussung von Gewebestrukturen und Lebenskraft durch die Anwesenheit anorganischer Salze, welches Schüssler inspirierte
Schüssler ergänzte diese Ideen durch sein Konzept, Zellfunktionen wieder herzustellen, indem man das Defizit an anorganischen Salzen im Körper ausgleicht. Dieses Konzept nannte Schüssler "Biochemische Therapie". Das Konzept unterscheidet sich -obwohl auch hier potenzierte Mittel gegeben werden, insoweit von der Homöopathie, als die biochemische Therapie sich auf die Zell- und Gewebefunktionen ausrichtet, während sich die Homöopathie auf die Lebenskraft ausrichtet.
Eine online verfügbare Version seines Werkes "Eine abgekürzte Therapie" findet sich hier...
Seghal-Schule
Sehgal vernachlässigt die Gesamtheit der Symptome und die Symptomenauswahl zugunsten der Geistes- und Gemütssymptomatik.
Krankheit wird als Prozess verstanden, der auf der Störung der grundlegenden Ausscheidungs- und Ausscheidungsfunktionen und einer nachfolgenden Intoxikation hervor gerufen wird. Er unterscheidet zwischen „wirklicher“ und „scheinbarer“ Krankheit und geht davon aus, dass ein homöopathisches Mittel eine nach bestimmten Gesetzten ablaufende Ausscheidungsreaktion induziert.
Er versucht, mit seiner Methode der Arzneimittelwahl die Gefahr der partiellen Verschreibung weitestgehend auszuschliessen. Der Persönlichkeit des Patienten wird dabei eine besondere Bedeutung beigemessen, die körperliche Symptomatik wird vernachlässigt. Ausschliesslich jene Mindsymptome, die in Verbindung mit den körperlichen Beschwerden den geistig-emotionalen Zustand des Patienten bestimmen, entscheiden, welches Arzneimittel verabreicht wird.
Krankheit wird als Prozess verstanden, der auf der Störung der grundlegenden Ausscheidungs- und Ausscheidungsfunktionen und einer nachfolgenden Intoxikation hervor gerufen wird. Er unterscheidet zwischen „wirklicher“ und „scheinbarer“ Krankheit und geht davon aus, dass ein homöopathisches Mittel eine nach bestimmten Gesetzten ablaufende Ausscheidungsreaktion induziert.
Er versucht, mit seiner Methode der Arzneimittelwahl die Gefahr der partiellen Verschreibung weitestgehend auszuschliessen. Der Persönlichkeit des Patienten wird dabei eine besondere Bedeutung beigemessen, die körperliche Symptomatik wird vernachlässigt. Ausschliesslich jene Mindsymptome, die in Verbindung mit den körperlichen Beschwerden den geistig-emotionalen Zustand des Patienten bestimmen, entscheiden, welches Arzneimittel verabreicht wird.
Selbstbehandlung
Homöopathie ist eine gute Möglichkeit, sich bei bestimmten Beschwerden selbst zu behandeln. Aber Homöopathie ist auch eine ernsthafte Therapiemethode, von der man Ahnung haben muss, wenn man sie ausüben will. Kaum jemand würde sich am Küchentisch die Gallenblase heraus nehmen, nur weil er ein Chirurgie-Lehrbuch gelesen hat - in der Homöopathie scheint das Gang und Gäbe zu sein...
Hier ein paar wichtige Hinweise zur homöopathischen Selbsthilfe:
Hier ein paar wichtige Hinweise zur homöopathischen Selbsthilfe:
- Behandele nur leichte alltägliche Beschwerden mit Homöopathie
- Setzen keine ärztlich verordneten Medikamente ab und versuche nicht selbstädnig diese durch homöopathische Mittel zu ersetzen! Es können unter Umständen lebensbedrohliche Situationen entstehen, z.B. bei Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen des Blutes oder Diabetes!
- Wenn du gerade eine grössere seelische Krise durchmachst, solltest du auf die Selbstbehandlung verzichten und einen Homöopathen aufsuchen.
- Akute Symptome, die während deiner homöopathischen Konstitutionsbehandlung auftreten, solltest niemals selbst behandeln. Sie könnten die Heilung Ihrer chronischen Erkrankung behindern. Und den Zorn des Homöopathen hervor rufen...
- Achte bei der Auswahl des Mittels auch auf die geistig-seelischen Aspekte und die Modalitäten des jeweiligen Mittels. Wähle ein Mittel nicht nur wegen der klinischen Symptome.
- Nimm grundsätzlich nur ein Mittel ein und warten dessen Reaktion ab. In einigen Fällen kann die Einnahme mehrerer Mittel angezeigt sein. (Samuel Hahnemann hat in den letzten Jahren seiner Praxis zum Beispiel auch zwei Mittel parallel gegeben, obwohl er das im Organan Teil 6 noch strikt ablehnt. Auswertungen seiner Pariser Praxisberichte, die viele Jahre als verschollen galten, ergaben, dass Hahnemann auch mehrere Mittel parallel gab. Nachzulesen sind diese Berichte in: R. Handley: Auf den Spuren des späten Hahnemann.)
- Falls sich dein Zustand verschlechtert, musst du Sie umgehend fachlichen Rat bei einem Profi einholen.
Semiologie
(griech.: semeion = Zeichen und logos = Diskurs, Wissenschaft). Darunter versteht man Zeichen oder Phänomene, die man direkt wahrnehmen kann (Farbe, Geruch, Konsistenz, ...).
Signaturenlehre
Signaturenlehre wird eine Auffassung genannt, die die heilenden Qualitäten von Pflanzen an deren äusserer Form, an ihren Säften, Farben oder anderen unmittelbaren Eigenschaften feststellen will. Die Volksheilkunde hat sich solcher Analogien stets bedient.
Allerdings ist die Signaturenlehre in der akademischen Medizin zu Hahnemanns Zeit derart degeneriert gewesen, dass Hahnemann sich ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat. Diese Ablehenung ist sicher nicht ganz berechtigt gewesen und viele moderne Homöopathen verwenden die Signaturen wieder, und zwar auch über die Funktion einer Merkhilfe für komplexe Symptomenkombinationen hinaus gehend.
Allerdings ist die Signaturenlehre in der akademischen Medizin zu Hahnemanns Zeit derart degeneriert gewesen, dass Hahnemann sich ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat. Diese Ablehenung ist sicher nicht ganz berechtigt gewesen und viele moderne Homöopathen verwenden die Signaturen wieder, und zwar auch über die Funktion einer Merkhilfe für komplexe Symptomenkombinationen hinaus gehend.
Similia similibus curentur
"Similia similibus curentur" (lat.) bedeutet im Deutschen "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt".
Das Ähnlichkeitsgesetz (siehe auch unter dem entsprechenden Stichwort)) bildet die Grundregel aller homöopathischen Therapie. Der Name Homöopathie ist davon abgeleitet, und zwar vom griechischen "Homoion" (= ähnlich) und "Pathos" (= leiden). Hahnemann entdeckte, dass ein Mittel, welches beim Gesunden bestimmte Symptome erzeugen kann, dieselben Symptome bei einem Kranken zu heilen vermag. So muss das vom Arzneimittel bei Prüfern hervorgerufene Krankheitsbild (Arzneimittelbild) dem Krankheitsbild des Patienten ähnlich sein. Dieses Naturgesetz hat seine Gültigkeit in allen Lebensbereichen - sonst wäre es ja auch kein Naturgesetz: Wenn man sich beispielsweise im Winter die Hände erfroren hat, werden Sie sie mit Schnee abgerieben oder unter kaltes Wasser gehalten (was ja etwas Ähnliches ist); sie sollten nie unter heisses Wasser geahlten, weil das nur Schmerzen verursacht und die Hände viel länger brauchen, bis sie wieder warm sind.
Hahnemann schreibt im § 28 des Organon:
"Durch Beobachtung, Nachdenken und Erfahrung fand ich, dass im Gegentheile von der alten Allöopathie die wahre, richtige, beste Heilung zu finden sey in dem Satze: Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden (homoion pathos) für sich erregen kann, als sie heilen soll!"
"Da dieses Naturheilgesetz sich in allen reinen Versuchen und allen ächten Erfahrungen der Welt beurkundet, die Thatsache also besteht, so kommt auf die scientifische Erklärung, w i e d i e ss z u g e h e, wenig an und ich setze wenig Werth darauf, dergleichen zu versuchen..."
Das Ähnlichkeitsgesetz (siehe auch unter dem entsprechenden Stichwort)) bildet die Grundregel aller homöopathischen Therapie. Der Name Homöopathie ist davon abgeleitet, und zwar vom griechischen "Homoion" (= ähnlich) und "Pathos" (= leiden). Hahnemann entdeckte, dass ein Mittel, welches beim Gesunden bestimmte Symptome erzeugen kann, dieselben Symptome bei einem Kranken zu heilen vermag. So muss das vom Arzneimittel bei Prüfern hervorgerufene Krankheitsbild (Arzneimittelbild) dem Krankheitsbild des Patienten ähnlich sein. Dieses Naturgesetz hat seine Gültigkeit in allen Lebensbereichen - sonst wäre es ja auch kein Naturgesetz: Wenn man sich beispielsweise im Winter die Hände erfroren hat, werden Sie sie mit Schnee abgerieben oder unter kaltes Wasser gehalten (was ja etwas Ähnliches ist); sie sollten nie unter heisses Wasser geahlten, weil das nur Schmerzen verursacht und die Hände viel länger brauchen, bis sie wieder warm sind.
Hahnemann schreibt im § 28 des Organon:
"Durch Beobachtung, Nachdenken und Erfahrung fand ich, dass im Gegentheile von der alten Allöopathie die wahre, richtige, beste Heilung zu finden sey in dem Satze: Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden (homoion pathos) für sich erregen kann, als sie heilen soll!"
"Da dieses Naturheilgesetz sich in allen reinen Versuchen und allen ächten Erfahrungen der Welt beurkundet, die Thatsache also besteht, so kommt auf die scientifische Erklärung, w i e d i e ss z u g e h e, wenig an und ich setze wenig Werth darauf, dergleichen zu versuchen..."
Simillimum
Mit "Simillimum" bezeichnet man das bei einem Symptom ultimativ passende Mittel.
Der Begriff des Simillimums ist eher ein theoretischer Anspruch als dass es in der Praxis nützlich wäre. In der Praxis kann die Suche nach dem ultimativ passenden Mittel eher hinderlich sein, weil man leicht andere und praktikablere Lösungen übersieht
Der Begriff des Simillimums ist eher ein theoretischer Anspruch als dass es in der Praxis nützlich wäre. In der Praxis kann die Suche nach dem ultimativ passenden Mittel eher hinderlich sein, weil man leicht andere und praktikablere Lösungen übersieht
Situative Materia Medica
Die situative Materia Medica ist eine Art der Arzneimitteldarstellung die von dem Ansatz ausgeht, das jedes homöopathische Arzneimittel praktisch eine grundlegende Haltung einer Situation gegenüber entspricht. Der Versuch bei dieser Betrachtungsweise ist, eine Situation oder ein grundlegendes Gefühl zu finden, worin alle wichtigen Komponenten eines homöopathischen Arzneimittels enthalten sind. Ein Bindeglied das alle Aspekte miteinander verknüpft.
Diese Art des Zuganges zur Materia medica entstammt der Sankaran-Schule (siehe auch dort).
Diese Art des Zuganges zur Materia medica entstammt der Sankaran-Schule (siehe auch dort).
Spagyrik
Spagyrik ist eine alchimistische Methode zur Herstellung von Heilmitteln, die bis heute noch verwendet wird. Dabei geht es – ebenso wie beim homöopathischen Potenzieren – darum, das Wesen einer Substanz, ihre Essenz oder ihren Geist von der Materie zu befreien.
Split-Methode
Die Split-Methode ist eine besondere Form der Mittelgabe: Man gibt ein Mittel z.B. in C 200, davon lässt man den Patienten über den Tag 4x 3 Globuli einnehmen.
Diese Methode kommt z.B. in Akutsituationen (Asthmaanfall), bei heftigen Entzündungen oder Schmerzzuständen, aber auch in der Krebstherapie in Anwendung.
Diese Methode kommt z.B. in Akutsituationen (Asthmaanfall), bei heftigen Entzündungen oder Schmerzzuständen, aber auch in der Krebstherapie in Anwendung.
Sprungpotenz
Wenn man 1 Gran einer 6fach verdünnten Trockensubstanz nimmt und anschliessend in 50 Tropfen destillierten Wassers aufloöst und 50 Tropfen eines starken Alkohols hinzufügt, dann 10 Schüttelschläge ausübt, ist eine 8fache Potenz hergestellt worden. Die hergestellte Potenz ist 8fach, weil sie in der Centesimalskala durchgeführt wurde. Diese Potenz wird Sprungpotenz genannt.
Stapf, Johann Ernst
Johann Ernst Stapf wurde 1788 in Naumburg geboren und starb 1860 in Kosen. Von 1806 an besuchte er die Unviersität Leipzig. Hier begann er 1811 ein Studium der Homöopathie, von 1812 arbeitete er mit homöopathischen Mitteln.
Seine hochpotenten Mittel fand er angeblich nicht durch übliche Strategien der Mittelfindung, sondern durch Riechen. Seine Arbeit mit Hochpotenzen veröffentlichte er 1843.
Johann Stapf war der ab 1822 bis 1839 Herausgeber der ersten Zeitschrift für Homöopathie, dem "Archiv fur die homoopathische Heilkunst". Diese Zeitschrift kam 3x jährlich heraus und war das Zentralorgan der Deutschen Homöopathie Vereinigung. Daneben veröffentlichte er zahlreiche Schriften zur Homöopathie. 1929 gab er Hahnemanns "Kleine medicinische Schriften" heraus. Eine weitere Veröffentlichung waren seine Ergänzungen zur reinen Arzneimittellehre, einer Sammlung aus 15 Ausgaben des Archivs für homoeopathische Heilkunst.
Er pflegte bis zu Hahnemanns Tod einen regen Schriftwechsel mit Hahnemann. Er prüfte 32 Mittel und war der Erste der z.B. Lachesis in Europa anwendete. Stapf gab Patienten Verhaltensregeln mit auf den Weg, riet ihnen, Kaffee, Wein und Tabakkonsum zu unterlassen.
Seine hochpotenten Mittel fand er angeblich nicht durch übliche Strategien der Mittelfindung, sondern durch Riechen. Seine Arbeit mit Hochpotenzen veröffentlichte er 1843.
Johann Stapf war der ab 1822 bis 1839 Herausgeber der ersten Zeitschrift für Homöopathie, dem "Archiv fur die homoopathische Heilkunst". Diese Zeitschrift kam 3x jährlich heraus und war das Zentralorgan der Deutschen Homöopathie Vereinigung. Daneben veröffentlichte er zahlreiche Schriften zur Homöopathie. 1929 gab er Hahnemanns "Kleine medicinische Schriften" heraus. Eine weitere Veröffentlichung waren seine Ergänzungen zur reinen Arzneimittellehre, einer Sammlung aus 15 Ausgaben des Archivs für homoeopathische Heilkunst.
Er pflegte bis zu Hahnemanns Tod einen regen Schriftwechsel mit Hahnemann. Er prüfte 32 Mittel und war der Erste der z.B. Lachesis in Europa anwendete. Stapf gab Patienten Verhaltensregeln mit auf den Weg, riet ihnen, Kaffee, Wein und Tabakkonsum zu unterlassen.
Streukügelchen
siehe unter "Globuli"
Suggestivfragen
Suggestivfragen sind Fragen, bei denen die Antworten dem Patienten vorgegeben bzw. suggeriert werden.
- Beispiele:
- Abends sind Sie bestimmt sehr müde, oder?
- Sie frieren doch sehr leicht?
- Sie reagieren leicht gereizt, nicht wahr?
Sukkusion
siehe unter "Verschüttelung".
Sykotisches Miasma / Sykose
Die Sykose ist das zweite von Hahnemann beschriebene Miasma. Das Wort Sykose wurde aus dem griechischen Wort 'Sykon' hergeleitet, das Feige bedeutet. Sykose ist ein venerisches chronisches Miasma das sich aus der Unterdrückung von Gonorrhö entwickelt, und sie manifestiert sich äusserlich in erster Linie in blumenkohlartigen Hautauswüchsen, Feigwarzenkrankheit genannt oder kondylomatöse Krankheit.
Folge der Sykose ist Desillusionierung. Wir finden als Symptomatik:
Das falsche Leitbild der Sykose ist das ewige Vergnügen. Der infolge der psorischen Destruktion enttäuschte Mensch strebt nach Hedonismus. Folge ist eine zurück bleibende Leere, der Mensch wird von den Täuschungen der Sykose ent-täuscht. Die Sykose gründet in der ewigen Suche nach Vergnügen, welche so weit geht, dass der Mensch bereit wird, sich zu erniedrigen, nur um Vergnügen erleben zu können. Sie ist geprägt von einem grundsätzlichen Mangel an Verantwortung.
Ausgangssituation: Leben als ewige Suche nach Vergnügen und Meidung von Verantwortung bis hin zur Bereitschaft sich zu erniedrigen, nur um Vergnügen zu erlangen
Folge: Desillusionierung als Konsequenz aus der psorischen Unzufriedenheit
Grundmuster: hartnäckige Symptome
psychischer Krankheitsprozess: Desillusionierung; Schwachstelle an sich selbst mu§ kompensiert, maskiert, verdrängt werden. Reaktionen, um innere Schwäche od. Makel zu überdecken führen zu rigiden Vorstellungen, die dann zu Zwängen führen; Ehrgeiz, übertriebene Erfolgsorientiertheit, aufgeblähtes Selbstbewusstsein, übermässiges Verantwortungsgefühl, Hypersexualität und Raubbau an den energtischen Quellen; kompensatorischer Missbrauch von Kaffee, Tabak, Alkohol oder Medikamenten
körperlicher Krankheitsprozess: chronische, festgefahrene Symptomatik; nicht aussichtslos, völlige Heilung unwahrscheinlich Absonderungen (vermehrte, aber dicke, zähe, eitrige Flüssigkeiten); Unbeweglichkeit; Allergien; Tumoren (grosse, metastasierene Krebsformen); erhöhter Blutspiegel an Fetten und Zucker oder Harnsäure
Therapie und Heilung: langsame Erholung, erleichtert durch Änderung der Lebens- und Ernährungsweise
Farbentsprechung: Gelb
Sankaran beschreibt die Sykose so:
Hier wird die Pathologie als etwas permanentes und fixiertes, unveränderbares erfahren. Die Reaktion darauf ist Akzeptanz statt Hoffnung. Es wird versucht das Problem zu verdecken, zu verstecken oder zu vermeiden.
Folge der Sykose ist Desillusionierung. Wir finden als Symptomatik:
- hartnäckige Symptome
- vermehrte, aber dicke, zähe, eitrige Flüssigkeiten; Unbeweglichkei
- langsame Erholung, erleichtert durch Änderung der Lebens- und Ernährungsweise
Das falsche Leitbild der Sykose ist das ewige Vergnügen. Der infolge der psorischen Destruktion enttäuschte Mensch strebt nach Hedonismus. Folge ist eine zurück bleibende Leere, der Mensch wird von den Täuschungen der Sykose ent-täuscht. Die Sykose gründet in der ewigen Suche nach Vergnügen, welche so weit geht, dass der Mensch bereit wird, sich zu erniedrigen, nur um Vergnügen erleben zu können. Sie ist geprägt von einem grundsätzlichen Mangel an Verantwortung.
Ausgangssituation: Leben als ewige Suche nach Vergnügen und Meidung von Verantwortung bis hin zur Bereitschaft sich zu erniedrigen, nur um Vergnügen zu erlangen
Folge: Desillusionierung als Konsequenz aus der psorischen Unzufriedenheit
Grundmuster: hartnäckige Symptome
psychischer Krankheitsprozess: Desillusionierung; Schwachstelle an sich selbst mu§ kompensiert, maskiert, verdrängt werden. Reaktionen, um innere Schwäche od. Makel zu überdecken führen zu rigiden Vorstellungen, die dann zu Zwängen führen; Ehrgeiz, übertriebene Erfolgsorientiertheit, aufgeblähtes Selbstbewusstsein, übermässiges Verantwortungsgefühl, Hypersexualität und Raubbau an den energtischen Quellen; kompensatorischer Missbrauch von Kaffee, Tabak, Alkohol oder Medikamenten
körperlicher Krankheitsprozess: chronische, festgefahrene Symptomatik; nicht aussichtslos, völlige Heilung unwahrscheinlich Absonderungen (vermehrte, aber dicke, zähe, eitrige Flüssigkeiten); Unbeweglichkeit; Allergien; Tumoren (grosse, metastasierene Krebsformen); erhöhter Blutspiegel an Fetten und Zucker oder Harnsäure
Therapie und Heilung: langsame Erholung, erleichtert durch Änderung der Lebens- und Ernährungsweise
Farbentsprechung: Gelb
Sankaran beschreibt die Sykose so:
Hier wird die Pathologie als etwas permanentes und fixiertes, unveränderbares erfahren. Die Reaktion darauf ist Akzeptanz statt Hoffnung. Es wird versucht das Problem zu verdecken, zu verstecken oder zu vermeiden.
Syphilitisches Miasma / Syphilinie
Das dritte von Hahnemann beschrieben Miasma ist die Syphilinie. Syphilis ist ein venerisches chronisches Miasma das sich in erster Linie als venerischer Schanker an den Genitalien nach "unreinem" (LOL...) Geschlechtsverkehr manifestiert und das nach Unterdrückung durch eine lokale Anwendung zur Ausbildung generalisierter Lymphknotenschwellung führt, die wiederum bei Unterdrückung zu den sekundären Manifestationen führt.
Folge der Syphilis ist der Verlust sozialer Kompetenz. Kernsymptome sind:
Die Entäuschung, die hinterlassene Leere sucht der Syphilitiker mit Macht anzufüllen. Machterlangung als Lebensantrieb führt letztlich zum Verlust jeglicher sozialer Kompetenz. Die Syphilis gründet in Machterlangung als zentralem Lebensantrieb.
Ausgangssituation: Verlust sozialer Kompetenz; Folge: Machterhalt als Lebensantrieb als Folge der sykotischen Desillusionierung
Grundmuster: akute, heftige , destruierende und pervertierte Symptome
psychischer Krankheitsprozess: Verlust sozialer Kompetenz; die Situation ist nicht mehr zu retten: Wechsel od. Zerstörung erfolgt; Zerstörung (von Selbst, Stressor, Situation); verzweifelte Destruktion bis zur Suizidalität, aber auch Hass und Verlust sämtlicher moralischer Werte; Verlust der persönlichen Identität, Borderline-Syndrom; (mentale) Überaktivität
körperlicher Krankheitsprozess: heftige Anstrengung (teilweise Selbstzerstörung) für das Überleben des Ganzen; wund machende Flüssigkeiten; unheilbare und stigmatisierende Krankheiten wie AIDS und Syphilis; Erkrankungen, die mit massiver Gewebezerstörung einhergehen und Autoaggressionskrankheiten (Kollagenosen, MS, etc.), nicht heilen wollende Geschwüre
Therapie und Heilung: Erholung durch aktiven Energieeinsatz, bei fehlender Energie Rückzug
Farbentsprechung: Rot
Sankaran beschreibt die Syphilis so:
Im syphilitischen Miasma ist die Empfindung sehr tief. Das Problem wird als permanent, zerstörerisch und fatal erfahren. Die Reaktion ist von fast völliger Hoffnungslosigkeit und extremer Verzweiflung geprägt.
Folge der Syphilis ist der Verlust sozialer Kompetenz. Kernsymptome sind:
- akute und heftige Symptome
- wund machende Flüssigkeiten; Gewebezerstörung; Paralysen; Karzinome
- (mentale) Überaktivität
- Erholung durch aktiven Energieeinsatz, bei fehlender Energie Rückzug
Die Entäuschung, die hinterlassene Leere sucht der Syphilitiker mit Macht anzufüllen. Machterlangung als Lebensantrieb führt letztlich zum Verlust jeglicher sozialer Kompetenz. Die Syphilis gründet in Machterlangung als zentralem Lebensantrieb.
Ausgangssituation: Verlust sozialer Kompetenz; Folge: Machterhalt als Lebensantrieb als Folge der sykotischen Desillusionierung
Grundmuster: akute, heftige , destruierende und pervertierte Symptome
psychischer Krankheitsprozess: Verlust sozialer Kompetenz; die Situation ist nicht mehr zu retten: Wechsel od. Zerstörung erfolgt; Zerstörung (von Selbst, Stressor, Situation); verzweifelte Destruktion bis zur Suizidalität, aber auch Hass und Verlust sämtlicher moralischer Werte; Verlust der persönlichen Identität, Borderline-Syndrom; (mentale) Überaktivität
körperlicher Krankheitsprozess: heftige Anstrengung (teilweise Selbstzerstörung) für das Überleben des Ganzen; wund machende Flüssigkeiten; unheilbare und stigmatisierende Krankheiten wie AIDS und Syphilis; Erkrankungen, die mit massiver Gewebezerstörung einhergehen und Autoaggressionskrankheiten (Kollagenosen, MS, etc.), nicht heilen wollende Geschwüre
Therapie und Heilung: Erholung durch aktiven Energieeinsatz, bei fehlender Energie Rückzug
Farbentsprechung: Rot
Sankaran beschreibt die Syphilis so:
Im syphilitischen Miasma ist die Empfindung sehr tief. Das Problem wird als permanent, zerstörerisch und fatal erfahren. Die Reaktion ist von fast völliger Hoffnungslosigkeit und extremer Verzweiflung geprägt.
Systemische Homöopathie
Diese Methode ist eine an der Familienaufstellung nach Bert Hellinger orientierten Richtung. In Anlehnung an Hellinger werden Arzneimittel mittels systemischer Aufstellungen im Gruppenprozess gesucht. Bemerkenswert ist, dass Teilnehmer eines solchen Gruppenprozesses über Erfahrungen berichten, wie man sie ansonsten nur aus Arzneimittelprüfungen kennt.
Säftelehre
siehe unter "Humoralpathologie".